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		<title>forza-rapid.com: RSS-Feed</title>
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		<description>Aktuelle Beiträge von forza-rapid.com</description>
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			<description>Aktuelle Beiträge von forza-rapid.com</description>
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		<lastBuildDate>Mon, 20 Feb 2012 17:50:00 +0100</lastBuildDate>
		
		
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			<title>Two worlds (didn't) collide – Part 300</title>
			<link>http://www.forza-rapid.com/single-view/article/two-worlds-didnt-collide-part-300.html</link>
			<description>Nach dem durchwachsenen Auftakt in Wiener Neustadt endete auch das zweite Spiel der Frühjahrssaison...</description>
			<content:encoded><![CDATA[Die Favoritenrolle war aufgrund mehrerer Faktoren sehr schwer einzuschätzen: Auf der einen Seite unsere Rapid mit einer durchschnittlichen Nullnummer auf dem Sandplatz in Wiener Neustadt und enttäuschenden Ergebnissen in der Vorbereitung davor. Auf der anderen Seite die Austria mit einem 2:0-Heimsieg gegen Ried trotz der Abgänge der Schlüsselspieler Junuzovic und Barazite, dafür mit Ivica Vastic statt Karl Daxbacher auf der Trainerbank, wohl noch etwas unberechenbar zu diesem Zeitpunkt. Und in der Tabelle weiterhin nur die Nummer 2 in Wien...<br />Klammerte man sich vor Spielbeginn an der Statistik fest, man hätte die Favoritner vor diesem Match durchaus als Favorit einstufen können, ja eigentlich müssen: Rapid verlor nämlich die drei letzten Heimderbys allesamt, zwei davon in Hütteldorf in der Vorsaison (0:1 und 0:3 nach Spielabbruch) und eines in der 5. Runde der laufenden Saison im Prater (0:3). Von den letzten fünf Derbys im Ernst-Happel-Stadion verlor Rapid auch alle, bei drei Spielen war Rapid Gastgeber, einmal die Austria und im Cupfinale 2005 der ÖFB (Tordifferenz 2:13). Der letzte Derbysieg in Wien 2 datiert übrigens aus dem Mai 2001, Torschützen waren damals ironischerweise die späteren Austrianer Ratajczyk und Wallner.<br />Alleine beim Anblick dieser Statistik sollte man sich in Zukunft wohl doppelt und dreifach überlegen, wo man zukünftig seine Heimderbys austrägt...<br /><br />Eine Kuriosität stellte die TV-Berichterstattung zur Jubiläumsausgabe von Grünweiß vs Violett dar: Red Bull Salzburg benötigte nach dem kräfteraubenden 0:4-Debakel gegen Kharkiw  in der Europa League zumindest zwei Tage Pause, <em>Sky </em>bestand (zu Recht) auf seinen TV-Vertrag und somit fand das Duell an einem Samstag statt, während der <em>ORF </em>zum ersten Mal seit Jahren auf eine Live-Übertragung des Derbys verzichten musste.<br />Eine andere Sache stand ebenfalls schon vor dem Spiel fest: Ein erstes Beach-Soccer-Derby à la Wiener Neustadt in der Vorwoche durfte man auch bei der 300. Auflage des Klassikers nicht erwarten. Der Rasen befand sich in einem guten Zustand und auch der Wettergott hatte ein Erbarmen mit den Wiener Traditionsvereinen – die Temperaturen waren erstmals seit Wochen über dem Gefrierpunkt. Somit durfte man sich (eigentlich) ein gutes Fußballspiel erwarten.<br />Trainer Peter Schöttel schickte seine grünweißen Mannen mit dem üblichen 4-2-3-1 auf den Rasen des Happel-Ovals, jedoch mit zwei Umstellungen gegenüber der Nullnummer in Wiener Neustadt: Der mittlerweile um einen Weisheitszahn ärmere Prager ersetzte Boris Prokopic, und der wiedergenesene Trimmel starteteauf der rechten Außenbahn statt Deni Alar. <br />Auf Seiten der Violetten begann Ivica Vastic bei seinem Derby-Debüt als Trainer ebenfalls mit einem 4-2-3-1. Ex-Rapidler Kienast, , der entgegen anderslautenden Berichten auch beim violetten Anhang nicht unbedingt willkommen geheißen wird und bei jedem Ballkontakt, sowie bei seiner Auswechslung in Hälfte zwei, ein lautstarkes Pfeifkonzert im Prateroval „verursachte“, wurde als Solospitze aufgeboten. <br />Nur vier der 22 startenden Spieler konnten sich bereits als Torschützen in einem Derby feiern lassen, auf Seiten Rapids Hofmann, Burgstaller und Katzer, bei der Austria ausschließlich Jun.
Gleich von Anpfiff weg versuchte Rapid das Spiel an sich zu reißen, aber die von Vastic eher defensiv eingestellte Austria ließ hinten kaum Chancen zu. Dafür agierten die Veilchen in der Offensive äußerst harmlos. In Minute vier versuchte sich Trimmel per Kopf, scheiterte aber am starken Heinz Lindner. <br />Nach der schon im Sommer angekündigten Supportverweigerung des harten Kerns in den Sektoren C/D (aufgrund des freiwilligen „Lokalitätenwechsels“) gab es dann auch tatsächlich nur vereinzelte Anfeuerungsrufe von den Längsseiten zu vernehmen. Aber auch diese sollten aufgrund der schaurigen Darbietung auf dem Platz sehr schnell verstummen und sich – wie schon beim letzten Heimderby – schnell in ein Pfeifkonzert verwandeln, welches nach dem Spiel speziell für Trainer Schöttel unverständlich sein sollte.<br />Ich würde an dieser Stelle gerne einige Höhepunkte der ersten Hälfte auflisten, jedoch fällt dieser Teil des Spielberichts eher trist aus. Nach den anfänglichen Bemühungen Rapids schwebte ein eher laues Offensivlüftchen über dem Prater, die Torschussausbeute auf beiden Seiten war miserabel. Die Vastic-Truppe war weiterhin hauptsächlich auf die Defensivarbeit konzentriert, wenn Gefahr im grünweißen Strafraum bestand, dann erzeugte man sie im Idealfall selbst, wie zum Beispiel bei einem ungewohnten Missverständnis zwischen Königshofer und Pichler. Pragers Weitschuss nach einer halben Stunde fand sich auf der Laufbahn des Praterovals wieder. <br />Im Gegensatz zum Auftakt in der Vorwoche war der Rasen dieses Mal keinen Vorwurf wert. Der traurige Kick war alleine an fußballerischen Unzulänglichkeiten festzumachen, was sich in nicht nachvollziehbaren Fehlpass-Orgien äußerte. Selbst Torhüter Lukas Königshofer ließ sich erstmals von den Unsicherheiten seiner Vorderleute anstecken – so verschätzte er sich unter anderem bei einer abgerissenen Flanke von Dilaver kurz vor der Pause. Sekunden zuvor kam Burgstaller drei Meter vor Königshofers Kontrapart Lindner alleinstehend nach einem Corner an den Ball, traf ihn allerdings nicht. <br />Der Pausenpfiff war für alle auf dem Rasen und alle auf den Rängen eine Erlösung. Keine Überraschung, dass Schiedsrichter Einwaller bereits pünktlich nach 45 Minuten die Mannschaften protestlos gen Kabine schicken durfte.<br />Eines sei gesagt: Beim Pausenspiel sah Teamchef Marcel Koller auf den Rängen mehr gefährliche Torschüsse als im ganzen Spiel... traurig, aber wahr. Insofern interessant: In keiner der beiden Mannschaften war ein Stammspieler des Nationalteams zu finden war – wohl auch eher ein Novum, zumindest in der jüngeren Derbygeschichte...
Wie Phönix aus der Asche kam Rapid dann aus der Pause und konnte in Minute 47 durch einen per Trimmels Hinterkopf verlängerten Hofmann-Freistoß die bis dahin größte Chance des Spiels verbuchen, Lindner verhindert die grünweiße Führung mit einem Superreflex.<br />Wer jetzt ein Hütteldorfer Offensivfeuerwerk erwartete, wurde leider (erneut) enttäuscht. Nach einer Stunde kamen auch die Veilchen erstmals richtig gefährlich vor den Kasten von Königshofer, einen Stanglpass von Klein konnte Prager wenige Zentimeter neben das Tor schieben.<br />Mit den darauffolgenden Einwechslungen von Alar und Nuhiu war Rapid zwar vom Papier her offensiver, aber entweder kam der letzte Pass nicht an, oder man versuchte erst gar nicht, ihn zu spielen. Bis zu Beginn der Rapid-Viertelstunde gab es weiterhin nur unbedeutendes, taktisches Geplänkel mit vielen Abspielfehlern zu sehen. Dann kam Leovac bei einem Zweikampf mit Schimpelsberger im Rapid-Strafraum zu Fall, der Elfmeterpfiff blieb aber zu Recht aus.<br />Nur zwei Minuten später die nächste Offensivaktion der Veilchen, aber Suttner suchte den Mitspieler erst gar nicht und so ging sein Schuss aus spitzem Winkel am Tor vorbei. <br />In Minute 80 dann ein „Highlight“, welches wohl auch nur bei diesem Derby die Berechtigung für einen Platz im Spielbericht findet: Burgstaller stieß bei einem Freistoß mit Lindner zusammen, Ortlechner versuchte kläglichst, die Situation Kühbauer vs. Ogris anno 1996 zu kopieren und ging Kopf-an-Kopf mit Burgstaller. Irgendwie bezeichnend für das Derby, dieser gekünstelt wirkende Versuch der Entwicklung einer Derby-Atmosphäre. Übrigens wurden beide Spieler nach einer anschließenden Rudelbildung mit Gelb bestraft.<br />86 lange Minuten mussten die Zuschauer auf die beste Kombination und Torchance dieser Partie warten: Nach einer Idealflanke von Nuhiu kam Trimmel alleine vor dem Austria-Tor zum Kopfball, welcher leider nur die Oberkante der Latte berührte.<br />Herbe Enttäuschung im Lager Rapids, denn auch der Elferpfiff nach einer versuchten Burgstaller-Finte in der Nachspielzeit blieb aus gutem Grund aus. Unter dem Strich war es ein mehr als enttäuschendes 0:0 in einem Derby, das der langen Tradition dieses Duells mit Garantie nicht gerecht geworden ist.
Bleibt nur zu hoffen, dass man in Spielen mit grünweißer Beteiligung bald wieder Tore zu sehen bekommt und der stockende grünweiße Motor mit Fahrtziel Meistertitel Nr. 33 nach anfänglichen Startproblemen doch noch durchstarten kann...
<img src="uploads/RTEmagicC_Spielerlupe_cf5149.png.png" alt="" width="300" height="81" /><br /><strong>Der steinige Weg zur "Mission 33"</strong><br />Leider kann ich hier bei meinem ersten Matchbericht keinen Spieler speziell unter der Lupe betrachten, ohne aufgrund mangelnder Informationen zu „verhungern“. Ich gehe also lieber auf die allgemeine Leistung der Mannschaft und deren Einstellung in den letzten Spielen ein.<br />Bereits in der Winterpause musste man überraschend schwache Ergebnisse gegen die Ostligisten Sportklub und FAC hinnehmen, auch beim Trainingslager in Portugal konnte man nur einen Sieg gegen einen lokalen Drittligisten verbuchen. Testspiele sagen allerdings nicht viel über die Leistungen bei Pflichtspielen aus, was man bei unserer Mannschaft schon öfters gesehen hat. Nach den beiden ersten Runden in der Meisterschaft weiß man jedoch noch immer nicht, wo man wirklich steht. Nach der durchschnittlichen Nullnummer in Wiener Neustadt folgte eine noch schlechtere gegen die Veilchen aus Favoriten. Ein Derby, bei dem sich wohl jeder der 29.400 Anwesenden nicht sicher war, ob man nun wirklich ein Spiel der höchsten Spielklasse des Landes gesehen hat.<br />Woran liegt es, dass einzelne Spieler – wie zum Beispiel Heikkinen – auf einem ordnungsgemäßen Rasen regelmäßig unnötige Fehlpässe produzieren, die den Spielaufbau komplett zerstören? Abgesehen von diesen fußballerischen Anfängerfehlern muss aber trotz Tabellenplatz 1 auch das 4-2-3-1-System hinterfragt werden. Die Kritiker werden immer lauter, und speziell gestern war zu sehen, dass oftmals die wichtige Anspielstation im Offensivspiel fehlte, weil auch Burgstaller es sehr oft über die Seite versuchte und kein Goalgetter in der Mitte parat war, der die letzte Flanke oder einen letzten Pass verwerten konnte bzw. hätte können. <br />Im Endeffekt kann man nur für eine baldige Besserung im grünweißen Offensivspiel beten. Und es bleibt zu hoffen, dass Peter Schöttel nicht das „Weber-Trauma“ erleidet und wegen zu vieler Unentschieden am Ende den (33.) Meistertitel verliert. Noch ist aufgrund der weiterhin schwächelnden Konkurrenz nichts verloren und auf der Habenseite steht nach wie vor Tabellenplatz 1. Aber es müssen schon sehr bald wieder Siege folgen, um das ganz große Ziel weiter vor Augen haben zu dürfen.
<strong>RAPIDLER DES SPIELS:</strong><br /><strong>Michael Schimpelsberger</strong><br />Bei diesem schwachen Derby noch am ehesten hervorzuheben. Zeigte Einsatz und versuchte oftmals, sich in die Offensive einzuschalten. Schade, dass ausgerechnet er aufgrund der fünften gelben Karte nächste Woche in Graz pausieren muss.<br /><br />(jusch)<br /><br /><br /><strong>MEISTERSCHAFT 2011/2012, 21. RUNDE</strong><br /><strong>SK RAPID WIEN – FK Austria Wien 0:0</strong><br />Ernst-Happel-Stadion, 29.400 Zuschauer, SR Einwaller<br /><br /><strong>SK RAPID WIEN (4-2-3-1):</strong> Königshofer – Schimpelsberger, Sonnleitner, Pichler, Katzer – Heikkinen (82. Kulovits), Prager (63. Nuhiu) – Trimmel, Hofmann, Drazan (69. Alar) – Burgstaller<br /><em>Ersatzbank: Payer, Patocka, Thonhofer, Prokopic</em><br />Trainer: Peter Schöttel<br /><br /><strong>Austria (4-2-3-1):</strong> Lindner – Dilaver, Margreitter, Ortlechner, Suttner – Holland, Liendl (71. Simkovic) – Gorgon (46. Klein), Jun, Leovac – Kienast (62. Tadic)<br /><em>Ersatzbank: Kardum, Alexander Grünwald, Hlinka, Stankovic</em><br />Trainer: Ivica Vastic
<strong>Gelbe Karten:</strong> Schimpelsberger (41. Foul), Burgstaller (80. Unsportlichkeit); Dilaver (47. Foul), Klein (65. Kritik), Simkovic (77. Foul), Ortlechner (80. Unsportlichkeit)
<strong>Wichtige Vorkommnisse:</strong><br />Rapid beginnt im Gegensatz zur Partie in Wiener Neustadt mit zwei Umstellungen: Prager ersetzt Prokopic im defensiven Mittelfeld und Christopher Trimmel startet statt Deni Alar im rechten Mittelfeld<br />4‘ Trimmel scheitert nach einem Eckball per Kopf an Lindner<br />32‘ Prager kommt nach einem Eckball unbehindert zum Ball und schießt diesen meterweit über das Austria-Gehäuse<br />41‘ Schimpelsberger sieht Gelb und fehlt somit beim wichtigen Auswärtsspiel gegen Sturm Graz<br />43‘ Burgstaller trifft nach einem Getümmel im Strafraum nach einem Eckball aus knapp drei Metern den Ball nicht<br />44‘ Eine anscheinend ungefährliche Flanke von Dilaver senkt sich Richtung Tor, Königshofer verschätzt sich, der Ball geht aber glücklicherweise vorbei<br />45‘00‘‘ Der erlösende Pausenpfiff, pünktlichst erfolgt durch Schiedsrichter Einwaller<br />47‘ größte Chance bis dato durch Trimmel, der einen Hofmann-Freistoß per Hinterkopf verlängert, aber Lindner pariert glänzend<br />60‘ Klein setzt sich auf der rechten Seite gut durch, den versuchten Pass auf Jun klärt Prager in höchster Not zur Ecke<br />63‘ Trainer Schöttel bringt Nuhiu für Prager, Rapid von nun an zumindest auf dem Papier offensiver<br />76‘ Leovac kommt bei einem Zweikampf mit Schimpelsberger im Strafraum zu Fall, der gewünschte Elfmeterpfiff bleibt gerechterweise aus<br />78‘ Der mit Turban ausgestattete Suttner versucht sich mit einem Schuss aus spitzem Winkel, verfehlt das Tor jedoch knapp<br />80‘ Zusammenprall zwischen Burgstaller und Lindner, infolgedessen Ortlechner sich mit Burgstaller anlegt, nach einer Rudelbildung sehen beide Spieler Gelb<br />86‘ Nach Idealflanke von Atdhe Nuhiu vergibt Trimmel den Matchball, weil sein Kopfball aus kurzer Distanz nur die Oberkante der Latte streift<br />87‘ Klein mit einem Volleyschuss, jedoch viel zu zentral auf das Tor von Königshofer<br />90‘ Burgstaller geht auf der linken Seite in den Strafraum und hakt sich dabei bei Dilaver und Holland ein – der Elferpfiff bleibt auch ihm zu Recht verwehrt
<br /><strong>STATISTIK:</strong><br />Ballbesitz: 48%/52%<br />Torschüsse: 14/4<br />Eckbälle: 8/5<br />Fouls: 24/15<br />Abseits: 3/2
<br /><strong>SPIELERBEWERTUNGEN:</strong><br /><strong>Kurier</strong><br />Königshofer (3) – Schimpelsberger (2), Sonnleitner (3), Pichler (4), Katzer (3) – Heikkinen (4) (82. Kulovits, 0), Prager (4) (63. Nuhiu, 3) – Trimmel (3), Hofmann (3), Drazan (4) (69. Alar, 3) – Burgstaller (3)<br /><strong>Kronen Zeitung</strong><br />Königshofer (2) – Schimpelsberger (3), Sonnleitner (3), Pichler (2), Katzer (3) – Heikkinen (2) (82. Kulovits, 0), Prager (2) (63. Nuhiu, 0) – Trimmel (2), Hofmann (2), Drazan (2) (69. Alar, 0) – Burgstaller (3)
<br /><strong>NÄCHSTES SPIEL:</strong><br />Meisterschaft 2011/12, 22. RUNDE<br />SK Sturm Graz vs SK RAPID WIEN (Samstag, 25.02.2012, 18:30)]]></content:encoded>
			<category>Spielberichte</category>
			
			
			<pubDate>Mon, 20 Feb 2012 17:50:00 +0100</pubDate>
			
		</item>
		
		<item>
			<title>„Wir wollen uns von der Austria absetzen!“</title>
			<link>http://www.forza-rapid.com/single-view/article/wir-wollen-uns-von-der-austria-absetzen.html</link>
			<description>Mit 50 Spielen gegen die Austria als Aktiver ist Peter Schöttel Derby-Rekordmann. Als Trainer...</description>
			<content:encoded><![CDATA[<strong>MEISTERSCHAFT, SAISON 2011/12, 21. RUNDE</strong><br />Samstag, 18. Februar 2012, 18:30<br />Happel-Stadion, SR Einwaller<br />SK RAPID WIEN vs FK Austria Wien
<strong>GESPERRT:</strong><br />-
<strong>GEFÄHRDET:</strong><br />Michael Schimpelsberger, Christopher Trimmel , Christopher Drazan, Atdhe Nuhiu (alle 4. gelbe Karte)
<strong>VERLETZT:</strong><br />-
<strong>INFOS:</strong><br />Knapp 24.000 Karten wurden bislang verkauft (Stand: Donnerstagmittag). Ab sofort ist auch eine Kassa im Happel-Stadion von 10 bis 18 Uhr geöffnet. Knapp 30.000 Zuschauer werden von Seite des Vereins erhofft.<br />Andy Marek hofft auf einen reibungslosen Ablauf der Begegnung: „Wenn nichts passiert, ist das zweite Geisterspiel endgültig abgehakt.“ Die mediale Aufregung um den Stimmungsboykott der Rapid-Fans kann der Klubservice-Leiter nicht nachvollziehen. „Es hat schon im August des vergangenen Jahres die klare Aussage gegeben, dass es im Happel-Stadion keinen organisierten Support geben wird. Den Fans hat nicht gefallen, dass wir freiwillig für die zwei Heim-Derbys umgezogen sind. Ich kann aber schon jetzt versprechen, dass – sollte nichts vorfallen – in der kommenden Saison 2012/13 wieder im Hanappi-Stadion gegen die Austria gespielt werden wird!“
<strong>ZUM SPIEL:</strong><br />Eine wichtige Personalie wurde im Vorfeld des Spiels geklärt. Lukas Königshofer wurde für zwei weitere Jahre an den Verein gebunden, was der Derby-Debütant erfreut zur Kenntnis nimmt: „Es ist schön, dass ich mich jetzt ganz auf den Fußball konzentrieren kann! Das Spiel gegen die Austria ist für mich ein ganz besonderes. Bis zu meinem Umzug nach Kärnten habe ich kaum ein Derby als Fan versäumt. In besonderer Erinnerung ist mir das Spiel mit dem Didulica-Foul an Axel Lawarée. Ich werde am Samstag mein Bestes geben, damit man sich an dieses Spiel mit mehr Freude zurückerinnern kann.“
Peter Schöttel wird „Luky“ im Tor beginnen lassen. Ansonsten könnte es zu Änderungen in der Startaufstellung kommen, da dem Rapid-Trainer alle Kaderspieler zur Verfügung stehen. Wahrscheinlich nicht im Kader steht René Gartler, der noch etwas Trainingsrückstand aufholen muss. Es ist von einem knappen Ergebnis auszugehen, in dem Standardsituationen den Ausschlag geben könnten. Ein neuer Trick aus der Wunderkiste von Thomas Hickersberger ist möglich. Schöttel: „Thomas zieht seine Pfeile gerne erst am Spieltag aus dem Köcher. Gut möglich, dass er etwas geplant hat.“
Die Mannschaft hat zuletzt auf dem beheizten Rasen des Hanappi-Stadions trainiert. Gute Bedingungen sind auch für das Spiel selbst zu erwarten. Andy Marek: „Wir werden am Samstag einen Top-Rasen im Happel-Stadion vorfinden!“
<strong>MÖGLICHE STARTAUFSTELLUNG:</strong><br />Königshofer – Schimpelsberger, Sonnleitner, Pichler, Katzer – Heikkinen, Prager/Prokopic – Trimmel, Hofmann, Drazan – Burgstaller
<strong>NÄCHSTES SPIEL:</strong><br />Meisterschaft 2011/12, 22. Runde<br />Sturm vs RAPID (Samstag, 25.02.2012)]]></content:encoded>
			<category>Match-Vorschau</category>
			
			
			<pubDate>Fri, 17 Feb 2012 10:58:00 +0100</pubDate>
			
		</item>
		
		<item>
			<title>„Alles ist möglich!“</title>
			<link>http://www.forza-rapid.com/single-view/article/alles-ist-moeglich.html</link>
			<description>Vor allem in der nächsten Saison, aber auch schon heuer, sagt Peter Schöttel. Der Rapid-Trainer...</description>
			<content:encoded><![CDATA[Eine Stunde vor Beginn des <em>Rapid-Stammtischs</em>, der ganz im Zeichen des 300. Derbys steht, stärkt sich Peter Schöttel im <em>Stags Head </em>mit einem gratinierten Brot und zwei Marmelade-Palatschinken. Zwischen den beiden Gängen gibt mir die völlig entspannt wirkende (Spieler-)Ikone ein Interview. Die verlorenen Punkte gegen Wiener Neustadt zum Auftakt der Frühjahrsmeisterschaft verderben Schöttel den Appetit keineswegs.
<blockquote>Ich habe großen Respekt vor den Verantwortlichen in Wiener Neustadt! Der Platz war absolut bespielbar, trotzdem waren die Bedingungen grenzwertig. Wir haben das Spiel gemacht und die besseren Torchancen gehabt. Pech und ein überragender Goalie haben uns den Sieg gekostet. Ob die Mannschaft wirklich harmoniert, wird sich aber erst zeigen, wenn sie auf einem besseren Untergrund spielt.</blockquote>
Deni Alar war neben Markus Heikkinen einer jenen Spieler, die sich auf die schwierigen Verhältnisse in Wiener Neustadt nicht so gut einstellen konnten. „Deni hat sich aber in der Vorbereitung auf allen Positionen aufgedrängt. Ich habe viele Sachen gesehen, die mir Freude gemacht haben. Jetzt müssen wir unser Potential abrufen. Am besten gegen die Austria, gegen die der erste Dreier der Saison überfällig ist!“<br />Und schon sind wir mitten in einem Gespräch, in dem es eigentlich gar nicht um das Derby geht...
<strong>1.</strong><br /><strong>Herr Schöttel, wie zufrieden waren Sie und Ihr Betreuerteam mit der Vorbereitung auf das Frühjahr? Wie bewerten Sie die Kadersituation? Wie steht es um die Fitness der Spieler? Dritan Baholli hat einmal gesagt, dass er drei Vorbereitungs-Phasen braucht, um die Mannschaft körperlich dorthin zu bringen, wo er sie haben will...</strong><br />Das sagt er mir auch immer. Die Frage ist bloß, ob wir eine dritte Vorbereitungszeit haben werden! <em>(schmunzelt)</em> Aber ernsthaft: Die Vorbereitung war nahezu optimal. Solange wir in Wien trainiert haben, war das Wetter noch gut. In Portugal haben wir sowieso ideale Verhältnisse gehabt. Und die Kadersituation hat sich verbessert. Dass ich Lukas Grozurek und Dominik Wydra zur Kampfmannschaft hinaufziehe, war schon länger beschlossene Sache. Beide sind auf einem sehr guten Weg und können sich eigentlich nur selbst stoppen. Mit Saurer und Salihi haben wir zwei Spieler abgegeben, die mit ihrer Situation klarerweise nicht zufrieden waren. Insofern ist die Kadersituation im Vergleich zum Herbst eine entspanntere. Den körperlichen Zustand der Mannschaft muss man in zwei Richtungen bewerten: Einerseits stehen mir zum jetzigen Zeitpunkt fast alle Spieler zur Verfügung. Nur René Gartler muss noch seinen Trainingsrückstand aufholen, ist aber fast soweit. Andererseits hoffe ich, dass die Burschen ein möglichst intensives Tempo über die volle Spieldauer gehen können. An der Vorbereitung sollte das nicht scheitern.
<strong>2.</strong><br /><strong>Ist die Mannschaft in der Winterpause spielerisch zusammengewachsen? Ist die Rapid von den Spielen gegen Sturm und Red Bull das, was Ihnen vorschwebt? Was muss passieren, damit solche Leistungen konstanter gebracht werden können? Ist ein dominant-selbstbewusstes Auftreten auch für die Auswärtsspiele angedacht?</strong><br />Die Spieler sind alleine deswegen weiter zusammengewachsen, weil sie sich jetzt länger kennen und sich besser aufeinander einstellen konnten. Laufwege und andere Automatismen unterliegen einem Zeitfaktor – so gesehen sind wir sicher wieder einen Schritt weitergekommen. Ich sehe es ganz ähnlich, dass wir gegen die beiden angesprochenen Gegner unsere bislang besten Saisonleistungen bieten konnten. Das liegt daran, dass Sturm und Salzburg mehr zum Spiel beitragen, als andere Teams, die sich vorrangig auf die Defensive konzentrieren. Auch wenn diese beiden Spiele als eine Art Messlatte für kommende Matches gelten können, darf man nicht vergessen, dass man gegen eine Abwehrmauer nicht so leicht glänzen kann. Solche Partien muss man hin und wieder auch durch Standards gewinnen. Auswärts sehe ich uns nicht so schlecht. Immerhin sind wir in dieser Wertung momentan Tabellenführer, obwohl uns manche Spiele nicht die Punkte gebracht haben, die wir verdient hätten! Der Heimvorteil wird immer ein Bonus sein, er kann das gewisse Extra herauskitzeln. Sobald die Mannschaft entsprechend eingespielt ist, wird sie aber überall gute Leistungen bringen können – egal, ob im eigenen oder einem fremden Stadion.
<strong>3.</strong><br /><strong>Rapid agiert zumeist mit einer Solospitze. Da ist es logisch, dass aus dem Mittelfeld und von den Verteidigern mehr Tore kommen müssen. Vor allem die Defensivleute haben diesbezüglich fast völlig ausgelassen. Wie arbeiten Sie an der Verbesserung der Torgefährlichkeit Ihrer Spieler?</strong><br />Das ist eines unserer Hauptprobleme. „Steff“ muss aus dem Spiel noch torgefährlicher werden. Ebenso „Thommy“ <em>(Prager, Anm.)</em> und „Fritz“ <em>(Drazan, Anm.)</em>. Gerade er muss seinen genialen Linken öfters auspacken, ist sicher für knappe zehn Treffer gut. Dafür hat er schon sieben Assists auf seinem Konto. Wirklich zufrieden war ich aber nur mit der Trefferquote von Christopher Trimmel, der sich diesbezüglich auf einem sehr guten Weg befindet. Unsere Abwehrspieler haben bei den Standards im Herbst die Härte und Entschlossenheit vermissen lassen, mit der man in solche Situationen hineingehen muss. Daran arbeiten wir, das wird sich bessern. In Wr. Neustadt habe ich schon ein ganz anderes Verhalten gesehen, auch wenn es noch nicht in Toren messbar war. Solche Treffer entscheiden oft enge Partien – ein Faktor auf den wir bisher schmerzlich verzichten mussten. Die Torgefährlichkeit der Offensivleute kann man nur bedingt trainieren. Das Können ist ja da, nur muss auch einmal der Knopf aufgehen. Wenn ich beispielsweise mit Thomas Prager über dieses Problem spreche, weiß er ganz genau, dass er pro Saison um die fünf, sechs Tore machen muss. Warum es noch nicht funktioniert hat, weiß er auch nicht. Ich kann mit meinen Spielern darüber reden, aber der Schalter in ihrem Kopf kann sich eigentlich nur dann umlegen, wenn der Ball im Netz zappelt. Die Psyche eines Spitzensportlers ist eben sehr entscheidend, ausschlaggebend sind zumeist Erfolgserlebnisse.
<strong>4.</strong><br /><strong>Was ist wahrscheinlicher – Rapid wird Erster oder verpasst die Qualifikation für das internationale Geschäft? Wird für die kommende Meisterschaft, wenn Sie genügend Zeit gehabt haben, um auf die Mannschaft einzuwirken, der Titel als Ziel ausgegeben?</strong><br />Am wahrscheinlichsten ist, dass wir heuer genau dazwischen landen. Wir spielen in den nächsten vier Runden gegen die vier besten Mannschaften der letzten Saison. Wenn in dieser Phase keine von ihnen wegziehen kann, ist für Rapid alles möglich. Außer Salzburg traue ich auch keinem Konkurrenten zu, uns abzuhängen. So gesehen halte ich ihnen gegen Metalist Charkiw ganz fest die Daumen! Und wenn ihren Südamerikanern das Wetter in Österreich länger nicht taugt, wäre das auch kein Fehler. Natürlich will ich den Titel. Aber jetzt damit zu rechnen, wäre unrealistisch. In unserer ersten gemeinsamen Saison mussten wir uns an die veränderten Fan-Verhältnisse und die schlechte Stimmung um Rapid herum gewöhnen. Wir sind mit einem Rucksack gestartet. Schön langsam haben wir uns akklimatisiert. Ab der kommenden Saison wollen wir dezidiert um die Meisterschaft mitspielen. Salzburg wird zwar immer der Favorit sein, aber gewisse Spieler werden sich auch immer schwer tun, in Mattersburg oder Kapfenberg anzutreten. Wenn ich da an den Herrn Leonardo denke. Ich würde ja die Top-Truppe international spielen lassen und im Liga-Alltag die Jungen einbauen, die Salzburg verliehen hat oder nicht einsetzt. Hauptsache ist, dass sich unsere Mannschaft entwickelt und der Kader gut ergänzt wird, vielleicht auch mit einem Christopher Dibon. Dann werden auch die Pläne und Zielvorgaben ehrgeiziger werden.
<strong>5.</strong><br /><strong>Ich habe von zwei Fußball-Insidern gehört, Didi Kühbauer könnte demnächst Rapid-Trainer werden, während Sie als Sportdirektor das „Dreamteam“ komplettieren. Was sagen Sie zu diesem Szenario?</strong><br />Wer sind diese Insider? Ist einer davon Johann Krejcirik?
<strong><em>(ehrlich überrascht)</em> Sie haben das Interview auf Forza Rapid gelesen?</strong><br />Man muss sich ja schließlich informieren und vorbereiten! Hier habe ich eine <em>Sky</em>-Statistik <em>(zückt ein paar Blätter Papier)</em>, die besagt, dass wir die meisten Torschüsse abgegeben haben und unsere Stürmer die meisten Großchancen herausgearbeitet haben. Die werde ich nachher beim Stammtisch brauchen!<em> (lacht)</em> Zurück zum Thema. Didi Kühbauer wird mit absoluter Sicherheit einmal Rapid-Trainer. Ich hoffe aber eigentlich, dass das nicht allzu bald passiert. Natürlich ist es ein interessantes Gedankenspiel für manche Leute. Fakt ist, dass ich momentan für den Trainerjob brenne und sehr gerne mit der Mannschaft jeden Tag arbeite. Ich habe mit Rapid noch viel vor! Fakt ist aber auch, dass nichts unmöglich ist. Schauen wir, was die Zukunft bringt. Ich mag Didi, mehr gibt es dazu im Moment nicht zu sagen.
<br /><em>Interview vom 15.02.2012</em>]]></content:encoded>
			<category>5 Fragen</category>
			
			
			<pubDate>Fri, 17 Feb 2012 10:52:00 +0100</pubDate>
			
		</item>
		
		<item>
			<title>Der Unterschied namens Siebenhandl</title>
			<link>http://www.forza-rapid.com/single-view/article/der-unterschied-namens-siebenhandl.html</link>
			<description>Der erste Sieger beim frostigen Frühjahrsauftakt in Wiener Neustadt war der Platzwart. Nazif Ahmeti...</description>
			<content:encoded><![CDATA[Bei strahlendem Sonnenschein liefen die 22 Akteure des ersten Sonntagspiels der Frühjahrssaison ins Wiener Neustädter Stadion ein. Unter den etwas mehr als 4.000 kälteresistenten Fans waren gut 1.500 Rapidler, die den Support wieder voll aufnahmen. Der im  Sonnenschein erstrahlende Gästesektor war zum ersten Mal seit dem 22. Mai 2011 wieder mit Fahnen und Transparenten bestückt, es wurde lautstark supportet und gute Stimmung machte sich breit... trotz des schlechtesten Tee-Rum-Gebräus aller zivilisierten Stadien.<br />In der Ausrüstungswahl der Spieler gab es unterschiedliche Auffassungen – Schuhe mit Noppen, sowie mit Stollen waren zu sehen, lange und kurze Hosen, Handschuhe oder auch keine, aber nur einer stach heraus: Harald Pichler hatte anscheinend keine Umstellungsprobleme mit dem Wechsel vom angenehm warmen Trainingslager hin zur sibirischen Kälte Österreichs – der Ex-Innsbrucker lief kurzärmlig auf. Bei -7 Grad Celsius!<br />Christopher Trimmel kam mit der Rückkehr nach Wien nicht ganz so gut zurecht und fehlte mit Grippe. Weiters musste Rapid Thomas Prager und René Gartler vorgeben. Statt Prager rutschte Boris Prokopic, der den Vorzug gegenüber Dominik Wydra bekam, in die Startelf.  Im bekannten 4-2-3-1-System der Hütteldorfer gab Guido Burgstaller wieder die Solospitze, Deni Alar begann auf Trimmels Position am rechten Flügel.<br />Von der einlaufenden Elf der Neustädter, die stark ersatzgeschwächt antreten musste, konnten sich bis zum Anpfiff der Partie übrigens nur Madl und Siebenhandl (Tormann-Tor in der ersten Runde gegen Mattersburg) in die Torschützenliste der Bundesligasaison 2011/12 eintragen...
Die ersten Minuten der – angesichts der Witterungsbedingungen – vorerst ansehnlichen Partie waren von einem offenen Schlagabtausch ohne nennenswerte Chancen geprägt. Wiener Neustadt ließ eine hohe Laufbereitschaft erkennen, die angreifenden Rapidler wurden zumeist gedoppelt, während man selbst versuchte, in Ballbesitz möglichst schnell in die Spitzen zu kommen. Dies gelang den Gastgebern aber aufgrund der mangelnden Präzision im Passspiel, die man auch dem holprigen Boden verdankte, kaum.<br />Die erste vielversprechende Rapid-Aktion, eine Flanke von Markus Katzer in der 5. Minute, konnte Siebenhandl gerade noch aus der eisigen Luft fischen.  Wenn Rapid gefährlich wurde, kam man in Halbzeit eins fast ausschließlich über die linke Seite. Dort brachten Drazan und Katzer immer wieder Schwung ins Außenbahn-Leben.<br />Neustadt bemühte sich zwar, mitzuspielen, aber nach den ersten 15 Minuten übernahmen die Hütteldorfer endgültig das Kommando und wurden auch gefährlicher. Noch in der 14. Minute holte der unermüdlich rackernde Burgstaller den ersten Eckball für Rapid heraus. Die mangelhafte Ausführung ließ schmerzlich erkennen, warum Rapid in der laufenden Saison erst ein Tor nach einer Ecke erzielen konnte.<br />Kurz danach gab es nach einem Abpraller von Burgstaller den ersten gefährlichen Schuss durch Drazan aus 15 Metern, der aber von Siebenhandl pariert wurde.  Beim daraus resultierenden Eckball konnte Sonnleitner den Ball per Kopf nur knapp neben das Tor setzen. <br />Trotz der Überlegenheit war das Rapid-Spiel insgesamt zu statisch, es gab wenig Bewegung ohne Ball, kaum schnelles Umschalten in den Angriff, und die Spieleröffnung über die Innenverteidigung war zumeist eine schlechte. Aus der Verteidigung kam offensiv Wertvolles meist nur über Katzer, der die Achse Drazan-Burgstaller bediente oder selbst den Abschluss bzw. die Flanke suchte.<br />Nach knapp 20 Spielminuten hatte Rapid wieder eine Freistoßchance von links durch Hofmann, der gefährlich auf den Fünfer der Neustädter zusteuerte, doch leider kamen die Grünweißen nicht an den Ball.<br />Deni Alar konnte auf rechts weder seine Technik, noch seine Schnelligkeit ausspielen. Er hatte mit dem harten Boden, sowie dem aggresiven Auftreten der Wiener Neustädter Verteidigung offensichtlich seine Probleme.<br />Die Hütteldorfer Verteidigung hatte es nach wie vor nur mit sporadischen Angriffen zu tun, die zu keinen Großchancen für den Außenseiter führten. Thomas Königshofer hatte in den ersten 20 Minuten kaum eine Ballberührung. Auffallend waren die fortgesetzten Fehlpässe Pichlers beim Versuch, das Spiel von hinten aufzubauen. Sein Partner in der Innenverteidigung, Mario Sonnleitner, sonst auch immer wieder für einen Schnitzer gut, hielt sich eher an die einfachen Pässe und war damit etwas erfolgreicher. Auch Prokopic fiel hauptsächlich durch Fehlpässe auf. Mildernd kann man die schlechten Bodenverhältnisse gelten lassen.<br />Dann die erste Hundertprozentige des Nachmittags: Saurer verlor den Ball an Steffen Hofmann,  Alar setzte mit seiner besten Aktion den antretenden Burgstaller ideal ein. „Burgi“ sprintete mit auffallender Spritzigkeit 30 Meter bis zum linken Fünfereck der Neustädter und schob den Ball an Siebenhandl flach vorbei Richtung langes Eck. Leider verfehlte das Runde das Eckige um einen Hauch, dieses Mal wäre Siebenhandl geschlagen gewesen (22.). <br />Nach einer knappen halben Stunde dann ein katastrophaler Querpass Burgstallers, der glücklicherweise ohne direkte Folgen blieb. Aus dem folgenden Einwurf  und der daraus resultierende Flanke wurde der Ball von Pichler an die eigene Latte geköpfelt, aber das Spiel war bereits wegen eines Fouls an Sonnleitner abgepfiffen worden. <br />Wenig später wurde Prokopic 25 Meter vor dem Neustädter Tor gefoult. Im Gegensatz zu vielen Versuchen im Herbst passte die Höhe des  folgenden Hofmann-Freistoßes perfekt.  Aber schon ein sehr geringer Abstand von zur linken Kreuzecke war für den abermals hervorragend haltenden Siebenhandl nicht präzise genug. Ein Bomben-Save!<br />Danach wurden die Niederösterreicher durch einen schnellen Konter gefährlich. Obwohl die Rapid-Verteidigung gegen zwei Angreifer eine „doppelte Überlegenheit“ hatte, wurde der gegnerische Stürmer in Ballbesitz, wie auch im Herbst oft zu sehen, weder  gedoppelt, noch vom nebenherlaufenden Schimpelsberger attackiert. Der Schuss aus 25 Metern konnte vom fehlerlosen Neo-Einsergoalie Königshofer zur Ecke geklärt werden.<br />Der Eckball brachte dann nochmals Gefahr, landete letztlich sogar im Tor. Da war aber schon wegen Abseits von Evseev abgepfiffen, weswegen Königshofer gar nicht mehr eingegriffen hatte. <br />Dass jetzt mehr Neustädter in die Offensive eingeschaltet waren, hatte prompt einen guten Konter durch Burgstaller zur Folge. Sein Stanglpass am gegnerischen Fünfer fand aber keinen Abnehmer. Wie des Öfteren an diesem Nachmittag stießen die Hütteldorfer in der Offensive zu wenig energisch nach.<br />In der 43. Minute gab es dann noch einen Weitschuss der Neustädter durch Evseev, ehe Schiedsrichter Schüttengruber wenig später pünktlich zur Pause pfiff. <br />Auffallend war, dass der SC Wiener Neustadt in der Zweikampfstatistik mit 56:44 vorne lag. Dieser Wert sollte sich bis zum Ende nicht mehr ändern. Ein weiteres Indiz dafür, dass nicht alle Hütteldorfer  Profis gewillt waren, am unwirtlichen Spielort die letzte Konsequenz an den Tag zu legen.
In der zweiten Halbzeit war dann die Sonne hinter der Heimtribüne verschwunden und es wurde im Gästesektor, und wohl auch am Spielfeld, gefühlsmäßig nochmals um fünf Grad kälter. Das Thermometer zeigte exakt -6 Grad im Wiener Neustädter Stadionschatten. Das Hütteldorfer Offensivspiel sollte sich ebenfalls verabschieden, zumindest für 35 Minuten.<br />Beide Mannschaften gingen unverändert in die zweite Hälfte. Auch Teamchef Marcel Koller kam als einer der wenigen pünktlich zum Anpfiff aus dem Wiener Neustädter VIP-Zelt hinter der Haupttribüne.<br />In der 46. Minute gab es dann die erste gute Spieleröffnung von Pichler an diesem Nachmittag. Kurz darauf war Burgstaller wieder in Position am gegnerischen Fünfer, musste aber aus zu spitzem Winkel abdrehen. Trotzdem ein gefälliger Einstieg in Hälfte zwei. <br />In der 48. Minute wurde dann Sauerer von seinem ehemaligen Mitspieler „Fritz“ Drazan weggeräumt, ein Handshake blieb aus. <br />Wiener Neustadt versuchte es nun mit Pressing – anscheinend das richtige Rezept, denn Rapid kam fortan nicht mehr richtig ins Spiel.<br />In der 52. Minute kam Wiener Neustadt gefährlich vor das Hütteldorfer Tor, konnte aber vorerst keine zwingende Chance kreieren. Eine Minute später dann aber eine Riesenchance durch Pollhammer, der nach einer Evseev-Flanke völlig freistehend vom Fünfereck am lange abwartenden Königshofer scheiterte. Ein Warnschuss für die Hütteldorfer.<br />Trotzdem legte das Match jetzt ein kleines Nickerchen ein, war in weiterer Folge von unentschlossenem Mittelfeldgplänkel geprägt. <br />Der nächste Höhepunkt folgte erst in der 59. Minute, und zwar in Form einer Premiere für Lukas Grozurek – der vielseitig einsetzbare Offensivakteur kam zu seinem ersten Bundesliga-Einsatz. Der 20-jährige Debütant ersetzte den entäuschenden Deni Alar, der nur eine Vorlage und keinen einzigen Torschuss vorzuweisen hatte. Er bekam den harten Boden zu spüren und dürfte wohl unter der Dusche „den zweiten Schmerz“ am blutenden Knie erfahren haben. Die „zweite Luft“ blieb den Hütteldorfern indes aber noch verwehrt.<br />Dafür holte sich Drazan nach einer sehr harten Attacke an der Mittellinie wieder einmal eine unnötige gelbe Karte ab. <br />Auffallend bei Rapid war das lange Ballhalten im Mittelfeld mangels möglicher Anspielstationen.Also versuchte man, den Ball aus der Verteidigung hoch Richtung Sechzehner zu zirkeln, was selten zum Erfolg führte. Der bereits verwarnte Drazan beging dann in der 66. Minute das nächste harte Foul. Peter Schöttel erkannte die drohende Gefahr wohl schon eher und brachte noch in der gleichen Minute Atdhe Nuhiu anstatt des ausschlussgefährdeten Heißsporns ins Spiel. Nuhiu, der vorne keine Bälle bekam, war teilweise am eigenen Sechzehner zu finden.<br />In der 72. Minute machte dann der eben erst eingewechselte Ex-Rapid-Amateur Serkan Ciftci mit seiner ersten guten Aktion, einem Sprint bis an die Hütteldorfer Torlinie, auf sich aufmerksam. Der Stanglpass kam aber nicht an. Im Gegenzug dann die erste gefährliche Aktion von Grozurek, dessen Schussversuch aber an einem Niederösterreicher abprallte. <br />Kurz vor Beginn der Rapid-Viertelstunde provozierte Grozurek ein Foul, aus dem sich die erste Torchance der Hütteldorfer in der zweiten Halbzeit ergeben sollte. Hofmann zirkelte den Ball gefährlich an den gegnerischen Fünfer, wo die Wiener Neustädter Abwehr vier zum Ball drängende Rapid-Spieler verschlief, die sich allesamt vor Siebenhandl zum Kopfball emporschwangen. Sonnleitner fälschte den Ball noch gefährlich ab, aber wieder konnte sich der Neustadt-Tormann auszeichnen. Da hätte mehr herausschauen müssen!<br />Auffallend waren die Pfiffe gegen Nuhiu von Schiedsrichter Schüttengruber, teilweise lächerlich, welche Aktionen abgepfiffen wurden.<br />Aber Rapid war nun wieder aufgewacht. In der 82. Minute zeigte Burgstaller, dass er auch eine gepflegte Schwalbe beherrscht, welche prompt mit einem Freistoß belohnt wurde. Hofmann und Katzer legten sich den Ball ca. 18 Meter vor dem Neustädter Tor zurecht. Einen kurzen Doppelpass später flog dieser über die Mauer an die linke Torstange, keinen halben Meter unter das Kreuzeck. Burgstaller erkannte die Situation am schnellsten und köpfelte den Abpraller scharf und präzise aus fünf Metern Entfernung Richtung kurzes Eck. Aber Spielverderber Siebenhandl war wieder zur Stelle und machte seinem Namen alle Ehre. Es wirkte tatsächlich so, als ob der Junggoalie die Bälle mit sieben Händen parieren würde. <br />Im Anschluss spielte Rapid wieder Powerplay. Wobei die Angriffe jetzt größtenteils über rechts kamen. Allerdings war nichts Zwingendes mehr dabei. In der 90. Minute legte Nuhiu im gegnerischen Sechzehner auf Grozurek ab, der den Ball deutlich über das Tor jagte. Das wäre ein Einstand nach Maß gewesen!<br />In der 92. und letzten Minute gab es dann nochmals Aufregung bei einem Freistoß durch Hofmann. Saurer, der alleine die Mauer bildete, bekam den Ball (wie Burgstaller beim nachfolgenden Elferpfiff im Admira-Spiel) an den Arm – Gelb. Der folgende Freistoß aus etwas verbesserter Position brachte aber keinen Erfolg mehr. Es blieb beim, vor allem für Rapid, enttäuschenden 0:0.
Im Gegensatz zu den ersten Frühjahrspielen der vergangenen Jahre gab es zumindest keine Auftaktniederlage. Was war noch positiv? Eine halbe Stunde in der ersten, sowie zehn Minuten in der zweiten Halbzeit spielte Rapid ansehnlichen Fußball, Hofmann traf bei seinen Freistößen wieder das Tor, es gab gute Torchancen, und die Temperatur sollte beim Derby deutlich höher sein.
<img src="uploads/RTEmagicC_Spielerlupe_fa50fc.png.png" alt="" width="300" height="81" /><br /><strong>Lukas Grozurek</strong><br />Der 20-jährige Stiefsohn von Sportklub-Langzeit-Nachwuchstrainer Günter Grozurek durchlief die Nachwuchsmannschaften des Wiener Sportklubs und wurde mit 17 Jahren zum ersten Mal in der Dornbacher Kampfmannschaft eingesetzt. Dort konnte er sich schnell etablieren und die erste Einberufung ins U-18 Nationalteam ließ nicht lange auf sich warten. Bald wurde man auch in Hütteldorf auf den Youngster aufmerksam, und im Sommer 2010 wurde der  Stürmer, der offensiv ein breites Spektrum abdeckt, aus Dornbach geholt. Nach einer vollen Saison bei den Rapid Amateuren zeigte Grozurek in der vergangenen Herbstsaison nochmals sein Können in der Regionalliga Ost. Mit Beginn der Frühjahrs-Vorbereitung  wurde er in den Kader der Kampfmannschaft hochgezogen, wo er sich nun zu etablieren versucht.<br />Der Linksfuß kann auf die Erfahrung von 83 Regionalligaspielen (14 Treffer) zurückgreifen und gilt als schneller, technisch versierter Offensivspieler, der seine Fähigkeiten am besten auf der linken Außenbahn zur Geltung bringt. Diese Position ist mit dem nur um zwei Jahre älteren Christopher Drazan prominent besetzt, wobei dessen mangelnde Konstanz und seine Anfälligkeit für gelbe Karten immer wieder Einsatzzeit für Grozurek bringen könnte. Nachdem Drazan auch als eine der heißesten Aktien für einen Sommertransfer gehandelt wird, ist die Perspektive Grozureks auf einen zukünftigen Stammplatz in der Kampfmannschaft nicht die schlechteste.<br />Seine ersten gut 33 Minuten in der Kampfmannschaft des SK Rapid Wien waren eher unauffällig. Der „Neue“ war oft anspielbar, teilweise mutterseelenallein auf der linken Außenbahn, wurde aber noch selten von seinen Mitspielern eingesetzt – das Los des Greenhorns. Das sollte sich aber mit der Zeit ändern.<br />Auf der Haben-Seite seines ersten Bundesliga Einsatzes steht der herausgeholte Foulfreistoß, der zu einer der größten Torchancen des Nachmittags führte, sowie sein Schuss auf das gegnerische Tor in der letzten Spielminute. Hier sah man auch die vorhandenen Goalgetter-Qualitäten aufblitzen. Bedrängt vom Gegenspieler im gegnerischen Sechzehner einen schwierigen Ball gut angenommen, schnell abgelegt und schnörkellos abgezogen – mit ein wenig Glück hätte er sich an diesem Winternachmittag hochmodern machen können.  Auch sonst beging Lukas Grozurek kaum Fehler, und somit freuen wir uns auf seine zukünftigen Einsätze und eine hoffentlich positive Entwicklung innerhalb der Kampfmannschaft!
<strong>RAPIDLER DES SPIELS:</strong><br /><strong>Guido Burgstaller</strong><br />Michael Konsel brachte es in seiner Halbzeitanalyse für <em>Sky </em>auf den Punkt: Dynamik – Wille – Zug zum Tor. Ich würde noch gesundes, rapidwürdiges Selbstvertrauen dazu addieren, dann haben wir den Mix zusammen, der so gut nach Hütteldorf passt.<br />„Burgi“ war in Wiener Neustadt der einzige Rapid-Spieler, der seine Aufgabe (zumindest größtenteils) erfüllen konnte. Zum vollen Zufriedenheit fehlte aber Wesentliches, nämlich ein Tor. Aber der wie immer hochmotivierten Solospitze daraus einen Vorwurf zu stricken, wäre unfair. Nur ein in Ausnahmeform agierender Jörg Siebenhandl konnte den Kärntner an diesem Nachmittag stoppen.<br />Auch wenn er in Halbzeit zwei, wie viele Hütteldorfer, etwas abfiel ,dürfte Burgstaller das Trainingslager sehr gut genutzt haben, war er doch der dynamischste Spieler am Platz. Für mich ist er neben Steffen Hofmann der Spieler unseres aktuellen Kaders, der die Rapid-Tugenden am besten verkörpert und auch den Unterschied ausmachen kann. <br />Seine Aufstellung als Solospitze sorgt hingegen immer wieder für Diskussionen. Eigentlich wird diese durch seine persönlichen Leistungen regelmäßig bestätigt, nur als Ganzes ist Rapid damit trotzdem nur mangelhaft erfolgreich. Vielleicht hätte sich in Wiener Neustadt auch ein Wechsel der Positionen mit Alar, der ja in Kapfenberg regelmäßig und erfolgreich die Solospitze gab, angeboten.
(kebog)
<br /><strong>MEISTERSCHAFT  2011/2012, 20. RUNDE</strong><br /><strong>SC Wiener Neustadt – SK RAPID WIEN 0:0</strong><br />Stadion Wiener Neustadt, 4.050 Zuschauer, SR Schüttengruber
<strong>SK RAPID WIEN (4-2-3-1):</strong> Königshofer – Schimpelsberger, Sonnleitner, Pichler, Katzer – Heikkinen, Prokopic – Alar (60. Grozurek), Hofmann, Drazan (66. Nuhiu) – Burgstaller<br /><strong>Wr. Neustadt (4-1-4-1):</strong> Siebenhandl – Klapf, Maak, Madl, A. Schicker – Stanislaw – Pollhammer, D. Wolf, Saurer, Evseev – Prskalo (69. Ciftci)
<strong>Gelbe Karten:</strong> Drazan (61. Foul), Heikkinen (84. Foul) bzw. Maak (41. Foul), Evseev (55. Kritik), Saurer (90. Handspiel)
<strong>Wichtige Vorkommnisse:</strong><br />Rapid, ohne Prager (Weißheitszähne gezogen) und Christopher Trimmel (Grippe), beginnt im mittlerweile gewohnten 4-2-3-1-System<br />22‘ Burgstaller vergibt die erste Großchance nur knapp<br />30‘ Siebenhandl fischt einen tollen Hofmann-Freistoß aus dem Eck<br />46‘ Alar und Drazan wechseln die Seiten<br />53‘ Königshofer kann einen Pollhammer-Schuss aus kurzer Entfernung abwehren<br />59‘ Grozurek kommt zu seinem Bundesliga-Debüt und ersetzt Alar auf der linken Seite<br />74‘ Vier Rapidler steigen zu Kopfball hoch, Siebenhandl kann den Sonnleitner-Versuch aber unschädlich machen<br />83‘ Doppelchance für Rapid: Ein Hofmann-Freistoß landet an der linken Stange, Siebenhandl bleibt gegen den gut nachsetzenden Burgstaller Sieger
<br /><strong>STATISTIK:</strong><br />Ballbesitz: 40%/60%<br />Torschüsse: 8/12<br />Eckbälle: 3/6<br />Fouls: 24/25<br />Abseits: 0/1
<br /><strong>SPIELER BEWERTUNGEN:</strong><br /><strong>Kurier</strong><br />Königshofer (3) – Schimpelsberger (3), Sonnleitner (3), Pichler (3), Katzer (2) – Heikkinen (2), Prokopic (3) – Alar (4) (60. Grozurek, 3), Hofmann (3), Drazan (4) (66.Nuhiu, 3) – Burgstaller (3)<br /><strong>Kronen „Zeitung“</strong><br />Königshofer (4) – Schimpelsberger (3), Sonnleitner (3), Pichler (2), Katzer (3) – Heikkinen (2), Prokopic (4) – Alar (2) (60. Grozurek, 3), Hofmann (3), Drazan (2) (66. Nuhiu 0) – Burgstaller (3)
<br /><strong>NÄCHSTES SPIEL:</strong><br />MEISTERSCHAFT 2011/12, 21. RUNDE<br />SK RAPID WIEN vs FK Austria Wien (Samstag, 18.02.2012, 18:30)]]></content:encoded>
			<category>Spielberichte</category>
			
			
			<pubDate>Tue, 14 Feb 2012 14:30:00 +0100</pubDate>
			
		</item>
		
		<item>
			<title>Ein Schuss Genialität vom (Rekord-)Meister</title>
			<link>http://www.forza-rapid.com/single-view/article/ein-schuss-genialitaet-vom-rekord-meister.html</link>
			<description>Liebe Anti-Austrianer,
gleich zum Auftakt der Frühjahrssaison ist der Vorsprung auf den Erzrivalen...</description>
			<content:encoded><![CDATA[Ich habe es schon oft gesagt, und ich sage es immer wieder: Ohne die Austria wäre der für mich ohnehin viel zu oft fade Liga-Alltag um eine absolute Hauptattraktion ärmer. Es gibt Rapid-Fans, die meine Art der „Austria-Zuneigung“ nicht mit mir teilen können, zu groß ist die abstoßende Wirkung des violetten Stadtopponenten.<br />Ich hingegen setze mich im Rahmen meiner erweiterten Fußball-TV-Runde auch gerne neben einen deklarierten Anhänger der „Schande Wiens“ namens G., der oft den Gastgeber spielt. Gerade wegen der Derbystimmung, die beim gemeinsamen Diskutieren entstehen kann.<br />G. war selbst Fußballer, und als er vor einigen Monaten von einem Zusammentreffen mit Rapid-Legende Antonín Panenka erzählte, bat ich ihn, schriftlich davon zu berichten...
<blockquote>Ich sag’s lieber gleich: Ich bin ein Austrianer! Und trotzdem ein Freund vom Gregor. Das heißt was, glaube ich. Eine unüberlegte Wortspende beim Chillen nach einem Leningrad-Cowboys-Konzert hat genügt, um mich zu einem kleinen Beitrag auf (s)einer Rapid-Seite zu verdonnern.
Und zwar: 1993 war’s (zum Glück habe ich meine alten Kalender aufgehoben!): Ein junger, nicht gänzlich untalentierter Libero (ja, diese Position gab’s damals noch!) hielt die Abwehr des FC Absdorf zusammen und besserte sich damit sein Einkommen etwas auf (ÖS 300.- pro Punkt plus Benzingeld, wenn ich mich recht erinnere). Und das war ich!<br />Ein alter, begnadet talentierter Mittelfeld-Stratege zog die Fäden des SC Wiesendorf und besserte sich damit sein Einkommen etwas auf. Sicher um wesentlich mehr als ÖS 300.- pro Punkt, wie ich annehme. Denn das war kein Geringerer als Antonín Panenka!<br />Einer der genialsten Kicker, der jemals in Österreich tätig war, spielte zum Abschluss seiner erfolgreichen Karriere mit über 40 Jahren – gemeinsam mit Karl Ehn, der für Rapid-Insider ja auch kein Unbekannter sein dürfte – in der 1. Klasse Nord/West des Niederösterreichischen Fußball-Verbandes.<br />In der 3. Runde der Frühjahrsmeisterchaft empfing der FC Absdorf den SC Wiesendorf – ein Derby an einem windigen Sonntag-Nachmittag im März. Einzelheiten über’s Spiel sind leider in Vergessenheit geraten – ist ja auch schon ein Zeiterl her!<br />Nur so viel: Sir Antonín war offensichtlich für ausnahmslos alle Standardsituationen zuständig: vom Freistoß am Sechzehner bis zum Out-Einwurf auf Höhe der Mittellinie, was bei weiterer „Anreise“ etwas dauern kann, und natürlich für Corner...<br />Ich weiß nicht mehr, was genau bei einem Eckball Mitte der ersten Halbzeit passiert ist. Der starke Wind und die Äste des ins Spielfeld ragenden Baums waren irgendwie auch beteiligt, aber hauptsächlich natürlich ein Schuss Genialität vom Meister! Jedenfalls landete der Ball direkt in unserem Tor und wir verloren die Partie mit 0:1.
Das war also mein Erlebnis mit Rapid-Bezug, das mich zum Verfassen dieses Textes „gezwungen“ hat. Ich hoffe, dass Ihr etwas Spaß beim Lesen hattet und wünsche Euch in der Meisterschaft „Alles Gute“ – möget Ihr Zweiter werden!</blockquote>
Ja, frech ist er, der G.! Man kann sich vorstellen, dass beim gemeinsamen Fußballschauen hin und wieder verbale Bengalen entzündet werden. Gut so!<br />Antonín Panenka hat übrigens 17 Derbys absolviert und dabei sechs Tore erzielt. Numero uno in seinem ersten Duell mit dem Erzrivalen war der Treffer zum 2:0 bei einem glorreichen 5:1-Sieg, das letzte war der Penalty im Elferschießen in einem legendären Cup-Finale, das den Abschluss von Panenkas Rapid-Karriere markierte. Bevor er via St. Pölten, den SK Slovan/HAC und dem ASV Hohenau in Wiesendorf gelandet ist.
Einer, der alleine aufgrund seiner außergewöhnlichen Fähigkeiten bei Freistößen an Panenka erinnert, ist Steffen Hofmann. Der „Fußballgott“ hat bislang sogar acht Derbytreffer erzielt, allerdings auch schon 32mal gegen die Austria gespielt. Um mit seiner Quote näher an Panenka heranzurücken, wäre der eine oder andere Volltreffer am Samstag doppelt genial. In Wr. Neustadt hat Steff bereits mit zwei großartigen Freistößen angedeutet, dass er wohl bald einen „Direkten“ versenken wird. Gerne auch von der Cornerfahne aus – so, wie es „Tondo“ im Match gegen Absdorf getan hat.
Euer Gregor, grünweiß bis in die Knochen]]></content:encoded>
			<category>Meinung</category>
			
			
			<pubDate>Tue, 14 Feb 2012 12:27:00 +0100</pubDate>
			
		</item>
		
		<item>
			<title>„Defensive war meine Pflicht, die Offensive die Kür!“</title>
			<link>http://www.forza-rapid.com/single-view/article/defensive-war-meine-pflicht-die-offensive-die-kuer.html</link>
			<description>„Ihn kennt ein jeder – ‚Charly‘ Brauneder!“ So lautete ein Gesang der Achtziger-Jahre zur Huldigung...</description>
			<content:encoded><![CDATA[Erstmals getroffen habe ich Karl Brauneder bei der 15-Jahres-Feier der Tornados im <em>WUK</em>. Sofort habe ich mit ihm Telefonnummern getauscht, um im neuen Jahr einen Interview-Termin auszumachen. Seit damals hatte ich einen riesigen Gusto auf dieses Gespräch, weil mir die lockere Art von „Charly“ unheimlich sympathisch war und ich mir ein entsprechend informatives Gespräch erhoffte. Und ich wurde in keinster Weise enttäuscht! Im <em>Segafredo </em>der SCS plaudern wir gute zwei Stunden über eine außergewöhnliche Laufbahn, die von Brauneder Senior und Junior perfekt geplant wurde...
<strong>Karl, wie bist Du zum Fußball gekommen? Welche Rahmenbedingungen hattest Du als kickendes Kind?</strong><br />Mein Vater hat selbst bei Vösendorf gespielt, ein Jahr war er sogar bei Wacker Wien. Jedenfalls war er meine Identifikationsfigur und überhaupt eine ganz wichtige Person in meiner sportlichen Entwicklung. Er hat mein Talent gesehen, als ich in jungen Jahren zuhause ständig gegen die Wuchtel getreten habe, und dieses auch in weiterer Folge gefördert. Bis ich 18 Jahre alt war, hat mich mein Vater ständig begleitet und auch betreut. Jetzt im Nachhinein kann ich sagen, dass es ganz wichtig war, eine Person an meiner Seite zu haben, die mich unterstützt und weiterbringt. Dass es sich dabei um meinen Vater gehandelt hat, war optimal. Er war streng, aber gerecht. Eigentlich ein Happel-Typ! <em>(lacht)</em> Er hat mir offen und direkt ins Gesicht gesagt, wenn ich mich mit unnötigen Dingen aufgehalten habe.
<strong>Wann bist Du in einen Verein gekommen?</strong><br />1967 zum ASV Vösendorf. Von den Knaben weg habe ich bis 1978 dort gespielt, bin durch alle Altersklassen durchgegangen, bis ich mit 16 Jahren in der Kampfmannschaft gelandet bin und dort teils sporadisch, teils fix zum Einsatz gekommen bin. Das hat sich alles in der Unterliga abgespielt, was in etwa die sechste Spielklasse war.
<strong>Hattest Du ein Vorbild bzw. einen Lieblingsverein?</strong><br />Damals waren es die „Red Devils“. Bei der WM 1966 habe ich Bobby Charlton zum ersten Mal bewusst mitbekommen. Er war für mich ein riesiges Vorbild und ManU mein Traumklub. Alles abgesehen von Rapid, denn bereits mein Urgroßvater war ein Grüner!
<strong>Angeblich hast Du bereits 1977 bei Rapid trainiert, weil Dich ein Vösendorfer Wirt mit einem Lokal auf der Linzer Straße an „Bimbo“ Binder weiterempfohlen hat. Damals sollst Du gemeint haben, dass es nicht passt. Was hast Du damit gemeint?</strong><br />Das war der Herr Leistinger, der auch bei uns in Vösendorf am Spitz ein Gasthaus gehabt hat. Als er nach Wien übersiedelt ist, bin ich mit meinem Vater zum Leistinger gefahren. Im Lokal sind Binder, Zeman und die Körner-Brüder gesessen – ich habe geglaubt, dass ich spinne! Der Leistinger hat mich groß vorgestellt. Danach bin ich Hand in Hand mit „Bimbo“ Binder zum Probetraining auf die Pfarrwiese gegangen! Den anderen Trainern hat er gesagt, dass sie mich einmal genauer anschauen sollen. Daraufhin hat mich mein Vater jeden Mittwoch nach Wien zum Training mit den Junioren geführt. Damals haben dort der Gröss Hansl und der Kienast Reini gespielt. Irgendwann habe ich mich mit meinem Vater zusammengesetzt, weil mich Rapid bzw. der damalige Junioren-Trainer „Sepp“ Pecanka, der mit Hans Krankl viele Einzeltrainings absolviert hat, haben wollten. Nach 20 Minuten hat er damals ein Match unterbrochen, mich herausgefischt und gefragt: „Wer bist denn Du?“ Das habe ich ihm dann gesagt! <em>(lacht)</em> Ich bin ihm jedenfalls positiv aufgefallen. Es war halt so, dass mich zu ungefähr dieser Zeit Sportclub-Trainer Erich Hof in Vösendorf beobachtet hat. Rapid hat zwar Interesse an mir bekundet, aber der Sportclub war mehr dahinter. Man hat mir angeboten, dass ich über die U-21 schnellstmöglich in die Kampfmannschaft integriert werde. Bei Rapid wäre alles viel schwieriger gewesen. Mein Vater und ich haben herumdiskutiert, denn eines war klar – 1978 wollte ich wechseln und den nächsten Schritt machen. In Vösendorf haben mir einige Leute diesen Riesensprung in die Bundesliga nicht zugetraut. Die Strategie, die ich mit einem Vater ein Jahr zuvor entwickelt habe, hat einen Wechsel aber unbedingt vorgesehen. In Vösendorf haben wir nur am Dienstag und am Donnerstag trainiert. Mein Vater hat am Montag und Mittwoch, manchmal auch am Freitag zusätzliche Trainingseinheiten eingebaut. Ich habe sogar einen Plan von Gunnar Prokop bekommen, den mein Vater beinhart durchgezogen hat. Alles, damit ich körperlich nicht abfalle! In Hennersdorf bei der Firma Wienerberger habe ich Steigerungsläufe den Berg hinauf gemacht. Ein Wahnsinn! <em>(lacht)</em> Und es hat gefruchtet! Gegangen bin ich letztlich zum Sportclub, was keine Entscheidung gegen Rapid war, sondern für meine Entwicklung. Heute kann ich sagen, dass der Plan voll aufgegangen ist!
<strong>Gleich in Deiner ersten von fünf Sportclub-Saisonen seid Ihr (u.a. Hof, Drabits, Starek, Martinez) Vizemeister geworden. Im vorletzten Spiel der Saison hast Du gegen Rapid das 1:0 geschossen, das Endresultat von 1:1 wurde danach mit 3:0 zu Euren Gunsten strafverifiziert, weil  Rapid drei Legionäre eingesetzt hatte. Kannst Du Dich noch an dieses Spiel erinnern? Hatten Tore gegen Rapid eine spezielle Bedeutung für Dich?</strong><br />Es war eine sensationelle Saison. Wir haben sogar Rapid hinter uns gelassen! Im angesprochenen Match hat Rapid Lars Francker als dritten Legionär eingesetzt, was damals noch nicht erlaubt war. Das war ein Regelverstoß, den die Liga sofort mit einem 3:0 für uns geahndet hat. Ich habe dem „Funki“ von der Seite ein Goal gemacht, auf das er mich noch heute anspricht. Er hat das kurze Eck ein wenig aufgemacht, und ich habe voll riskiert und einfach draufgehaut. So haben wir Rapid noch in der Tabelle überholt. In meinem Herzen war ich immer ein Grüner, und eben deswegen war ich in Spielen gegen Rapid immer besonders motiviert, mein Können zu zeigen.
<strong>Ich habe es nachrecherchiert! Nach neun Treffern in der ersten hast Du in der zweiten Saison acht Treffer nachgelegt, davon zwei am 15. September 1979 beim 3:0-Sieg gegen Rapid. Warst Du damals ein vielversprechendes Talent oder bereits ein fertiger Spieler?</strong><br />Ich war in dieser Zeit wirklich super drauf, auch als Torschütze! Dabei war ich immer eher ein Defensivmann, halt mit unübersehbaren Offensiv-Qualitäten. Das war damals schon wertvoll! Heute sagt man „modern“ dazu, wenn ein Defensiver vorne etwas bewegt. Die Zeit beim Sportclub hat mich schon geprägt, stärker gemacht und reifen lassen, aber den letzten Schliff habe ich später bei Rapid bekommen. Ich würde sagen, dass ich ab der Saison 1984/85 die Blüte meines Könnens ausspielen konnte.
<strong>Wo lagen vor dem gegnerischen Kasten Deine Stärken? Was für ein Typ linker Flügelspieler warst Du? Gibt es Vergleichsmöglichkeiten mit aktuellen Kickern?</strong><br />Ich war extrem kopfballstark. Vergleiche sind immer schwer zu ziehen, aber wenn ich heute den Dani Alves von Barcelona anschaue, denke ich mir schon, dass wir das mit mir auf der linken und Leo Lainer auf der rechten Seite damals schon bei Rapid gespielt haben. Man kann über Otto Baric sagen, was man will, aber er hat es perfekt verstanden, die Spieler dort einzusetzen, wo sie das Optimum gebracht haben. Ich selbst habe genau gewusst, wann ich mit nach vor gehe und wann nicht. Das ist die Spielerintelligenz, die man hat oder nicht. Ich habe mich immer als einen Spieler gesehen, der hinten zusammenputzt und dann nach vorne geht, wenn es sich anbietet. Defensive war meine Pflicht, die Offensive die Kür!
<strong>In Rapids Meistersaison 1981/82 wurde der Sportclub Siebenter, nur zwei Punkte vor dem letzten Platz. Während die Entwicklung in Hütteldorf bergauf zeigte, ging es in Dornbach eher bergab. Nicht aber bei Dir, wie man an zehn Saisontreffern ablesen kann. Warum bist Du damals nicht gewechselt? Du musst ja ein begehrter Spieler gewesen sein...</strong><br />Immer mehr Routiniers haben den Sportclub verlassen und kaum ein guter Spieler ist dazugekommen. Peter Pacult, der vom FAC gekommen ist, war eine Ausnahme. Jedenfalls habe ich mich damals noch nicht zu sehr mit einem möglichen Wechsel beschäftigt. Als sehr guter „Linker“ bin ich sicher auf den Einkaufszetteln einiger Klubs gestanden, aber noch konnte ich mich in Dornbach weiterentwickeln. Und das war der entscheidende Faktor für mich, warum ich nicht schon früher weggegangen bin.
<strong>Knapp vor Beginn der WM in Spanien hast Du am 19. Mai 1982 in der Nationalmannschaft debütiert, bist beim 1:0-Sieg gegen Dänemark in der 65. Minute eingewechselt worden. Wie enttäuschend war es für Dich, nicht im Kader für die Endrunde zu stehen, aber gleich im ersten Spiel danach (vs Albanien) wieder dabei zu sein? War Dein Treffer zum 5:0-Endstand (einziger Treffer im Team) eine Art Frustbewältigung?</strong><br />Nein, es war ganz anders, aber ähnlich „tragisch“: Ich habe fix mit einer Spanien-Reise gerechnet. Aber im letzten Spiel der Saison bin ich in Salzburg von Bacher blöd gefoult worden und habe mir dabei mein Knie verletzt. Ich bin zwar ins Trainingslager vor der WM eingezogen, aber die Schmerzen haben einfach nicht aufgehört. Ich habe w.o. geben müssen. Nachdem mich Teamarzt Ossi Schwinger und Primar Huber in Güssing angeschaut haben, war klar, dass ein Band eingerissen war und ich mich zwei, drei Wochen lang schonen muss. Wäre das nicht passiert, wäre ich in Spanien fix mit dabei gewesen. Ganz ehrlich: Damals habe ich geweint vor lauter Enttäuschung! Das Gefühl war ein Wahnsinn. Ich hätte mich zerreißen wollen, konnte aber bei allem Wollen nichts gegen mein Schicksal tun. Nach einer Kur im Sommer habe ich ohne Probleme in die Vorbereitung einsteigen können, aber zur WM-Endrunde ist Gerald Messlender mitgenommen worden. So ist es nie etwas mit einer Weltmeisterschaft geworden. 1986 waren wir nicht dabei, weil Gruppensieger Ungarn im allerletzten Spiel gegen die Niederlande verloren hat. Und vor Italien hat „Hicke“ mich und Heri Weber gestanzt. Er hat auf die Routiniers verzichtet. Beim Rückpass von Toni Pfeffer im entscheidenden Spiel gegen die Tschechoslowaken, habe ich mir ein klein wenig Schadenfreude nicht verkneifen können. <em>(lacht)</em> So ist mir eine Endrunde immer verwehrt geblieben. Aber was soll die heutige Spielergeneration sagen?!
<strong>In der Saison 1982/83 gelang Rapid die Titelverteidigung, der Sportclub verharrte im „unteren Mittelmaß“. Hast Du Dich jemals darüber geärgert, nicht gleich zu Rapid gegangen zu sein? Wie hast Du die damalige Rapid-Elf aus der geringen Distanz gesehen?</strong><br />Nein, geärgert habe ich mich nicht. Der Schritt zum Sportclub war 1978 ideal für meine Entwicklung. Anfang der Achtziger hatte ich aber langsam ein Level erreicht, das für einen besseren Verein als den Sportclub gereicht hat. Ich wusste, dass ich jetzt zum Sprung nach ganz oben ansetzen muss. Es war der richtige Zeitpunkt für eine Veränderung. Und die beiden Wiener Großklubs waren genau die beiden Anlaufstellen, die meinem Niveau entsprochen haben. Rapid hat sich zu diesem Zeitpunkt wahnsinnig entwickelt, hatte eine Truppe beisammen, wie man sie in Österreich nicht oft spielen hat sehen.
<strong>In der Sommerpause bist Du angeblich gerade aus dem Urlaub zurückgekommen, als Dich Dein Vater darüber informiert hat, dass Du zukünftig bei Rapid spielst. Dabei war eigentlich ein Gespräch mit Austria-Boss Joschi Walter vereinbart.</strong><br />Eine Nebensache ist, dass Antoni Brzezanczyk, ein ehemaliger Rapid-Trainer, damals den Sportclub gecoacht hat und auf mich angefressen war, weil ich gehen wollte. Jedenfalls bin ich im Mai, während die letzten Runden der Saison noch am Laufen waren, in die Schelleingasse gefahren, weil es eine Anfrage der Austria gegeben hat. Dort haben ich und mein Vater mit dem Joschi Walter und dem Herrn Argauer gesprochen. Bis auf ein paar kleine Punkte sind wir uns einig gewesen, haben aber die Endverhandlungen für die Zeit nach meinem Urlaub angesetzt. Ich komme also nach zwei Wochen Caorle megaentspannt nachhause und war ganz auf die Violetten eingestellt – ich muss es so sagen, wie es war. Als ich meinen Vater auf den Termin bei Herrn Walter angesprochen habe, hat er gemeint, dass wir den nicht mehr brauchen. Ich habe mich nicht ausgekannt! Dann hat mir mein Vater erzählt, dass er während meines Urlaubs Otto Baric bei einem Freundschaftsspiel von Rapid getroffen hat. Als der erfahren hat, dass ich mit der Austria vor einem Abschluss stehe, hat er gesagt: „Stoppen Sie diese Walter!“ Im Nachhinein muss ich sagen, dass ich niemals in meinem Leben einen Funktionär erlebt habe, der so korrekt war, wie der Herr Walter! Ich habe mit ihm darüber gesprochen, dass meine Familie seit meinem Urgroßvater durch und durch aus Rapidlern besteht und ich auch nicht aus meiner Haut heraus kann. Er war überhaupt nicht auf mich böse. So hat die Austria den „Pepi“ Degeorgi von der Admira an meiner Stelle verpflichtet. Ich selbst hatte beim Verhandeln mit Holzbach und Grassi einige Probleme. Letztlich sind wir zusammengekommen, aber auch nur, weil ich unbedingt wollte.
<strong>Die Bilanz Deiner ersten Saison beim SCR liest sich folgendermaßen: Nur wegen der schlechteren Tordifferenz nicht Meister, Cupsieger, im Europacup der Meister nur knapp im Viertelfinale gescheitert. Du selbst hast es auf 28 Spiele und sechs Treffer gebracht. Wie hast Du Dich abseits dieser Erfolge und Zahlen in Hütteldorf gefühlt?</strong><br />In Hütteldorf haben andere Gesetze geherrscht als beim Sportclub! In Dornbach war ich eine große Nummer, ein „Machatschek“, der Obermeister. Dort konnte ich sagen, was Sache ist. Bei Rapid sind auf einmal ein Weber, ein Krankl und ein Panenka dagestanden. Und der Rest der Bande war auch nicht gerade von schlechten Eltern, die meisten Teamspieler. Ich war immer noch ein guter Kicker, aber die Hierarchie war eine gänzlich andere! Das war am Beginn nicht einfach für mich. Vor allem hatte Otto Baric ein anderes Anforderungsprofil als alle anderen Trainer. Ich musste mehr laufen, während beim Sportclub das Spiel auf mich als Aufbauspieler zugeschnitten war. Ich zitiere eine Spielanweisung von Otto Baric, die er mir vor einem Derby, bei dem ich gegen Ogris gespielt habe, mitgeteilt hat: „Karli, kommen Sie her! Sie müssen gehen in Duelle, müssen laufen auf Flanke, müssen Flanken geben, müssen machen Kopfball und schießen auf Tor!“ Als ich auf die Stürmer und das Mittelfeld verweisen wollte, hat er gesagt: „Schweigen Sie!“ <em>(lacht)</em> Ich musste also machen, was oft eine ganze Mannschaft nicht zusammenbringt. Den pfeilschnellen Teamspieler Andi Ogris abzumontieren, hat ihm nicht gereicht! Ich wollte diese Anweisungen auch erfüllen, was mich sehr unter Druck gesetzt hat. Es war eine ganz andere Welt! Aber genau deswegen war Rapid europaweit gefürchtet. Und schon der Happel hat gesagt, dass diejenigen Spieler die gefährlichsten sind, die von hinten kommen, weil niemand mit ihnen rechnet.<br />Manchmal bin ich auch auf der Bank gelandet, wobei mir das Nachdenken ganz gut getan hat. Es war jedenfalls eine Riesenumstellung für mich, weil ich nicht immer angespielt worden bin. Anfangs war ich bei Rapid überhaupt nicht akzeptiert! Ein gutes Jahr hat es gebraucht, bis ich meinen Kollegen beweisen konnte, dass ich auch etwas kann. Als dieser Prozess abgeschlossen war, konnte ich endlich voll durchstarten. Genau diese Umstände haben Rapid so stark gemacht. Wir hatten auch ein paar schwache Spiele und ich will unsere damalige Mannschaft nicht zu sehr in den Himmel heben, aber wenn wir mit der damaligen Klasse heute spielen würden, wäre das Hanappi-Stadion zu klein! Damals gab es noch keinen Fanshop, keine PR, nix. Ich bin mit dem Franz Binder vor das Stadion gegangen, wo wir mit seiner Kamera Fotos für die Autogrammkarten gemacht haben. Vor einem Training, so ganz nebenbei! Heute, im Zeitalter eines Andy Marek, kann man sich so etwas Unorganisiertes gar nicht mehr vorstellen.
<strong>1984/85 seid Ihr wieder Vize geworden, habt erneut den Cupsieg geholt, aber alles wurde vom Finallauf Richtung Rotterdam überstrahlt. Was waren Deine persönlichen Europacup-Highlights? Wie hat es sich angefühlt, in großteils vollen Stadien Mini-Wunder zu vollbringen?</strong><br />Es war unglaublich! Wir sind gegen Wahnsinns-Teams weitergekommen und haben nur Everton nicht gepackt, die in England 1984 den FA-Cup und 1985 den Meistertitel geholt haben. Hallo! Dazu muss man auch sagen, dass uns im Finale mit Panenka, Brucic und Willfurth drei Granaten gefehlt haben. Das war fast die komplette Stammformation im Mittelfeld! Das hat uns mental sicher geschwächt. Im Unterbewusstsein haben wir vielleicht nicht mehr so daran geglaubt, die Sensation schaffen zu können, und ein Fußballspiel wird zu einem Großteil im Kopf gewonnen. Ich wäre gerne mit diesen drei Spielern noch einmal gegen Everton angetreten. Sei’s drum! Mein persönliches Highlight war jedenfalls das Wiederholungsspiel gegen Celtic in Old Trafford. Die Anfahrt zum Stadion im Bus war schon der helle Wahnsinn! Es waren Zustände, die einer UEFA nicht würdig waren. Auch das Spiel in Glasgow war absolut jenseitig. Ich war selber ein harter Spieler, aber was dort passiert ist, war eine Schweinerei! Ich hatte nach diesem Match ein dickes Knie wie noch nie, dem Brucic sind sie auf den Schädel gestiegen und noch mehr. Meine beiden herausragenden Spiele waren das 1:0 in Old Trafford und das 5:0 gegen Dynamo Dresden. Als wir in Old Trafford rausgegangen sind, habe ich mich gefühlt wie ein Gladiator im alten Rom. 60.000 waren gegen uns, Gänsehaut pur! So ist das heutzutage – die Kicker sind die modernen Gladiatoren, nur dass sie mit einer Wuchtel statt mit einem Schwert kämpfen. Mir hat das getaugt, ich habe das gebraucht. Im Nachhinein habe ich erfahren, dass mein Idol Bobby Charlton die Partie in Old Trafford co-kommentiert und mich als „very good player“ bezeichnet hat! Für mich eine persönliche Genugtuung. Ich habe damals den „Sechser“, den Abräumer, gespielt. Beim <em>Krone</em>-Titelbild vom Tag danach mache ich gerade einen Fallrückzieher. Leider habe ich meine Dress von dieser Partie verschenkt. Ein richtiger Rapid-Fan begeht für so ein Trikot einen Mord! <em>(lacht)</em> Es war ja das einzige Mal, dass wir komplett in Rot aufgelaufen sind. In den wirklich wichtigen Spielen konnte unsere Mannschaft fast immer eine Bombenleistung abrufen. Wie auch zum Beispiel „Funki“ Feurer, der meiner Meinung nach in Manchester eindeutig das Spiel seines Lebens abgeliefert hat. Heutzutage haben viele Kicker das Talent, die Physis hat sowieso fast jeder, aber da oben in der Zentrale <em>(tippt sich auf die Stirn)</em> entscheidet sich, ob du bereit bist für das allerhöchste Level. Wir konnten das, wir hatten die mentale Stärke! Im Charterflieger nachhause hat der Gröss Hansl, ein begnadeter Immitator, via Piloten-Mikro von Baric über Kirchschläger alle nachgemacht. Der Heimflug war sensationell, ein absolutes Highlight meines Lebens, das ich nie vergessen werde. Die wenigen Fans, die in Old Trafford waren, waren auch im Flieger mit dabei. Und der hat anständig gewackelt, so intensiv haben wir gefeiert! Sportlich war das der Höhepunkt schlechthin. Schade, dass wir nicht bezahlt bekommen haben, was heute üblich ist. Dann müsste ich heute nicht mehr hackeln gehen! <em>(lacht)</em> Für das Europacup-Finale habe ich 3.500 Euro bekommen, aber Bosman ist für mich halt zu spät gekommen.
<strong>Am Ende der Saison hast Du den Cupsieg für Rapid mit dem letzten Treffer im Elferschießen fixiert. Wie hast Du Dich Sekunden vor dem Penalty gefühlt?</strong><br />Ja, das 3:3 nach Verlängerung – ein legendäres Spiel! Beim Elferschießen war ich gar nicht unter den ersten fünf Schützen, weil wir so viele gute Leute in der Mannschaft hatten. Nach dem ersten Durchgang ist es 5:5 gestanden, alle hatten getroffen. Weiter ging es im K.O.-System! Während sich ein paar meiner Kollegen versteckt haben, war es mir eigentlich wurscht. Erstens habe ich beim Sportclub auch Elfer geschossen, zweitens habe ich gewusst, dass ich als Zweiter einen Vorteil habe. Ich habe mir gedacht, dass ich ohne Druck schießen kann, wenn ihn der Türmer für die Austria verhaut. Und wenn er ihn verwandelt hätte, hätte ich ihn sowieso reinhauen müssen. Als er dann tatsächlich den Konsel mitten auf’s Tor angeschossen hat, war ich mir ganz sicher, dass ich meinen Versuch versenken werde. Aber ich habe auch gewusst, dass Franz Wohlfahrt vom Team her meine Ecke kennt. Kurz habe ich mir überlegt, dass er genau deswegen damit spekuliert, dass ich ins andere Eck schieße. Letztlich hat er die Ecke erraten, aber mein Schuss war zu genau und zu scharf. Als die Wuchtel im Netz war und ich unter meinen Mitspielern begraben war, konnte ich mein Glück kaum fassen. Ein herrliches Gefühl, noch dazu gegen den Erzrivalen! In Wien war ich dann für ein paar Wochen der King. Und das Spiel ist heute noch ein Klassiker!
<strong>Wer waren eigentlich Deine besten Kumpels bei Rapid?</strong><br />Michael Konsel war mein Zimmerkollege. Am meisten gemacht habe ich aber mit Hermann Stadler, Leo Lainer und Gerry Willfurth.
<strong>Und zu welchem Zeitpunkt hat Dir Hans Krankl den Spitznamen „Highlander“ verpasst?</strong><br />Erst, als er Rapid-Trainer war in der Saison 1989/90. „Es kann nur einen geben!“, hat er gesagt. <em>(lacht)</em>
<strong>Mit der Zeit bist Du öfters in der Defensive eingesetzt worden, worunter Deine Torbilanz kaum gelitten hat. Meistens auf der linken Seite, manchmal auch im Zentrum des Mittelfelds. Auf welcher Position hast Du Dich am wohlsten gefühlt?</strong><br />Als Sechser mit Offensivdrang! In etwa so, wie es Didi Kühbauer später gespielt hat. Ich hatte auch nie ein Problem, auf der linken Seite zu spielen, wo mein eigentliches Zuhause war. Dort ist es aber schwieriger, weil man längere Wege und vor allem die Linie hat. Zentral geht es in jede Richtung, aber an der Flanke nur nach innen oder geradeaus.
<strong>Wie war es für Dich, im Hanappi-Stadion zu spielen?</strong><br />Wir waren eine Macht! Gut, von den Zuschauern her war es nur bei internationalen Matches und Derbys gegen die Austria befriedigend. Aber bei uns haben sich renommierte Mannschaften in die Hosen gemacht! Und gegen Teams wie den GAK und Konsorten haben wir vor dem Spiel nur darüber gesprochen, wie hoch der Sieg ausfallen wird.
<strong>1985/86 hat Euch die Austria die zwei nationalen Titel weggeschnappt und im Europacup gab es ein ernüchterndes Viertelfinal-Aus gegen Dynamo Kiew. Wärst Du bei der Austria gelandet, wärst Du zu diesem Zeitpunkt bereits dreifacher Meister gewesen. Hattest Du diesen Gedanken auch manchmal?</strong><br />Nein. Du musst mir glauben, dass ich gewusst habe, dass ich mit Rapid noch Meister werde! Ohne die eine Strafverifizierung wegen dem Einsatz von Petar Brucic, der eigentlich gesperrt gewesen ist, wären wir 1986 schon Meister geworden. Ich habe die Ruhe und Gelassenheit in diesem Punkt nie verloren. Dass ich mit Rapid Meister werde, ist für mich immer außer Diskussion gestanden. Außerdem habe ich den letztlich nicht gewonnenen Titel 1986 immer als gewonnene Meisterschaft dazugezählt, weil wir es sportlich auch geworden sind. Ein Sekretär, dessen Namen ich nicht mehr weiß <em>(Hartl, Anm.)</em>, hat die Brucic-Sperre verschlafen. Und „Pero“ hat es auch nicht mehr gewusst. Normalerweise gibt es das ja nicht! Offiziell war es zwar nicht so, aber rein sportlich gesehen sind wir damals schon Meister geworden. Es hilft ja nichts! Mag man mich für deppert erklären, aber für mich war und ist es so!
<strong>Kannst Du Otto Baric und Vlatko Markovic, der seinen Landsmann in der eben angesprochenen Spielzeit ersetzte, miteinander vergleichen?</strong><br />Es waren zwei grundlegend verschiedene Typen. Baric war ein Trainer, der die Medien, die Öffentlichkeit und die Emotionen gesucht hat. Markovic war vom Fachwissen her vielleicht sogar der Bessere, aber viel ruhiger. Baric hat eine Mannschaft vorgefunden, die eigentlich von alleine gespielt hat. Jeder hat gewusst, was er spielen muss. Trotzdem hat er uns natürlich irrsinnig gut auf unsere Gegner einstellen können! Vor allem auch bei Standardsituationen – das war seine große Kunst.
<strong>Neun Länderspiele hast Du zwischen 1985 und 1986 in Serie absolviert, aber genau beim legendären 4:1 gegen Deutschland zur Eröffnung des Prater-Stadions warst Du nicht mit von der Partie. Weißt Du noch warum?</strong><br />Muskeleinriss! Ich war im Stadion, konnte mich aber nicht einmal auf die Bank setzen. Es war schon bitter, weil ich damals fixer Bestandteil des Nationalteams war. Ich habe aber immer wieder pausieren müssen, wegen kleinerer Muskelverletzungen. Deswegen habe ich auch meine Ernährung umgestellt. So waren es 21 Länderspiele, anstatt gut 40, die ich absolvieren hätte können.
<strong>1986/87 hat es dann nach dem Supercup- und Cupsieg endlich auch mit der Meisterschaft geklappt, und zwar in einem fast schon kriminell spannenden Finish! Wie hast Du das Letztrundenspiel gegen den Sportclub in Erinnerung?</strong><br />Eigenartig habe ich es in Erinnerung! 6.000 Leute waren im Hanappi-Stadion, als wir Meister geworden sind. Unglaublich, wenn man das mit den aktuellen Zahlen vergleicht! Schon klar, dass wir damals auf Schützenhilfe von Sturm angewiesen waren, aber die Anhänger hätten eigentlich das Stadion stürmen müssen. Ich selbst war am 2:1 durch Reinhard Kienast beteiligt, der meinen Vorstoß über die linke Seite abgeschlossen hat. Für mich war es letztlich unerwartet, weil die Austria immer für einen Sieg bei Sturm gut war. Andererseits: Garantie auf einen vollen Erfolg in Graz hatten sie nicht. Die haben nicht einmal wir gehabt.
<strong>Apropos Thriller: In der ersten Runde des Europacups der Cupsiegers hast Du beim legendären 4:3-Sieg gegen den FC Brügge Dein einziges Europacuptor geschossen. Wie erinnerst Du Dich an dieses K.O.-Duell, das ja beim Rückspiel (3:3) ebenso nervenzerfetzend weiterging?</strong><br />Ich habe nach einem Corner die 2:1-Führung geköpfelt und mich dabei gegen einen gewissen Jan Ceulemans durchgesetzt. In Brügge war es ein Krimi. Wir haben offensiv viel riskiert und waren dafür hinten anfälliger. Wir sind aber nicht mit dem Wunschresultat 0:0 nach Belgien geflogen. „Wer ist Brügge?!“ haben wir uns gesagt. Es war das Spiel des Sulejman Halilovic. Auch wenn er es nicht oft genug ausspielen hat können, war er meiner Meinung nach einer der stärksten Legionäre, die Rapid je gehabt hat! Beim zweiten Mal Brügge drei Jahre später war ich auch dabei. Da war es genau dasselbe.
<strong>1987/88 gelang erneut der Meistertitel, diesmal recht klar. War zu diesem Zeitpunkt trotz aller Euphorie schon absehbar, dass Rapid bald eine Talfahrt starten würde?</strong><br />Es hat sich abgezeichnet. Leo Lainer ist damals schon zum FC Tirol weggegangen. Eine Saison später kam es tatsächlich zur angekündigten Umstrukturierung. Weber, Garger und Willfurth sind allesamt nach Salzburg. Solche Spieler kann man nicht gleich ersetzen! Mit Heraf, Herzog, Schöttel, Pecl und Franz Weber ist eine Super-Partie nachgekommen. Aber es hat insgesamt wahrscheinlich die Routine gefehlt, um ganz vorne mitspielen zu können. Sich im Hütteldorfer Umfeld zu integrieren, war auch nicht ganz so einfach. Dabei: Die Namen waren ja ein Wahnsinn – Keglevits, Kranjcar, Fjörtoft, Pfeifenberger, Reisinger. Aber wir konnten die vorhandene Qualität nicht in Titel ummünzen.
<strong>Nach einem enttäuschenden vierten Rang in der Spielzeit 1988/89 übernahm Hans Krankl den Trainerposten. War er Deiner Meinung nach der Richtige, um einen Mannschaftsumbau vorzunehmen?</strong><br />Nicht in dieser Situation! Ich war mit Hans immer auf leiwand, aber für mich hat er trotz all seines Knowhows als Spieler nicht die Routine als Trainer gehabt. Als Trainer kann ich das sagen: Spieler- und Trainerkarriere sind zwei verschiedene Paar Schuhe! Zwei, drei Jahre später wäre ein Krankl für Rapid ideal gewesen. Er hätte vorher die Admira trainieren sollen und danach die Rapid, nicht umgekehrt.
<strong>Im Winter 1990/91 bist Du zu Stahl Linz gewechselt, wo Du dank eines starken Frühjahrs prompt in die Bundesliga aufsteigen konntest. Was waren die Gründe für diesen Wechsel?</strong><br />Man hat damals bei Rapid weiter verjüngt. Recht war es mir nicht, aber ich habe es akzeptiert. Für die Rolle als Edeljoker war ich mir zu schade, auch bei Rapid! Außerdem war das eine super Truppe in Linz.
<strong>Bei Deinem ersten Spiel gegen Rapid nach Deinem Wechsel gelang Dir am 24. August 1991 im Hanappi-Stadion der 1:0-Siegtreffer für Stahl Linz. Hast Du Genugtuung verspürt?</strong><br />Schon. Reinmayr hat mir den Ball zugespielt und ich habe die Situation am schnellsten überrissen. Weil ich die Qualitäten von Michi Konsel beim Herauslaufen gekannt habe, habe ich ihn überhoben und der Ball hat genau gepasst. Damals hat man es sicher bereut, dass man mich hat gehen lassen. Und es war ja ein historischer Sieg, weil Stahl Linz außer bei diesem einen Mal nie in Hütteldorf gewinnen konnte. Schadenfreude war aber keine dabei!
<strong>In der darauffolgenden Saison bist Du wieder zurück nach Hütteldorf gegangen.</strong><br />Bei Rapid hat es eigentlich geheißen „They never come back!“, wie bei Muhammed Ali. Ein paar Kicker haben es aber doch geschafft, und einer davon war ich. Nach dem Aufstieg in die Bundesliga hat mich Stahl zum zweiten Mal von Rapid ausgeliehen. Ein drittes Mal wäre nach der abgelaufenen Spielzeit nicht gegangen und ein Kauf war Linz angesichts meines Alters zu teuer. Deswegen bin ich zurück nach Hütteldorf, weil ich ja immer noch Rapid-Spieler war. Christian Janitsch war damals Manager bei Rapid. Als er mich gesehen hat, wusste er nicht einmal, dass ich noch Rapid gehöre. Ein Wahnsinn! <em>(lacht)</em> Jedenfalls habe ich etwas vorgelegt bekommen, das inakzeptabel war. Also habe ich mich bei der U-21 fit gehalten. Der „Gustl“ Starek hat das gar nicht gewusst! Als er mich in der U-21 gesehen hat, hat er gelaubt, dass er träumt! Am nächsten Tagt habe ich schon mit der Ersten trainiert, aber einsetzbar war ich noch immer nicht, weil ich mich mit Helmut Böhmert nicht auf mein Gehalt einigen konnte. Als Franz Resch, der auf meiner Position gespielt hat, beim Rückspiel gegen Dynamo Kiew einen Elfer verschuldet hat und Rapid ausgeschieden ist, ist dem „Gustl“ der Kragen geplatzt. Er ist hin zum Böhmert und hat gesagt, dass sie mir zahlen sollen, was ich will, weil das ohnehin nicht wahnsinnig viel sein kann. Gegen die Admira habe ich ein fulminantes Comeback abgeliefert und die Leute haben vor Begeisterung geschrien. Nach dem Match hat Heinz Holzbach gesagt: „Karli, es ist so schön, dass Du endlich wieder da bist!“ Er war richtig sentimental. Und Rapid hat damals tatsächlich jemanden gebraucht, der an die guten alten Tage erinnert. Ich habe meine Rolle als Identifikationsfigur sehr gut erfüllt und teilweise sensationelle Partien abgeliefert. Viele haben gedacht, dass ich schon zu alt bin. Aber dem war nicht so!
<strong>In den beiden darauffolgenden Saisonen unter August Starek und Hubert Baumgartner wechselten sich geniale Matches mit katastrophalen Spielen ab. War mangelnde Konstanz das Hauptproblem der Mannschaft? Oder war es der drohende Untergang des Rekordmeisters? </strong><br />Die Auszahlungen der Gehälter haben sich immer weiter verzögert. 1993/94 haben wir oft monatelang darauf warten müssen. Der Zwangsausgleich war ja ein offenes Geheimnis. Unter solchen Umständen kann man keine konzentrierten Spitzenleistungen abliefern. Das finanzielle Getöse hat alles überlagert.
<strong>Ganz kurze Zeit hast Du noch unter Ernst Dokupil gespielt. Doch anstatt an der Comeback-Saison 1994/95 mitzuwirken, bist Du nach Mödling gegangen. Warum? Warst Du „Dok“ zu alt?</strong><br />Nein. Er hätte mich gerne als Routinier weiterbehalten. Ich hatte damals aber schon meine Aufnahme in die Pensionsversicherungsanstalt in der Tasche und konnte nicht mehr auf absolutem Profi-Niveau trainieren. Dokupil hat selbst bei der PVA gearbeitet und Verständnis für meine Situation gehabt. Also bin ich zum VfB Mödling gegangen und immerhin in der Bundesliga geblieben. Es war die letzte von insgesamt 17 Saisonen in der höchsten Spielklasse!
<strong>Während Rapid Cupsieger wurde, musste der VfB absteigen, auch wegen vier Niederlagen gegen Deinen Stammverein. Konntest Du Dich trotz des Abstiegs über die grünweiße Wiedergeburt mitfreuen?</strong><br />Das in Mödling konnte ja fast nichts werden. Zwei Wochen vor Saisonbeginn waren elf Kicker im Kader! Für mich war es ein Quantensprung nach unten. Es war praktisch ein Auslaufjahr, bevor ich noch ein paar Saisonen in der Regionalliga angehängt habe. Und eines ist ganz klar – mit Rapid freue ich mich zu jeder Zeit, wenn es dem Verein gut geht!
<strong>Mit einer Saison in Sigleß und zwei in Klingenbach hast Du Deine Karriere in der Regionalliga Ost ausklingen lassen. Wie war die „Rückkehr“ zum niederklassigen Fußball?</strong><br />Ich habe mir gesagt, dass ich – wenn ich auf Amateur-Niveau weiterspiele – nicht weiter als in die Regionalliga hinuntergehe. Dort konnte ich noch etwas bewirken. In die Landesliga wäre ich nicht gegangen, weil mir dort das Niveau gefehlt hätte. Zu einem Spiel in Klingenbach ist sogar der Fanclub Atzgersdorf mit Transparenten gekommen und hat mich angefeuert. Das war eine Riesenehre für mich! 1997 hatte ich eine schwere Schulterverletzung. Nach fünf Monaten Pause bin ich wieder ins Training eingestiegen und hatte bald darauf eine Zerrung. Ich habe dann Spielertrainer Hans Dihanich gesagt, dass ich schön langsam aufhöre. Ein paar sporadische Einsätze hatte ich noch, dann war es aber aus.
<strong>Ab wann hast Du im BNZ Südstadt begonnen.</strong><br />Ja, gleich darauf im Sommer 1998. Zuerst war ich Jugendtrainer, und nach einem Jahr habe ich die Leitung des BNZ übernommen. 
<strong>Du hast Erwin Hoffer entdeckt und ihm seinen Spitznamen „Jimmy“ verpasst. Wie war er als Jungfußballer? Warum „Jimmy“?</strong><br />Die einzige Wahrheit ist: Mit dem 86er-Jahrgang habe ich Anfang des Jahrtausends den Erwin Hoffer bekommen. Wendig, schnell, Zug auf’s Tor, wie ein Killer – er ist mir gleich aufgefallen. Und weil damals gerade ein Hollywood-Streifen mit Bruce Willis <em>(„Keine halben Sachen“, Anm.)</em> gelaufen ist, in dem er einen Killer namens Jimmy „Die Tulpe“ Tudeski verkörpert hat, habe ich Erwin den Spitznamen „Jimmy“ gegeben. Dass es einen amerikanischen Gewerkschaftsführer namens Jimmy Hoffa gegeben hat, hat damit überhaupt nichts zu tun und ist reiner Zufall! Den Killerinstinkt hat er wirklich immer schon gehabt! Und sobald seine Kollegen meine Umbenennung mitbekommen haben, ist er diesen Namen nicht mehr losgeworden. Man muss wissen, dass ich ein Cineast bin und mir viele Filme anschaue. In den Bereichen Kino und Musik kenne ich mich echt aus! Das habe ich mir seinerzeit schon mit dem Hans <em>(Krankl, Anm.)</em> geteilt, genauso wie den Spleen für Italien und Mode.
<strong>2006 bist Du zum 1. Simmeringer FC gegangen. Ab 2008 warst Du Cheftrainer und hast 2009 die Meisterschaft in der Oberliga A gewonnen und bist in die Wiener Stadtliga aufgestiegen. Warum hast Du Deine Tätigkeit trotz des in der nachfolgenden Saison damals aktuellen zweiten Tabellenplatzes beendet?</strong><br />Zur U-15 bin ich schon im Jänner 2005 gegangen. In der PVA arbeiten viele Menschen mit Fußballer-Vergangenheit, und so bin ich zur U-15 von Simmering gekommen. Mir ist das sehr gelegen gekommen, weil ich mich gerade von meiner Zeit bei der Admira erholt habe, wo es mit der Bezahlung am Ende nicht mehr rund gelaufen ist. Nach ein paar Jahren habe ich quasi die Kampfmannschaft von Rapid-Legende Rudolf Flögel übernommen, die damals gerade abgestiegen ist. Der Rudi konnte aber nichts dafür, aber das nur nebenbei. Damals hat man mir den Job unter der Prämisse angeboten, dass wir den Wiederaufstieg sofort schaffen müssen. Wir haben uns geeinigt, obwohl mein Team gut, aber keine Meistermannschaft war. Wir haben dann doch den Titel geholt mit 80 gegenüber 79 Punkten der Wiener Viktoria. Für die Meidlinger war das ein Wahnsinn – 79 Punkte bezahlen, aber nicht aufsteigen! Die Viktoria hatte Ex-Bundesliga-Kicker wie Jovanovic, Hacker und Holub. Ich nur Alen Orman, den ich noch von meiner Zeit bei der Admira gekannt habe. Er war gelernter Außenverteidiger, aber ich habe ihn entgegen der Meinung von ein paar ahnungslosen „Spezialisten“ im Angriff spielen lassen. Richtig bin ich gelegen, denn ohne die vielen Orman-Tore wäre ich nicht Meister geworden! Im zweiten Jahr war ich auch auf Meisterkurs, aber schon wieder gab es – wie bei der Admira – eklatante Probleme bei der Bezahlung. Ich war es müde, die Spieler vom Streiken abzuhalten. Also bin ich gegangen, weil ich nicht irgendwer bin, mit dem man alles machen kann. Schade war es natürlich trotzdem! Doppelmeister – das wäre für mein Renommee als Trainer sehr gut gewesen. So ist meine Karriere etwas ins Stocken geraten.
<strong>Du bist jetzt beim FAC tätig, oder? Beschreibe bitte Dein Tätigkeitsfeld.</strong><br />Ich trainiere die U-16. Ich habe mich aber gerade nach elf Jahren Beziehung getrennt und bin nach Vösendorf zurückgezogen. Da ist mir der FAC eigentlich zu weit entfernt. Vielleicht ergibt sich etwas mit Vösendorf. Das Potential für die Landesliga wäre da und ich könnte sicher etwas bewirken. Viel mehr ist insofern unrealistisch, weil ich im Fall der Fälle karenziert werden müsste. Das geht schon in der Regionalliga los. Natürlich könnte ich mir vorstellen, im Rapid-Nachwuchs zu arbeiten. Bei den Bayern ist es für Uli Hoeneß ganz selbstverständlich, dass im Nachwuchs ausschließlich ehemalige Bayern-Kicker arbeiten, um den Grad an Identifikation möglichst hoch zu halten. Das wäre bei Rapid auch nicht unangebracht. Und von der Ausbildung her gibt es neben mir einige Ex-Rapidler, die sich für solche Aufgaben aufdrängen würden. Schade, dass noch niemand angefragt hat! Vergisst Rapid auf seine Legenden?
<strong>In welchem Kontakt stehst Du eigentlich mit Rapid? Verfolgst Du noch Live-Spiele im Hanappi-Stadion?</strong><br />Ja, genau so ist es. Hin und wieder spiele ich auch mit den Legenden, zuletzt haben wir gegen die Györ-Senioren 4:2 gewonnen. Eigentlich dürfte ich gar nicht mehr Fußball spielen, weil meine Knie schon so abgenutzt sind. In zehn Jahren werde ich sogar Prothesen brauchen.
<strong>Gab es in den letzten ein bis zwei Jahrzehnten einen Rapidler, der Dich an Dich selbst erinnert hat?</strong><br />Am ehesten würde ich Didi Kühbauer sagen, vom Typ her. Ich habe auch angeeckt, auch wenn ich besonnener war, als er. Nie aufzugeben, die anderen mitzureißen, am Platz zu sterben – das war auch mein Spielerprofil. Und seine Position hätte ich gerne öfters gespielt. Ich habe ja auch noch mit ihm zusammen gekickt und ihn sehr geschätzt. Solche Typen fehlen Rapid heutzutage, die auch einmal das Maul aufreißen und aufrütteln.
<strong>Wie siehst Du die aktuelle Situation in Hütteldorf?</strong><br />Ich glaube, dass wir Erster sind, ohne zu wissen, wie das passiert ist. Ich wünsche mir sehr, dass Rapid Meister wird. Aber wenn sich die Mannschaft im Vergleich zum Herbst nicht steigert, wird es damit nichts werden.
<em>Interview vom 21.01.2012 </em><br /><br /><br /><strong>                                   10 Fragen zum besseren Kennenlernen:<br /><br /></strong><strong>Deine Lieblings-Elf aller Zeiten?</strong><br />Die Rapid-Mannschaft der Saison 1984/85.<br /><br /><strong>Das beeindruckendste Stadion, in dem Du je gespielt hast?</strong><br />Das Camp Nou. Wir waren dort im Rahmen des Joan-Gamper-Turniers. Jede positive Aktion, auch die der Gegner, wurde beklatscht. Da läuft es einem kalt über den Rücken! Eine andere Welt...<br /><br /><strong>Deine größte Niederlage am Fußball-Platz?</strong><br />Ich habe nie gern verloren! Und so viele Niederlagen hat es nicht gegeben. <em>(lacht)</em> Bei meiner größten Niederlage habe ich nur indirekt damit zu tun gehabt, als die Ungarn Holland in der Quali für die WM-Endrunde in Mexiko gewinnen haben lassen und wir dadurch ausgeschieden sind. Wie der Innenverteidiger beim Gegentor in den Zweikampf gegangen ist, war eine Schweinerei! In puncto Rapid war es eine 1:6-Niederlage am Tivoli im April 1990. Das war eine anständige Watschn!<br /><br /><strong>Rapid ist...</strong><br />... Kult!<br /><br /><strong>Was fehlt in Deinem Kühlschrank nie?</strong><br />Ein italienisches Getränk namens Lemon-Soda. Das trinke ich gerne zum Kaffee.<br /><br /><strong>Dein liebster Platz außerhalb von Österreich?</strong><br />Generell Italien. Triest, Grado etc.<br /><br /><strong>Wohin würdest Du gehen, wenn Du in der Zeit reisen könntest?</strong><br />Ich wäre gerne ein Ritter im Mittelalter! Als Highlander ganz klar, oder? <em>(lacht)<br /><br /></em><strong>Eine Marotte?</strong><br />Ich habe immer außergewöhnliche Mode getragen.<br /><br /><strong>Der beste Kicker, gegen den Du je gespielt hast?</strong><br />Genial war Mario Kempes!<br /><br /><strong>Der bedeutendste Sportler aller Zeiten?</strong><br />Ich nehme einen Österreicher – Niki Lauda. Ihn würde ich sofort in die österreichische Politik schmeißen.]]></content:encoded>
			<category>Interview</category>
			
			
			<pubDate>Tue, 07 Feb 2012 15:45:00 +0100</pubDate>
			
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			<title>Weiter sieglos in der Vorbereitung</title>
			<link>http://www.forza-rapid.com/single-view/article/weiter-sieglos-in-der-vorbereitung.html</link>
			<description>Trotz 90minütiger Überlegenheit reichte es für die Truppe von Trainer Peter Schöttel im letzten...</description>
			<content:encoded><![CDATA[Das vorläufig letzte Vorbereitungsspiel für die Frühjahresmeisterschaft, die für Rapid aufgrund der Kälte und fehlenden Rasenheizung in Wiener Neustadt vielleicht doch nicht am 12. Februar gegen die Niederösterreicher beginnt, sondern mit dem 300. Derby, fand am Samstag, den 4. Februar 2012, wieder im Estadio Algarve in Faro statt.<br />Rapid begann gegen den aktuellen schwedischen Meister, Helsingborg IF, der erst Ende März in die neue Meisterschaft startet, ohne große Überraschungen bei der Aufstellung: Königshofer; Schimpelsberger, Sonnleitner (langarm), Pichler, Katzer; Heikkinen, Prager (lang); Trimmel (lang), Hofmann (lang), Drazan (lang); Burgstaller bildeten die Startelf. Die größte Überraschung für mich waren noch die langen Ärmel von Hofmann, der sonst immer (neben Schimpelsberger, Heikkinen und  Pichler) mit kurzen Ärmeln aufläuft.<br />Die Schweden begannen mit: 1. Daniel Andersson (K); 23. Erik Wahlstedt, 24. Erlend Hanstveit, 3. Loret Sadiku, 14. Erik Edman; 7. Mattias Lindström, 8. Ardian Gashi, 5. Daniel Nordmark, 13. Rachid Bouaouzan; 6. May Mahlangu; 11. Thomas Sörum.
Rapid begann sofort sehr offensivorientiert und wollte anscheinend unbedingt den ersten Sieg in der Vorbereitung einfahren. Zu offensiv agierte zunächst Burgstaller, der nach zwei Minuten zum ersten Mal im Abseits stand. Eine Minute später bereits der erste gefährliche Freistoß von Hofmann (fast von der rechten Cornerfahne), den Pichler mit dem Kopf aber nicht erreichte. Offensiv ging es auch weiter. Nach fünf Minuten ein weiter Pass auf Burgstaller, der nach einem Dribbling zu Trimmel spielte, der aber mit dem Ball ins Torout lief.<br />Weitere zwei Minuten später ein Steilpass von Hofmann auf Burgstaller, der zurück auf Hofmann gab, dessen Schuss aber abgeblockt wurde. Der Nachschuss von Drazan ging am Tor vorbei. Nach einem schnell abgespielten Freistoß von Schimpelsberger auf Burgstaller retteten die Schweden in den Corner (10.). Nach diesem Eckball (Hofmann von links) kam Katzer zum Kopfball, der an die Stange ging. Den zurückspringenden Ball schlug der schwedische Schlussmann Daniel Andersson weg. In dieser Tonart ging es weiter – es spielte nur Rapid. <br />Nach zwölf Minuten die logische Folge der Überlegenheit: Nach einem Freistoß von rechts von Hofmann hoch in den Strafraum konnte sich Katzer zwischen seinen Gegenspielern durchsetzen – der scharfe Kopfball fand den Weg ins Tor zum 1:0. <br />Nach 14 Minuten die erste Offensivaktion der Schweden. Königshofer hielt den Schuss aus ca. elf Metern aber souverän, nachdem Prager im Strafraum zu zaghaft attackiert und den Schweden so diese Chance ermöglicht hatte.<br />Rapid blieb aber trotzdem feldüberlegen und die klar bessere Mannschaft. Auch wenn sich Drazan in der 17. Minute drei Unkonzentriertheiten innerhalb einer Minute leistete: Zuerst ein schlechter Rückpass, dann schoss er Heikkinen beim Versuch nach vorne zu spielen an, und dann ließ er einen Ball ins Out, nachdem er angeschossen wurde.<br />Fünf Minuten später darauf war „Fritz“ dafür umso aufmerksamer. Er fing einen Angriff der Schweden ab und leitete mit einem Sturmlauf sofort den Gegenangriff ein. Nach seinem Pass zu Hofmann versuchte es dieser mit einem guten Weitschuss, der vom Keeper aber pariert wurde. Rapids nächster Angriff (23.) wurde von Hofmann eingeleitet, seinen guten Pass auf Katzer, der nicht – wie seine Mitspieler in der Mitte – im Abseits stand, in den Strafraum, nahm Mecky mit, lief bis zur Toroutlinie, seinen Pass zurück (war an Burgstaller adressiert) konnte aber kein Grünweißer erreichen.    <br />Rapid blieb weiter am Drücker. In der 24. Minute ein guter Angriff über Drazan, der an der Mittellinie den Ball annahm und einige Meter mit dem Ball lief, bevor er zu Burgstaller spielte, der zurück auf Drazan. Seinen guten Schuss aus spitzen Winkel konnte der Tormann nur mehr in den Corner abwehren. Nach diesem kurz abgespielten Eckball (Hofmann von links) verzettelte sich Rapid aber und die Skandinavier konnten sich befreien. <br />Im darauffolgenden Angriff folgte dann die kalte Dusche. Nachdem Thomas Sörum im Strafraum über den am Boden liegenden Sonnleitner gestolpert war, pfiff der portugiesische Unparteiische Elfmeter für die Schweden. Mattias Lindström schickte (den heute ganz in schwarz spielenden) Königshofer ins falsche Eck und verwandelte trocken zum 1:1. <br />Nach einem Fehler im Spielaufbau von Prager konnte Katzer seinen Gegenspieler nur mehr am Trikot zurückhalten und erhielt dafür die erste gelbe Karte in diesem Spiel. Danach folgten wieder Eckbälle für Rapid (29. und 31., jeweils Hofmann von links). Vor dem zweiten ein guter Angriff über Trimmel – Hofmann – Burgstaller. Burgstallers guter Schuss, der knapp links am Tor vorbeiging, wurde laut Schiedsrichter noch abgefälscht. <br />In Minute 33 wieder eine gute Aktion von Drazan, der seinen Gegenspieler mit einem Haken stehen ließ. Drazans Schuss konnte Andersson aber im Nachfassen abwehren.<br />Ab der 35. Minute folge die beste Phase von Helsingborg. Zuerst musste Schimpelsberger gegen Edman, der von Bouaouzan im Strafraum gut angespielt wurde, ins Out retten. Danach folgte der erste Eckball der Schweden (36.), und in Minute 40 musste Königshofer aus seinem Tor, um Sörum, der nach Pichler-Fehler (nicht sein einziger) alleine auf ihn zulief, durch Rausrutschen zu stoppen. Gerade Pichler, auf den im Herbst eigentlich immer Verlass in der Defensive war, fiel immer wieder durch Fehler beim Herausspielen, sei es mit dem Fuß oder dem Kopf, auf. Zu seiner Ehrenrettung sei aber gesagt, dass er sich in der zweiten Hälfte steigerte und keine Fehler mehr leistete.<br />Drei Minuten vor dem Pausenpfiff wieder ein guter und schneller Antritt von Drazan, einzig seine Hereingabe fiel zu schwach aus. In der letzten Minute der ersten Hälfte noch ein Angriff der Schweden über ihre stärkere linke Seite. Bouapuzan drang in den Strafraum ein. Seinen Pass Richtung Tor erwischte Sonnleitner aber vor Sörum und lenkte diesen an die eigene Stange. Der zurückspringende Ball ging eigentlich von Sonnleitner in den Corner, der Schiedsrichter entschied aber auf Abstoß für die Hütteldorfer.<br />Pünktlich nach 45 Minuten pfiff der Unparteiische die erste Spielhälfte ab.
Nach dem Seitenwechsel kam Alar für Burgstaller in die Mannschaft, der auch dessen Position als Solospitze übernahm. Rapid begann die zweite Hälfte wie schon die erste sehr offensiv. Nachdem sich Katzer (46.) im Mittelfeld einen Ball erkämpft hatte, kam der Ball über Drazan und Trimmel zu Schimpelsberger, der in den Strafraum eindrang und so einen weiteren Eckball für Rapid herausholte (47.). Diesen, wieder hoch in den Strafraum getretenen Corner von Hofmann (von rechts), konnten die Schweden aber mit dem Kopf aus dem Gefahrenbereich befördern.<br />Nach einem Abseits von Helsingborg (51.) konnte der schwedische Schlussmann einen sehr guten Weitschuss von Hofmann nur ins Torout schlagen. Der darauffolgende Eckball von links wurde von Hofmann kurz auf Drazan (verbessert gegenüber dem ersten Spiel im Atlantic Cup) abgespielt. Dessen Flanke (eine seiner zahlreichen in diesem Spiel) wurde aber von den Verteidigern geklärt. <br />Rapid befand sich weiterhin ständig im Angriff, die meistens Vorstöße wurden über Hofmann und Drazan eingeleitet. Die Überlegenheit Rapids resultierte daraus, dass Heikkinen und Prager die Angriffsversuche der Schweden immer gleich unterbanden, aber auch an der Schwäche des Gegners. In Minute 62 hätte Katzer (der erfolgreichste Torschütze in der Vorbereitung) fast sein zweites Tor in diesem Spiel erzielt: Nach einem Doppelpass mit Drazan kam Mecky im Strafraum zum Abschluss, sein Schuss strich aber die Latte. Weitere zwei Minuten später wieder ein Angriff über die linke Seite von Drazan. Er spielte nach einem Solo auf Katzer, dessen Flanke aber zum Gegner ging. Nach einem Hofmann-Freistoß (65.), der nach einem Handspiel gegeben wurde, zeigten die schwedischen Verteidiger im Strafraum einige Unsicherheiten, Rapid konnte daraus aber kein Kapital schlagen.<br />Zwei Minuten später startete Trimmel ein Solo quer über das Feld, von rechts nach links. Seinen Pass in den Strafraum konnte Heikkinen (seine offensiven Qualitäten sind ja bekannt) aber nicht annehmen. Nach drei Spielerwechseln bei den Schweden (68.: Kvist, Aberg und Ohlander neu im Spiel, Sörum, Lindström und Mahlangu wurden ausgetauscht) folgte in Minute 70 ein gefährlicher Schuss der Schweden von der Strafraumgrenze. Königshofer war aber schnell genug am Boden und konnte den Aufsitzer zur Seite wegschlagen. Danach (71.) rutschte Sonnleitner, der heute der bessere Innerverteidiger war, in einen Pass der Schweden, spielte schnell und weit auf Alar. Über Trimmel kam der Ball zu Drazan. Nur der letzte Pass kam nicht an, und so konnten sich die Schweden wieder befreien. Nach einem Abseits von Helsingborg (74.) und einem von Drazan (75.) verließ Schimpelsberger das Spielfeld (77.) und machte für Thonhofer Platz. <br />Nach einem weiteren Spielerwechsel bei den Schweden (81. Uronen für Edman), musste Sonnleitner einen Fehler von Trimmel  ausbessern (82.) – er rutschte am Sechzehner erfolgreich und ohne Foul in den Angriff der Schweden. In Minute 83 war der Arbeitstag und auch das gesamte Trainingslager (er flog heim nach Wien zur Krone-Fussballer-des-Jahres-Gala) für unseren Kapitän beendet. Nuhiu ersetze ihn als Spieler, Heikkinen als Kapitän. Der Wechsel hatte auch Änderungen in den Positionen zur Folge – das Mittelfeld bildeten jetzt Trimmel – Alar – Drazan. Nutschi war die Solospitze. <br />Nach zwei Flanken von Thonhofer (87.) in den Strafraum – eine erwischte Nuhiu mit dem Kopf nicht, die andere Alar mit dem Fuß schlecht – wurden drei Minuten Nachspielzeit angezeigt. Außer einem Abseits von Helsingborg und ein paar harmlosen Versuchen (Flanke von Rapid in den Strafraum, abgeblockter Weitschussversuch der Schweden),  doch noch ein Tor zu erzielen, tat sich in der Nachspielzeit nichts mehr.<br /><br />So blieb es beim, für den schwedischen Meister schmeichelhaften, 1:1. Rapid beendete damit den Atlantic Cup ohne Sieg, aber mit einer Leistung, auf der man aufbauen kann.
(thomza)]]></content:encoded>
			<category>Spielberichte</category>
			
			
			<pubDate>Sun, 05 Feb 2012 12:55:00 +0100</pubDate>
			
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			<title>Heimmacht Rapid macht Wunder möglich</title>
			<link>http://www.forza-rapid.com/single-view/article/heimmacht-rapid-macht-wunder-moeglich.html</link>
			<description>Am 20. März 1985 war der Rapid-Geist in Hütteldorf voll präsent.  In einer unvergleichlichen...</description>
			<content:encoded><![CDATA[<strong>DAS DAVOR</strong><br />In der Meisterschaft 1983/84 wurde Rapid nur aufgrund des schlechteren Torverhältnisses Zweiter hinter der Austria. Und der Favoritner Erzfeind sollte auch der große Gegner im Cupfinale werden. Der Weg dorthin begann mit einem  10:0 über Red Star, wobei Hans Krankl gleich sechsmal traf! Danach wurden die Admira, der GAK und Vöcklamarkt eliminiert. Im Semifinale gab es gegen Wacker Innsbruck zwei harte K.O.-Duelle, aus denen letztlich Rapid als Sieger hervorging (Gesamtscore 2:1). Somit gab es zwei Finalspiele gegen die Austria: Im Wiener Stadion verloren die Hütteldorfer am 8. Mai 1984 das erste Spiel mit 1:3. Eine Woche später, am 15. Mai, folgte das Retourmatch im ausverkauften Hanappi-Stadion vor damals 20.000 Zuschauern. Rapid konnte sich mit 2:0 und dank der Auswärtstorregel durchsetzen und war somit für den Europacupbewerb der Cupsieger qualifiziert.
In der Transferzeit gab es wenig Berichtenswertes. Christian Keglevits verließ Hütteldorf Richtung Dornbach, im Tausch kam dafür Peter Pacult vom Sportklub zu Rapid.  Weiters wurde Hans Gröss vom LASK zurückgeholt und Max Hagmayr wechselte nach Linz. <br />Die interne Situation Rapids war damals eher bedenklich. General-Manager Dr. Josef „Pepi“  Schulz verließ Rapid, um seine <em>Schulz Academy </em>in den USA zu gründen. Heinz Holzbach war somit der unumstrittene Alleinherrscher im grünweißen Reich, und er tat alles, damit das auch so blieb. Hans Krankl war einer der wenigen, die sich auch vor Holzbach kein Blatt vor den Mund nahmen. Anlässlich seines Geburtstages kritzelte er laut <em>AZ</em>-Redakteur Dieter Chmelar folgende Zeilen auf die Kabinentafel: „Alle sind eingeladen, außer Hozbach, Grassi, Baric und Göhl.“ <br />Zum Rückspiel gegen Dresden gab Chmelar am 15. März, also fünf Tage vor dem Spiel, folgenden Tipp ab: „Riskieren Sie einen Besuch <em>(im Hanappi Stadion, Anm.)</em> – vielleicht können Sie noch einmal ihren Enkeln davon berichten.“  Er sollte recht behalten, und viele, so wie der Schreiber dieser Zeilen auch, werden sich noch heute ärgern, nicht den ungemütlichen Temperaturen getrotzt und das Hanappi dem Patschenkino vorgezogen zu haben.
Aber von Anfang an: Die erste Runde des Europacups brachte Besiktas Istanbul als Gegner.  Der Grundstein zum Aufstieg konnte schon im Heimspiel gelegt werden. Drei Panenka-Tore, sowie ein Treffer von Petar Brucic ergaben ein komfortables 4:1. Auswärts ließen die Hütteldorfer nichts mehr anbrennen und gingen durch ein Tor von Zlatko „Zizo“ Kranjcar mit 1:0 in die Halbzeit. Die Türken glichen in der zweiten Hälfte noch aus, dabei blieb es dann aber auch.<br />Das Achtelfinale sollte ein ganz anderes Szenario bringen. Der Gegner hieß Celtic Glasgow, und Rapid verschaffte sich im Heimspiel am 24. Oktober 1984 mit einem 3:1-Sieg eine gute Ausgangsposition.<br />Beim Rückspiel am 7. November im Celtic Park erwischte der schwedische Schiedsrichter Johannsson einen rabenschwarzen Tag.  Das Spiel der Heimmannschaft war geprägt durch brutale Kung-Fu-Einlagen, und die Gäste aus Hütteldorf sahen gelbe Karten, die jeder Berechtigung entbehrten.  Ein Flaschenwurf auf Rudi Weinhofers Kopf brachte schließlich beim Stand von 0:3 einen Fast-Abbruch des Spieles und dem Getroffenen eine Vertragsverlängerung. Um nicht das vollkommene Chaos heraufzubeschwören, ließen sich die Hütteldorfer zum Weiterspielen überreden. Rapid legte aber gegen das 0:3 Protest ein, welcher von der UEFA in erster Instanz abgeschmettert wurde. In der Berufung wurden die Hütteldorfer dann mit einer Neuaustragung, mindestens 150 Kilometer von Glasgow entfernt, beglückt.<br />In Old Trafford, der Heimstätte Manchester Uniteds, brachte Peter Pacult Rapid durch einen Konter in der 16. Minute mit 1:0 in Führung. Herbert „Funki“ Feurer wurde in der 65. Minute noch von einem Celtic-Fan ins eigene Tor geprügelt, das war‘s dann aber mit Überquerungen der Torlinie an diesem Abend. Es blieb beim sensationellen 1:0-Auswärtssieg Rapids – die Hütteldorfer standen im Viertelfinale!
Für den uns zugelosten Gegner, die DDR-Polizeimannschaft Dynamo Dresden war es das erste Erreichen eines europäischen Viertelfinales. Die weiteren Paarungen lauteten FC Everton vs Fortuna Sittard (NL), AE Larisa (GR) vs Dynamo Moskau, sowie Bayern München vs AS Roma.<br />Die Chancen wurden vor dem Spiel in etwa gleich verteilt gesehen. Dresden-Trainer Klaus Sammer, Vater von Matthias Sammer, sah Rapid mit 60:40 vorne, in Österreich hatte man Respekt vor der Kampfkraft und der gewissenhaften Vorbereitung der Ostdeutschen.  <br />Am 6. März 1985 kam es im mit 38.000 Zuschauern schon wochenlang ausverkauften Dynamo-Stadion zum Hinspiel. Einen Tag vor dem Match holte sich das Offensivtrio Pacult (Knie), Kranjcar und Krankl (eine drei Zentimeter lange Rissquetschwunde am Schienbein) in einem Trainingsmatch in Hütteldorf noch kleinere Blessuren. Schon mit den drei Angeschlagenen hatte Baric nur mehr zwölf Feldspieler zur Verfügung. Zusätzlich machte der Fitnesszustand des Prager Freistoßkönigs Panenka  dem Trainer hinsichtlich des tiefen Terrains im Dynamo-Stadion Sorgen. Die Neuerwerbungen Konsel und Hrstic, sowie der gesperrte Kienast waren für das Europacup-Viertelfinale noch nicht spielberechtigt, weiters waren Weinhofer und Pregesbauer verletzungsbedingt ausgefallen.  Also nahm Baric drei 19-Jährige mit auf die Reise – Koch, Pecl und Weber II.
In Flugzeugen, mehr als 20 Bussen und vielen PKWs folgten die treuen Rapid-Fans ihrer Mannschaft. Leider sollten Sie für ihren Aufwand nicht mit einem Sieg belohnt werden. Dynamo machte von der ersten Minute an Druck und hatte die Hoheit im Mittelfeld. Aber die Hütteldorfer Abwehrreihe blieb in der ersten Halbzeit unbezwungen. Die zweite Hälfte brachte dann aber Gegentore. Nach einem Garger-Fehler ging der DDR-Pokalsieger durch Krankl-Bewacher Trautmann in Führung. In der 56. Minute gab es dann statt eines glasklaren Elferpfiffes des walisischen Schiedsrichters Bridges für Rapid im Gegenstoß das 0:2 durch Minge, bei dem Garger abermals nicht gut aussah. Ulf Kirsten stellte in der 83. Minute den 0:3-Endstand her. Klaus Sammer sprach nun von einer 80:20 Aufstiegschance für sein Team.
„War es das schon für Rapid?“ titelte der <em>Kurier </em>am 7. März. Allgemein gab man den Hütteldorfern nicht mehr allzu große Chancen, das Halbfinale doch noch zu erreichen.<br />Hans Krankl aber meinte: „In einem ausverkauften Hanappi-Stadion können wir es vielleicht noch schaffen!“ Unmöglich erschien dies nicht, konnte Rapid doch bis zum 20. März 1985 in 48 Europacup-Heimspielen achtmal mit 3:0 oder höher gewinnen.<br />Im letzten Meisterschaftsspiel vor dem Europacuphit, gegen Austria Salzburg, reichten starke 45 Minuten für ein 4:0. Stärkster Mann war Reinhard Kienast, der aber gegen Dresden, wie auch Trainer Otto Baric, noch gesperrt sein sollte.
Am Montag vor dem Spiel standen eigentlich noch ein Vor- und Nachmittagstraining auf dem Programm, aber nach einem Wintereinbruch konnte das Spielfeld erst für das Nachmittagstraining nutzbar gemacht werden. Trainer Baric disponierte um und so sah die Mannschaft vormittags die Video-Aufzeichnung des Achtelfinalmatches Metz vs Dynamo Dresden (0:0). Die Sachsen erwiesen sich, nach ihrem 3:1-Sieg im Hinspiel, gegen Barcelona-Bezwinger Metz auch auswärts als kompakte Elf, der man nicht leicht Tore schießen kann. <br />Am Dienstag rückte Rapid ins Camp des Hütteldorfer Gasthauses Ochsenkopf ein.
<strong>DAS SPIEL</strong><br />Das Spielfeld war Sonntag in einer Blitzaktion präventiv durch große Plastikplanen abgedeckt worden. Ein Wintereinbruch hatte diesen Schritt notwendig gemacht. 30 Mann schaufelten Plane und Spielfeld frei. Der Schnee wurde vor den unteren Zuschauerreihen in großen Haufen zusammengeschoben. Das Spiel war zwar gesichert, aber der Boden war tief. Die Ecken im Stadion waren damals noch mit Sitzplätzen gefüllt und vor der Nord- bzw. Südtribüne gab es noch Zäune, dafür keine Netze und kein Dach auf der Ost- und Westtribüne.<br />Rapid spielte mit einer Veränderung zum Auswärtsspiel – Panenka war statt Gröss mit dabei. Die Aufstellung der Hütteldorfer war auf alle Fälle optimistisch. Mit Krankl halblinks, Pacult halbrechts und Kranjcar zentral standen drei Stürmer am Tableau. Die Rapid-Fans waren nicht ganz so zuversichtlich. Nur 15.000 kamen bei eisigen Temperaturen ins Hanappi-Stadion.
Rapid ging dynamisch ins Spiel und nach gut zwei Minuten hatte man den ersten Eckball, welchen Panenka zur Mitte trat. Willfurth erkämpfte sich am Sechzehner den Ball und dann wurde es kurios: Krankl, dem ja ein gesunder Wille zum eigenen Torschuss nachgesagt wurde, stieß den besser positionierten Pacult von hinten weg. Peter Pacult, der wohl annahm, von einem Dresdner bedrängt worden zu sein, ließ sich theatralisch nach vorne fallen – Pfiff!  Ein Elfmeter, der wohl selbst von Schülerliga-Schiedsrichtern nur alle Dekaden gepfiffen wird. Nach zwei Minuten und 50 Sekunden gab es also Strafstoß für Rapid. Allerdings wäre es dem Publikum lieber gewesen, der Pfiff wäre ausgeblieben. Erstens war es ein höchst umstrittener Elfer, zweitens hatte der damals schon leicht angegraute Krankl beim Pfiff bereits das vermeintliche 1:0 erzielt. Kurios ging es weiter. Der Mann für alle Standards, Panenka, schnappte sich den Ball und schoss zwar kraftvoll, aber leider an die linke Stange. Den Abpraller konnte der „gefoulte“ Pacult durch einen schnellen Antritt in den Strafraum verwerten. Das herbeigesehnte schnelle Tor war gelungen, der erste Schritt war getan!<br />„Zugabe“ schallte es von den Rängen, und die Grünen marschierten weiter Richtung Dresdner Tor. Nach einem weiteren Eckball von Antonín Panenka gab es wenige Minuten nach dem Tor wieder Elferalarm im Dynamo-Strafraum, diesmal zu Recht, da der Ball einem Dresdner an die Hand gesprungen war. Aber damals wurden Handselfmeter noch nicht so schnell gepfiffen wie heute.<br />In dieser Tonart ging es weiter. Weber leitete den nächsten Angriff ein. Lainer, der immer wieder gefährlich über den rechten Flügel kam, flankte den Ball zur Mitte auf Krankl, der eine Riesenchance vergab. <br />Brucic brachte Rapid mit seiner ungeheuren Laufarbeit ein Übergewicht im Mittelfeld. Auch seine technischen Fähigkeiten und sein kreatives Offensivspiel waren für einen klassischen Sechser von überdurchschnittlicher Qualität. Das Match ging weiter wie ein echtes Cupspiel. Rapid spielte in einem Tempo, als wären soeben die letzten fünf Minuten angebrochen. In Wirklichkeit waren noch mehr als 80 Minuten auf tiefem Boden zu spielen. <br />Nach zehn Minuten kamen die Dresdner zu ihrem ersten Konter, bei dem Ulf Kirsten ca. 20 Meter vor dem Rapid-Tor von Libero Weber nur mehr durch ein Foul gestoppt werden konnte. Dörner trat an und schoss wuchtig und zentral auf „Funki“ Feurer, der den Ball nicht unter Kontrolle bringen konnte. Minge köpfelte den Abpraller an die Latte, von wo der Ball auf die Linie sprang und schließlich von Leo Lainer in letzter Sekunde weggeschlagen werden konnte. Die Chance war aber noch nicht vorbei – ein Dresdner köpfelte den Ball aber knapp übers Tor. Ein kurzes Aufflackern ging jetzt durch die Dynamo-Mannschaft. Das Spiel wurde offener und Dresden sah die Chance auf das wohl entscheidende Auswärtstor gekommen.<br />Aber in der 17. Minute war es erstmal wieder vorbei mit dem Dresdner Angriffsspiel. Der Linienrichter sah ein Foul an Lainer auf der rechten Seite, fünf Meter vom Sechzehnereck entfernt.  Antonín Panenka schlenzte den Ball zentral vor den Fünfer, wo Lainer aufstieg und unhaltbar in die rechte Ecke köpfelte – 2:0! Im Anschluss wurde das Spiel offen gehalten. Rapid kam sogar zu Konterchancen im eigenen Stadion. Petar Brucic verfehlte mit einem Weitschuss nur knapp das Ziel. Herrlich die mehrtönigen Hupen, die man zu dieser Zeit immer wieder in den österreichischen Stadien hören konnte!<br />Rapid kam zu weiteren Großchancen: Krankl schickte Kranjcar mit einem Lochpass, der plötzlich alleine vor Goalie Jakubowski stand, welcher den Ball mit seinem Bein noch vor die Füße von Pacult abwehren konnte, der den bereits geschlagenen Tormann nochmals anschoss, und einen Augenblick später brachte Krankl das gleiche Kunststück gleich noch einmal zustande. Unglaublich, das hätte das 3:0 sein müssen!<br />In der 27. Minute wurde dann Brucic ca. 20 Meter vor dem gegnerischen Tor gefoult. Einheimische und Gegner wussten, dass es sich bei dem Freistoß um einen Fall für Panenka handeln würde. Dieser traf aber nur die Mauer. Die nächste Möglichkeit folgte kurz darauf, ein indirekter Freistoß knapp innerhalb des Strafraums, der aber ebenfalls nichts einbrachte. Rapid ging weiterhin ein unglaubliches Tempo und kam im Minutentakt in den gegnerischen Strafraum. Fast jede Situation vor dem Tor von Jakubowski  war gefährlich.<br />Die Dresdner ihrerseits versuchten, bei Ballgewinn schnell umzuschalten und mit der gesamten Mannschaft anzugreifen. Von großem Erfolg war diese Taktik allerdings nicht gekrönt. Zu dominant und ballsicher war Rapid, und in der 37. Minute wurde der enorme Kampfgeist der Baric-Truppe zum dritten Mal belohnt. Die Entstehungsgeschichte: Garger passte von der Mittellinie auf den an den Sechzehner gesprinteten Lainer, der per Kopf auf Kranjcar ablegen konnte, der sich mit 110%igem Einsatz in einem Dreikampf mit dem gegnerischen Tormann samt Verteidiger wiederfand. Nachdem der Dresdner Keeper den Ball nur wegfausten konnte, sprintete Peter Pacult um einen verdutzten Verteidiger herum und brachte den Ball mit letztem Einsatz ins Tor. Ein Tor Marke Kampfgeist, Marke Rapid Wien 1985, Marke Rock’n’Roll! Rapids Spiel glich einem Motörhead-Konzert. 90 Minuten in diesem Tempo war normalerweise aber genetischen Wundern wie Lemmy Kilmister vorbehalten. Doch was skandierten die enthusiasmierten Zuseher? „Zugabe, Zugabe!“<br />Bis zur Pause war Rapid weiter überlegen, kam aber zu keinen zwingenden Gelegenheiten mehr. In der 45. Minute konnte Weber einen Konter nur durch ein grobes Foul unterbinden, was ihm die gelbe Karte und damit, im Falle eines  Aufstiegs, eine Sperre im nächsten Spiel einbrachte. Damit ging es in die Pause.
In den Pausengesprächen waren sich alle einig, dass Rapid in Dresden nicht so unterlegen war, wie Dynamo in der ersten Halbzeit in Wien. Den Hütteldorfern konnte man Pauschallob für die ersten 45 Minuten zollen. Kein Spieler war nicht „überragend“. <br />Otto Baric war damals noch gesperrt und saß auf der Südtribüne. Auf der Betreuerbank vertrat ihn sein Assistent Willi Kaipel.  Der kroatische Rapid-Chefcoach meinte in der Pause, er traue seiner Mannschaft noch zwei Tore zu. Andere hatten die Befürchtung, die nunmehr erreichte Verlängerung könne noch in Gefahr gebracht werden.
Knapp nach der Pause kam die erste Warnung der Dresdner durch einen  Freistoß aus ca. 18 Metern Entfernung. Die Mauer fälschte den Schuss knapp neben die Torstange ab. Der anschließende Eckball brachte den Dresdnern eine gute Kopfball-Torchance, die aber vom nicht 100%ig sicheren Feurer abgefangen werden konnte. Im Gegenzug schoss Willfurth von der rechten Seite aus etwa 16 Metern knapp am Tor vorbei. <br />Rapid war in den ersten zehn Minuten der zweiten Halbzeit nicht so druckvoll wie davor, was die Dresdner offensichtlich irritierte. Rapid kämpfte, Pacult grätschte am eigenen Sechzehner, der 36-jährige Panenka stand seinem jungen Kollegen trotz des kräfteraubenden Terrains in nichts nach.<br />Dresden hatte zu diesem Zeitpunkt bereits gewechselt: Torsten Gütschow, der von Lainer völlig kaltgestellt worden war, ging und Lippmann kam. Kurz darauf kam Pilz zu einer guten Torchance per Kopf, woraus der zweite Eckball für Dresden resultierte. <br />Die nächste Chance hatte Rapid durch einen Freistoß. Wieder „Panenka-Time“, dieses Mal waren es knapp über 20 Meter. Der Ball ging über die Mauer mit viel Effet an die Querlatte. Der Knall war offensichtlich ein Weckruf für die Hütteldofer, welche nun wieder druckvoller agierten. Dann die 69. Minute: Garger schlug von der Mittellinie einen weiten Pass auf Kranjcar, der Ball wurde aber von einem Dresdner Verteidiger auf Karl Brauneder weitergeleitet, der daraufhin von Schuster gefoult wurde. Dieses Mal gab es keine zwei Meinungen – Elfmeter. Panenka lief erneut an, dieses Mal ging die Reise des Balls in die rechte Ecke und ins Tor. Jakubowski konnte zwar die Ecke erraten, der Schuss war aber zu platziert. 4:0 für Rapid – der Aufstieg ins Semifinale nahm immer konkretere Formen an!<br />„Hier regiert der S-C-R“ kam es von den Rängen, es wurde keine Zugabe mehr gefordert. Obwohl das 4:0 noch immer die Gefahr des Ausscheidens im Falle eines Gegentors in sich barg.<br />Die smarten Gastgeber verlegte sich nun auf das Konterspiel und wurden dadurch noch gefährlicher. Rapid kam so im Gegenzug wieder zu einer Riesenchance in einer 2:1-Situation vor dem gegnerischen Tor, aber Krankl konnte sich nicht überwinden, den Ball zum unfassbar freien Pacult zu passen und holte nur mehr einen Eckball heraus. Da waren mehr als 70 Minuten gespielt. Pacult, damals schon mit gutem Selbstvertrauen ausgestattet, revanchierte sich fünf Minuten später mit einem nicht gespielten Ball auf den in hervorragender Position und ungedeckt vor dem leeren Tor stehenden Krankl.<br />Die Rapid-Viertelstunde wurde eingeklatscht. Neben der Euphorie über das begeisternde Rapid-Spiel war nach wie vor eine hohe Nervosität spürbar. Konnten die Hütteldorfer das unglaubliche Tempo auf dem tiefen Boden bis zum Schluss durchhalten?<br />Der linke Verteidiger der Dresdner, Döschner, hatte ein Einsehen mit den Fans und spielte einen unglaublichen Querpass auf Krankl.  Der sprintete Richtung Westtribüne und zog in der 78. Minute aus 30 Metern flach ins linke Eck ab – 5:0! Da Krankl im Jubel auf die Bande vor der West sprang, sah er von Schiedsrichter Delmer auch noch Gelb. Egal, das Semifinale im Cup der Cupsieger war nun zum Greifen nah.<br />Dresden kam nur noch zu einer Halbchance, während Rapid nichts mehr anbrennen ließ. Im Gegenteil, man hatte auch jetzt die besseren Chancen. So zum Beispiel Krankl in der 85. Minute nach einem Solo. Schuster rettete für Dresden auf der Linie, Pacult wäre wieder in besserer Position frei gestanden. Nach dem daraus resultierenden Eckball wäre Brauneder fast per Fersler erfolgreich gewesen. „Charly“ hatte in der 87. Minute gleich noch eine Chance, wieder nach einem Freistoß. Die Rapidler spielten nach wie vor so, als müssten sie noch drei Tore erzielen. Man vermittelte den Eindruck, dass jeder einzelne Spieler noch sein Tor machen wollte. Eckbälle wurden schnell abgespielt, keine Spur von Taktieren. Dann der Schlusspfiff. <br />Alle, die sich an diesem Abend Sorgen über das Durchhaltevermögen der Hütteldorfer machten, wurden eines Besseren belehrt. Es war ein Abend des Rapid-Geistes, ein Spiel, wie man es nur in Hütteldorf sehen konnte. Es war eines der besten Spiele eines der besten Rapid-Teams aller Zeiten!
<strong>DAS DANACH:</strong><br />Unbeschreibliche Jubelszenen spielten sich in der Rapid-Kabine ab. Otto Baric sprach vom besten Spiel in den drei Jahren, die er bei Rapid war. Für Heri Weber war es „noch schöner als Manchester, weil zu Hause. Ich glaube, es hat noch nie so eine gute Rapid gegeben wie heute. Es war eine Steigerung gegenüber Manchester!“<br />Peter Pacult: „ Das ist phänomenal, von Anfang bis zum Ende volle Maschine. Das kann man nur beschreiben mit dem 8. Weltwunder, gegen so eine starke Mannschaft. Der glücklichste Augenblick bisher in meinem Leben!“<br />Hans Krankl: „Endlich war ich dabei, in Manchester war ich ja nicht dabei. So etwas habe ich in den letzten Jahren nicht erlebt. Die beste Rapid, in der ich je gespielt habe! Und bei mir ist es seltsam. Je älter ich werde, desto besser – wie der Wein, ein Wahnsinn!“<br />Im krassen Gegensatz zur Euphorie bei Rapid berichteten die ostdeutschen Medien am Tag danach von der „schlimmsten Niederlage in der Geschichte Dynamo Dresdens“.
Die Europacup-Saison sollte für Rapid noch drei Spiele bringen. Der SCR stand zum zweiten Mal nach 1961 im Semifinale eines europäischen Bewerbs – damals scheiterte man im Europacup der Landesmeister an Benfica Lissabon. Der zweite Versuch sollte erfolgreicher enden: Über Dynamo Moskau ging die Europatournee des Rockteams Rapid Wien mit einem <link magazin/legendaere-matches/read/article/mit-31-gegen-dynamo-prudnikov-richtung-ec-finale.html>3:1-Heimsieg</link> und einem anschließenden 1:1 in Moskau weiter bis ins Finale, wo Everton wartete.<br />Damals sensationelle 10.000 Rapid-Fans machten sich mit dem Team auf den Weg nach Rotterdam.  Aber das in Höchstform agierende Liverpooler Team war eine Nummer zu groß für Rapid, vor allem auch, weil mit Brucic, Willfurth und Panenka, der erst spät eingewechselt werden konnte, drei Stammspieler des Mittelfelds im Endspiel fehlten.
Trotz der Final-Niederlage – Rapid hatte sich in diesem Jahr in die oberen Etagen des europäischen Fußballs zurückgespielt, man war wieder wer! <br />Auf nationaler Ebene konnte man in dieser Saison nochmals den Cupsieg feiern.  In einem spannenden Finale wurde die Wiener Austria im Elfmeterschießen besiegt. In der Meisterschaft musste man sich mit dem Vizemeistertitel begnügen, neun Punkte hinter dem violetten Erzfeind.
25 Jahre später sollte es zu einem erneuten Aufeinandertreffen der durch eine lange Fanfreundschaft verbundenen Vereine Rapid und Dynamo Dresden kommen. Mehr dazu findet Ihr in einem <link magazin/hoppen-mit-rapid/read/article/revanche-gefuehle-im-saukalten-dresden.html>Hopping-Bericht von diesem Testspiel</link>.
(kebog)
<br /><strong>DIE FAKTEN:</strong><br /><strong>EUROPACUP DER CUPSIEGER 1984/85, VIERTELFINAL-RÜCKSPIEL am 20 März 1985</strong><br /><strong>SK RAPID WIEN – Dynamo Dresden 5:0 (3:0)</strong><br />Hanappi-Stadion, 15.000, SR Alain Delmer (FRA)<br /><strong>Torfolge:</strong> 1:0 (4.) Pacult, 2:0 (17.) Lainer, 3:0 (38.) Pacult, 4:0 (69. Elfer) Panenka, 5:0 (78.) Krankl
<strong>SK RAPID WIEN (4-3-3):</strong> Feurer (1) – Weber (5) – Lainer (2), Garger (3), Brauneder (4) –  Panenka (8), Brucic (10), Willfurth (6) –  Pacult (11), Kranjcar (7), Krankl (9)<br /><strong>Dynamo Dresden: </strong>Jakubowski – Dörner – Schuster, Trautmann, Döschner – Häfner, Pilz (81. Losert), Stübner – Gütschow (53. Lippmann), Kirsten, Minge
<strong>Gelbe Karten:</strong> Weber, Brucic, Krankl, Willfurth; Döschner
<br /><strong>QUELLEN:</strong><br />Rapidarchiv<br />Rapid-Chronik<br />Kurier<br />Arbeiterzeitung<br />Forza Rapid<br /><link http://www.schwarzgelb-dynamo.de/>www.schwarzgelb-dynamo.de</link>]]></content:encoded>
			<category>Legendäre Matches</category>
			
			
			<pubDate>Sun, 05 Feb 2012 10:28:00 +0100</pubDate>
			
		</item>
		
		<item>
			<title>Dritte Niederlage im vierten Spiel</title>
			<link>http://www.forza-rapid.com/single-view/article/dritte-niederlage-im-vierten-spiel.html</link>
			<description>Nach der bisher besten Leistung des Winterkönigs in den Vorbereitungsspielen zur Frühjahrssaison...</description>
			<content:encoded><![CDATA[Im zweiten Spiel zum Atlantic Cup in Faro begann Rapid gegen Odense BK aus Dänemark im Vergleich zum ersten Spiel gegen den FC Midtjylland in fast komplett veränderter Aufstellung: Novota; Thonhofer, Sonnleitner, Soma, Katzer; Kulovits, Wydra (kurzarm); Alar, Hofmann (kurz), Prokopic (kurz); Nuhiu. Nur Hofmann und Katzer standen – wie bereits im ersten Testmatch in Portugal – wieder in der Anfangsformation.<br />Nachdem sich Rapid in der vor kurzem zu Ende gegangenen Transferzeit sehr zurückhaltend verhalten und heute auch noch Hamdi Salihi, der in 90 Pflichtspielen 53 Treffer für Rapid erzielte, in die USA verkauft hat, waren die beiden Amateure Wydra und Grozurek die einzigen Neuen im Kader für das Trainingslager.<br />Rapid begann auch diesmal im allseits beliebten 4-2-3-1 System, das dann obsolet sein sollte, wenn es dann im Frühjahr daheim gegen Wiener Neustadt oder Kapfenberg geht. Bei unserem „Überangebot“ an Stürmern (Nuhiu, Gartler) ist ja auch nicht viel anderes möglich, als mit einer Solospitze zu agieren. Burgstaller ist für mich kein klassischer Stürmer und Deni Alar spielt mir viel zu defensiv. Danke an die Transferpolitik des Vereines! Ich würde für mir die nächste Transferzeit wirklich mehr Einsatz am Markt wünschen („Jimmy“ Hoffer !!!).
Sei’s drum. Schiedsrichter Hugo Miguel pfiff das Spiel um 20:00 Ortszeit im EM-Stadion von 2004 vor ein paar wenigen (vor allem Rapid-)Fans an. Rapid begann das Spiel gegen den Achten der dänischen Liga offensiver und besser als vergangenen Samstag. Bereits nach zwei Minuten die erste Flanke in den Strafraum der Dänen, die – so wie Rapid – das erste Spiel im Atlantic Cup verloren. Aber der dänische Schlussmann Mats Toppel fing diese genauso sicher herunter, wie die Hereingabe von Prokopic sieben Minuten später. Nach zehn Minuten, in denen Rapid die Mannschaft mit mehr Ballbesitz war, der erste Angriff der Skandinavier: Flankenversuche von beiden Seiten mit anschließendem Weitschuss  des Kapitäns Andreasen stellten Novota, der heute den Vorzug gegenüber Königshofer erhielt, aber vor kein Problem.<br />Die Dänen wurden aber stärker und sollten mehr vom Spiel bekommen. Kulovits konnte nach 16 Minuten eine Flanke in den Strafraum nicht verhindern, aber Novota konnte diese im Nachfassen bändigen. Nach dieser Phase erfing sich Rapid und hatte wieder mehr vom Spiel. Vor allem Wydra hatte in der Anfangsphase sehr viele Ballkontakte und wirkte auch sehr sicher. In der 18. Minute kam es zu einer guten Flanke von Prokopic, mit der der Tormann der Dänen aber keine Probleme hatte.<br />Einmal mehr zeigte unser Kapitän was Einsatz bedeutet, indem er im Gegenangriff defensiv einen Angriff der Dänen stoppte und in den Corner rettete.<br />In Minute 22 dann zuerst ein hoher Freistoß von SHFG in den Strafraum der Dänen, den Katzer hart bedrängt mit dem Kopf nicht erwischte. Daraus entwickelte sich ein blitzschneller Konter der Skandinavier. Kadry lief aus leicht abseitsverdächtiger Position alleine auf Novota. Der konnte aber das 1:1-Duell gegen den Angreifer im Herauslaufen für sich entscheiden. Mitentscheidend in diesem Duell war, dass Hofmann mit einem kurzen Rempler gegen Kadry im Strafraum (dafür hätte es durchaus auch Elfer geben können, wenn Kadry gefallen wäre) entscheidend störte und  einmal mehr bewies, dass ein offensiver Mittelfeldspieler auch im eigenen Strafraum aushelfen kann. <br />Nach 25 Minuten ging Rapid zum ersten Mal in diesem Jahr in einem Spiel in Führung. Nach einem Traumpass von Soma (!) auf den jetzt zentraler und offensiver spielenden Deni Alar kam Toppel zu spät aus seinem Tor, und so war Alar früher am Ball und konnte diesen ins Tor heben – 1:0 für Rapid. Nach einem Weitschuss in der 31. Minute ging unser Kapitän vom Feld und machte für Burgstaller Platz. Die Kapitänsschleife übernahm wie üblich Kulovits. Nach diesem Wechsel wechselte Alar wieder auf den Flügel, Burgstaller spielte zentral.<br />Nach einem Steilpass von Nuhiu auf Alar, der aber im Strafraum nicht an seinem Gegenspieler vorbeikam, gab es zwischen der 35. und 36. Minute drei Eckbälle für Rapid (alle von links Prokopic). Nach dem dritten dieser Serie, den Burgstaller durch energischen Einsatz gegen Ruud herausholte, kam Nuhiu im Strafraum zu Fall. Aber der Elferpfiff, der auch unberechtigt gewesen wäre, blieb aus. Die leichte Berührung war zu wenig, Nuhiu fiel viel zu leicht.<br />Ganz anders war das in der 37. Minute. Nuhiu kam nach gutem Pass von Alar im Strafraum erneut zu Fall. Bei dieser Aktion hätte es aber durchaus Elfer geben können, da Mendy Nuhiu eindeutig von hinten zu Fall brachte.<br />Danach wurde es für kurze Zeit etwas ruppiger. Burgstaller wurde von Mendy, der ziemlich rustikal zur Sache ging, mit der Hand im Gesicht getroffen und revanchierte sich kurze Zeit an einem anderen Dänen mit gestrecktem Fuß – eine sehr rüde Attacke, die sich wohl auch eine rote Karte verdient hätte (so wie es die portugiesische Regie auch kurz anzeigte). Er erhielt aber nur die gelbe Karte, musste aber kurz zur Behandlung vom Feld. <br />Drei Minuten vor der Pause ein Solo von Bashkin, bei dem er Alar und Thonhofer düpierte und zwischen den beiden in den Strafraum eindrang, dort auch noch Sonnleitner aussteigen ließ. Seinen Pass knallte Gislason auf die Latte. Von dort sprang der Ball auf, ob vor oder hinter der Linie ist schwer zu sagen. Den zurückspringenden Ball köpfte jedenfalls Kapitän Andreason, der von Soma und Novota nicht am Kopfball gehindert werden konnte, zum Ausgleich ins Tor. In der Nachspielzeit der ersten Halbzeit gab es noch gelbe Karten für Prokopic und Gislason nach einer Rangelei, die nach einem Foul und darauffolgendem Nachtreten entstand.
Zu Beginn der zweiten Spielhälfte dann die schon vorher angekündigten Spielerwechsel bei Rapid: Schimpelsberger und Pichler (beide kurzarm) kamen für Katzer und Sonnleitner. Am Spielsystem 4-2-3-1 änderte sich dadurch nichts. Hätte mich auch gewundert. <br />In der 47. Minute sollte dann bereits die beste Offensivaktion Rapids in der zweiten Hälfte folgen. Alars Freistoß mit links – nach Foul an Nuhiu, der sehr viel lief und einige Freistöße herausholte – ging aber knapp am rechten Kreuzeck vorbei. Der Ex-Kapfenberger war Rapids Bester an diesem Abend!<br />In der 48. Minute kam Gislason am Elfer ganz alleine zum Kopfball. Die Aussenstange rettete Novota und Rapid aber vor dem Rückstand. Danach probierte es Rapid wieder über die Seite. Zwei Flanken von Prokopic und eine – wieder viel zu hohe/schlechte – von Schimpelsberger bedeuteten aber keine Gefahr.<br />In der 53. Minute leisteten sich unsere beiden Innenverteidiger innerhalb kürzester Zeit je einen Fehler: Zuerst spielte Pichler beim Herausspielen genau einen Gegner an, Soma besserte aus, ehe er bald darauf selbst patzte. Die Dänen konnten daraus aber zum Glück kein Kapital schlagen. Eine Minute später versuchte Kulovits offensiv Akzente zu setzen und spielte Nuhiu im Strafraum gut an, der konnte sich aber im Zweikampf gegen Larsen nicht durchsetzen. Im Gegenzug verlor Soma (zum wiederholten Mal) ein Kopfballduell, und so kam Morten Skoubo zum Kopfball, der aber zu schwach ausfiel. Nach einem Eckball in Minute 56 eine ähnliche Situation: Die Dänen kamen im Strafraum zu einer Kopfballstafette und degradierten die Rapid-Verteidigung dabei zu Statisten. Novota fängt den Ball aber sicher.<br />Nach einem Eckball für Rapid (58., Burgstaller von links), einem Wechsel bei den Dänen (58. Djemba Dejmba für Skoubo) und einem Freistoß für Rapid (59., nach hartem Einstieg von Larsen gegen Nuhiu von hinten) mit anschließendem ungefährlichen Kopfball von Nuhiu wurden die Dänen immer stärker. Rapid agierte in dieser Phase des Spieles nicht konsequent genug und machte den Gegner dadurch stark.<br />Ein Stanglpass von Thonhofer nach gutem Zuspiel von Burgstaller (65.), der viel zu durchsichtig war, und ein Weitschuss von Prokopic (66.), der aber mehr an einen Free Kick beim American Football erinnerte als an einen gefährlichen Torschuss beim Fußball, sowie eine Nuhiu-Chance (70.) nach Burgstaller-Stanglpass waren die Offensivaktionen vor der größten Chance, um in Führung zu gehen.<br />In der 72. Minute hatte Burgstaller nach Doppelpass eine Riesenchance, aber sein Schuss aus kurzer Distanz ging über das Tor.<br />Nach zwei Wechseln bei den Dänen (74.)  wurde die Rapid-Viertelstunde mit bengalischen Feuern von den Fans eingeleitet. Nachdem in der 76. Minute Grozurek für Prokopic eingewechselt wurde, hatte Schöttel bis auf die beiden noch bis vor kurzem verletzen Gartler und Schrammel und HP24 alle mitgenommen Spieler zumindest für ein paar Minuten eingesetzt.<br />Noch in der gleichen Minute leistete sich Burgstaller im Mittelfeld einen katastrophalen Fehler. Völlig unbedrängt spielte er im Mittelfeld Christian Sorensen, der erst vor kurzem ins Spiel gekommen war, an. Dieser startete ein Solo bis zur Strafraumgrenze und lies Novota mit einem satten Schuss ins linke Eck überhaupt keine Chance. So war Rapid wieder einmal im Rückstand – 1:2.<br />In der 79. Minute war Soma wieder einmal viel zu langsam. Durch das daraus resultierende Foul kamen die Dänen zu einer Freistoßchance von der Strafraumgrenze, dieser ging aber in die Mauer und Rapid konnte sich befreien. In der 81. Minute schon wieder eine schlechte Flanke von Schimpelsberger – diesmal in den Rücken der Angreifer. Über Grozurek, Thonhofer und Burgstaller kam der Ball aber noch einmal in den Strafraum der Dänen, die den letzen Pass aber abfangen konnten. <br />In Minute 83 dann ein sehr guter Weitschuss von Wydra, der neben Alar der Beste war, auch wenn er sehr wenig für die Offensive brachte. Den flachen Schuss konnte Toppel aber parieren. Fünf Minuten vor dem Ende noch eine gelbe Karte gegen Djemba Djemba. <br />Rapid versuchte verzweifelt, die nächste Niederlage zu verhindern. Nach einem (wieder von Nuhiu herausgeholten) Freistoß in der letzen Minute von Thonhofer hatte Toppel Probleme, der den Ball nur kurz wegschlagen konnte. Die darauffolgende Flanke in den Strafraum von Thonhofer stellte aber kein Problem für den dänischen Keeper dar.<br />In der Nachspielzeit noch ein Corner von Alar (von rechts), nach Grozurek-Dribbling und Schimpelsberger-Flanke, die ausnahmsweise nicht so schlecht war. Aber der Eckball brachte nichts ein und Rapid musste im dritten Spiel in Folge (FAC 0:1, FC Midtjylland 1:2) eine Niederlage hinnehmen.
Im letzten Spiel vor dem Frühjahrsauftakt in Wiener Neustadt am 12. Februar und dem 300. Derby (18. Februar) trifft Rapid beim Atlantic Cup am Samstag noch auf den schwedischen Verein Helsingborg.
(thomza)]]></content:encoded>
			<category>Spielberichte</category>
			
			
			<pubDate>Fri, 03 Feb 2012 18:27:00 +0100</pubDate>
			
		</item>
		
		<item>
			<title>Niederlage in letzter Minute</title>
			<link>http://www.forza-rapid.com/single-view/article/niederlage-in-letzter-minute.html</link>
			<description>Rapid hat den ersten Test im Trainingslager am Tag nach der Ankunft in Portugal gegen den Dritten...</description>
			<content:encoded><![CDATA[Am Samstag, den 28. Jänner 2012, um 20 Uhr Ortszeit (21 Uhr MEZ) bestritt Rapid im Rahmen des Trainingslagers in Portugal das erste Spiel des „Atlantic Cups“ gegen den dänischen Fusionsklub FC Midtjylland im Estadio Algarve an der Grenze der beiden Orte Faro und Loule.<br />Rapid begann mit Könighofer; Schimpelsberger, Pichler, Patocka, Katzer; Heikkinen, Prager; Trimmel, Hofmann, Drazan (als einziger Spieler mit langen Ärmeln); Burgstaller. Auf der Bank nahmen HP24, Thonhofer, Soma, Kulovits, Prokopic, Wydra, Nuhiu, Grozurek und Alar Platz.
Gleich zu Beginn fiel Drazan, bei  Versuchen direkt und schnell zu spielen, durch einige Fehler auf. Nach fünf Minuten der erste harte Einstieg der Dänen: Sly (einer der zahlreichen Legionäre bei den Dänen, insgesamt sieben Nigerianer im Kader) stieg Katzer ziemlich derb gegen den Knöchel, erhielt aber dafür keine gelbe Karte. Den dafür verhängten Freistoß trat Goalie Königshofer hoch und weit bis zum gegnerischen Strafraum.  Die anschließende Flanke von Schimpelsberger war aber (wie öfters in den letzten Spielen) zu hoch und ging so über Freund und Feind. Nach elf Minuten eine Schlamperei von Patocka (sollte nicht die einzige bleiben in dem Spiel), Katzer konnte gerade noch ins Out retten.  <br />Eine Minute später die erste halbwegs gefährliche Offensivaktion der Grünweißen. Hofmanns Steilpass auf Burgstaller war aber etwas zu steil, und so war der dänische U21-Teamtormann Lössl vor unserer Solospitze am Ball. Eine weitere Minute später war es wieder der Kapitän, der eine Offensivaktion einleitete – er spielte Drazan auf links frei, dessen Flankenversuch rutschte ihm aber über den Rist. <br />Nach einer Viertelstunde ein Fehler in der Hintermannschaft der Dänen. Burgstaller erlief sich einen missglückten Rückpass der Verteidigung, scheiterte aber am gegnerischen Keeper, der in den Corner retten konnte (Corner von links Hofmann). In Minute 18 wieder so eine bereits angesprochene Unsicherheit von Patocka. Er drosch den Ball völlig unbedrängt von der Strafraumgrenze in den Corner...<br />Nach ca. 20 Minuten wurde  die Überlegenheit der Dänen immer größer. Sie hatten wesentlich mehr Ballbesitz und waren feldüberlegen. So auch in Minute 21, als Pichler bei einer Spielerei im Strafraum den Ball verlor und die Skandinavier zu einem Torschuss kamen, der aber am Tor vorbeiging.<br />In Minute 22 war dann Trimmel zum ersten Mal zu sehen. Nach gutem Körpereinsatz im Strafraum holte er die zweite Ecke für Rapid in diesem Spiel heraus (rechts Hofmann). Wie ungefährlich Rapid in dieser ersten Halbzeit war, zeigten auch ein Freistoß von Hofmann (23.), der viel zu nahe zum Tormann ging, und der Nachschuss von Burgstaller, der mehr als ungefährlich war. <br />Nach einem weiteren Eckball für die Dänen (24.) kamen die Dänen nach einer viel zu kurzen  Abwehr von Pichler aus ca. elf Metern zum nächsten Torschuss (27.), schossen aber Patocka an und der Ball ging wieder in den Corner. Nach diesem Eckball kam es zu bis dahin größten Chance im Spiel – ein Kopfball, den Könighofer aber im Nachfassen halten konnte.  Der sofort folgende Ausschuss über das gesamte Spielfeld kam aber nicht bei Burgstaller an.<br />In dieser Phase des Spieles hatte Rapid große Probleme mit dem Pressing der Dänen und im eigenen Spielaufbau, was sich in vielen Fehlpasses äußerte. So auch in Minute 28 bei einem Abseits von Katzer und einem der vielen technischen Ballannahme-Fehler von Drazan in Minute 31.<br />Die Dänen hingegen kamen immer wieder gefährlich vor unser Tor. So auch in der 32. Minute, als Pichler einen Schussversuch vom Sechzehner gerade noch abblocken konnte und sich Rapid eine Zeit lang nicht befreien konnte, bis ein Däne für Rapid befreite, indem er den Ball bei einem Schussversuch nicht traf und der Ball ihm über den Fuß sprang.<br />In der 35. Minute gab es dann endlich wieder eine offensive Aktion der Rapidler. Hofmann verlagerte das Spiel auf Schimpelsberger, der Trimmel optimal in den Lauf spielte, dessen Flanke aber weniger optimal war.<br />In Minute 37 bewiesen die Dänen wieder, dass sie dieses Spiel ernster nahmen als Rapid. Wieder ein überharter Einstieg. Diesmal stieg der dänische U-19-Nationalspieler Hvilsum Pichler auf die Ferse. Auch diesmal griff der junge portugiesische Schiedsrichter nicht zur gelben Karte. Drei Minuten vor dem Pausenpfiff bewies Trimmel einmal mehr die Ungefährlichkeit der Rapidler. Nach einem Konter über Prager spielte er den Ball genau zum Gegner. Knapp vor dem Pausenpfiff dann noch eine Abseitsstellung von Burgstaller. <br />Und fast wäre Rapid doch noch in der ersten Halbzeit in Führung gegangen! Nach dem zweiten katastrophalen Rückpassfehler in der dänischen Hintermannschaft, sprintete Hofmann in diesen, aber wieder war Lössl schneller am Ball und konnte so retten.
Die zweite Hälfte Rapid begann Rapid unverändert (bis auf Burgstaller, der auf lange Ärmeln wechselte). Rapid kam verbessert aus der Kabine, was sie in der 48. Minute auch gleich bewiesen. Nach einem Doppelpass mit Katzer konnten die Skandinavier einen Stanglpass von Drazan gerade noch abwehren. Im Gegenzug aber gleich wieder die Dänen. Jakub Paulsen, 19facher dänischer Internationaler, kam von der Strafraumgrenze zum Schuss. Königshofer, der sehr sicher und souverän wirkte, konnte den Schuss auf das kurze Eck aber wegfausten. Das Spiel entwickelte sich in der Anfangsphase der zweiten Hälfte etwas ausgeglichener als vor der Pause. <br />Nach einem gefährlichen Freistoß, der von Paulssen in den Strafraum der Rapidler getreten wurde, pfiff der Unparteiische zum Glück Freistoß für Rapid, da Mats Hvilsum seine Hände überall, vor allem im Gesicht von Pichler, hatte (58.).<br />Nach einer Stunde die ersten Spielerwechsel bei Rapid: Alar (langarm) für Trimmel, Kulovits (lang) für Heikkinen,  Prokopic für Drazan und Nuhiu (lang) für Burgstaller.<br />Danach die erste und einzige Unsicherheit bei unserem Schlussmann: Ein harmloser Rückpass sprang Königshofer über den Fuß. Er erreichte den Ball aber gerade noch vor der Toroutlinie und konnte so einen Eckball verhindern. <br />Rapid bewies danach, dass sie verbessert aus der Kabine kamen. In Minute 63 ein Angriff über Alar, der etwas frischen Wind brachte. Nuhiu kam mit dem Kopf aber nicht zum Ball, weil Lössl vor ihm am Ball war. Eine Minute später dann ein Freistoß von Hofmann in den Strafraum, den Lössl aus den Händen fallen ließ. Den dafür fälligen Eckball (Prokopic von links) fing er aber sicher herunter. <br />Dann waren wieder die Dänen am Zug: Hvilsum kam im Strafraum an Pichler vorbei, aber nicht an Königshofer, der dem Dänen mutig entgegenlief und ihm den  Ball vom Fuß nahm (67.). Nach einem Hofmann-Eckball von rechts, den Schimpelsberger mit energischem Einsatz herausholte, kam Patocka zum Kopfball. Dieser ging aber deutlich über das Tor und stellte keine Gefahr dar (68.). Zwischen der 70. und 72. Minute wieder ein paar gute Aktion der jetzt immer stärker werden Hütteldorfer. Hofmann fing einen Pass der Dänen ab, über Alar kam der Ball zu Prokopic, dessen Schuss aber zu schwach ausfiel. Wenig später kam Prager nach einer guten Alar-Flanke zu einem zu schwachen Weitschuss. Im nächsten Angriff ging ein Hofmann-Weitschuss rechts am Tor vorbei.<br />Vor Beginn der Rapid-Viertelstunde, die von den mitgereisten Fans der Ultras-Sektion Meidling eingeklatscht wurde, hatten die Dänen ihre bis dahin größte Chance. Sly kam aus kurzer Distanz völlig unbedrängt zum Schuss, aber Könighshofer war auf dem Posten. In der 76. Minute kam Thonhofer (langarm) für Hofamnn ins Spiel. Dies führte auch zu einer Umstellung der Positionen: Prager und Kulovits agierten im defensiven Mittelfeld, das offensive bildeten Thonhofer, Prokopic und Alar. Stefan Kulovits übernahm die Kapitänsschleife.<br />In der 78. Minute war es dann soweit. Nach einem Fehler in der Hintermannschaft – Pichler stand viel zu weit vom Gegner, Patocka und Katzer waren nicht zu sehen – kam Marco Larssen von links aus ca. zwölf Metern zum Schuss. Königshofer war bei diesem satten Schuss völlig chancenlos und plötzlich stand es 0:1.<br />Neun Minuten vor dem Ende versuchten Prokopic (mit einem schwachen Freistoß in die Ein-Mann-Mauer) und Kulovits (mit einem noch viel schwächeren Nachschuss) mit untauglichen Mitteln, den Ausgleich zu erzielen. Rapid stellte jetzt auf eine Doppelspitze – Alar wurde offensiver,  leider etwas zu offensiv , was er  gleich mit einem Abseits bewies (83.).<br />Rapid versuchte jetzt alles, um noch den Ausgleich zu erzielen. So zum Beispiel Prokopic, dessen Schuss drei Minuten vor dem Ende nach Prager-Solo aus ca. 16 Metern über das Tor ging. Besser machte es Thonhofer in der 89. Minute: Dessen haltbarer Schuss von der Strafraumgrenze, nach einer weiten Flanke aus der Verteidigung (von Katzer?), sprang Lössl über die Hände und zum Ausgleich ins Tor.<br />Als alle mit dem Unentschieden rechneten, leistete sich Rapids Verteidigung in der Nachspielzeit  noch einen kollektiven Fehler. Pichler ging seinen Gegner nicht energisch genug an und ließ diesen in den Strafraum eindringen.  Katzer konnte durch eine Spielerei die Flanke nicht verhindern.  Patocka war überhaupt nicht zu sehen. Und in der Mitte verlor Schimpelsberger das Kopfballduell. So konnte Pedersen aus kurzer Distanz gegen den abermals chancenlosen Königshofer zum Endstand von 1:2 aus der Sicht Rapids einköpfen.<br /><br />(thomza)]]></content:encoded>
			<category>Spielberichte</category>
			
			
			<pubDate>Tue, 31 Jan 2012 12:35:00 +0100</pubDate>
			
		</item>
		
		<item>
			<title>„Ich brauche Spielpraxis!“</title>
			<link>http://www.forza-rapid.com/single-view/article/ich-brauche-spielpraxis.html</link>
			<description>Lukas Königshofer ist im vergangenen Spätherbst aus dem Schatten seiner Torhüter-Konkurrenz...</description>
			<content:encoded><![CDATA[Nur vier Bundesliga-Partien hat Lukas Königshofer für Rapid bislang absolviert. Doch seine Bilanz liest sich trotz seines noch kurzen Werdegangs als Einser-Goalie ausgezeichnet: Der Shootingstar hat keinen einzigen Fehler begangen, Rapid vielmehr in einigen Situationen Punkte gerettet. Mit starken Paraden, olympiaverdächtigen Auswürfen und der Aura eines Routiniers hat es der Mann mit der Rückennummer 30 auf den beachtlichen zweiten Platz bei der <em>Forza-Rapid</em>-Wahl zum „Rapidler der Herbstsaison“ gebracht.<br />„Luky“ wurde in Wien geboren und ist in Mödling aufgewachsen. „Ich war mit meinem Vater aber fast immer im Hanappi-Stadion. Meine Familie ist schon seit jeher grünweiß angehaucht.“ Die eindeutige Tendenz bei den Königshofers pro Rapid ist aber nicht der einzige Grund, warum sich Lukas als Rapid-Goalie optimal unterstützt fühlen darf. Sein Vater Roland hat bei Steher-Weltmeisterschaften dreimal Gold, viermal Silber und fünfmal Bronze geholt und ist nicht zuletzt wegen dieser Erfahrungen eine wichtige Konstante im Leben des Niederösterreichers.
<blockquote>Bei Entscheidungen hat er den selben Einfluss wie jeder Vater bei seinem Kind. Der Unterschied in unserer Familie ist der, dass mein Vater aus dem Spitzensport kommt und mir dadurch vor allem im mentalen Bereich viele Tipps geben kann. Seine Ratschläge, wie ich mit schwierigen Situationen umgehen kann, waren bislang sehr wertvoll.</blockquote>
Neben seiner Leidenschaft für Eishockey („Ich leide momentan sehr mit den Capitals!“) hat Lukas ein Faible für den FC Liverpool und ist ein großer Verehrer von Pepe Reina. Mit seinen Ausführungen zum Kultklub aus der „Beatles-Stadt“ und dessen Tormann-Star stellt der 1,93 Meter große Goalie sein Feuer und seinen Ehrgeiz unter Beweis.
<blockquote>Begonnen hat meine Leidenschaft für die „Reds“, als sie 2005 das Champions-League-Finale gegen den AC Milan nach einem 0:3-Rückstand noch gedreht haben. Als dann Pepe Reina dazukam, hat mich Liverpool noch mehr fasziniert. Seine Ausschüsse und das Schnellmachen des Spiels haben es mir besonders angetan. Auch seine Persönlichkeit taugt mir extrem! Und er ist ein reaktionsschneller „Pflock“, der sich vor nichts und niemandem anscheißt. Das ist vielleicht auch eine Ähnlichkeit zu mir. Wenn es sich ausgeht, schaue ich mir die Spiele immer an. Ich würde auch liebend gerne nach England fliegen und die Atmosphäre an der Anfield Road einatmen. Dafür fehlt mir aber die Zeit. Irgendwann wird es sich hoffentlich so ergeben, dass ich selbst dort spiele! Dann brauch ich nicht mehre als Tourist hinzufliegen. <em>(lacht)</em> Im Ernst: Wenn man keine Ziele hat, schafft man auch nichts Außergewöhnliches. Die Premier League ist mit Sicherheit ein langfristiges Ziel von mir.</blockquote>
Seine Einstellung unterstreicht der momentan in Donaustadt bei seiner Freundin lebende Königshofer mit zwei Tattoos. Lukas‘ linken Oberarm ziert ein Lebensbaum mit dem – aus dem Französischen übersetzten – Spruch: „Jeder ist seines eigenen Glückes Schmied“. Das Peckerl auf der gegenüberliegenden Seite ist noch nicht fertig, hat aber ein Carpe-diem-Motto. „Man soll etwas mit seinem Leben anfangen!“<br />Im Sommer 2009 ist Lukas von Austria Kärnten gekommen („Auch in meiner Zeit in Kärnten war ich ein Grüner durch und durch!“), im kommenden Sommer endet der Vertrag des ausgesprochen sympathisch, geerdet, locker und fokussiert wirkenden Schlussmannes. Obacht also, liebe Rapid-Verantwortliche – die Wachablöse auf der Tormann-Position ist bei Rapid voll am Laufen!
<strong>1.</strong><br /><strong>Lukas, seit Deinem Wechsel zu Rapid hattest Du eine schwere Verletzung (Kreuzbandriss) und kaum Möglichkeiten, Dich zu präsentieren. In welcher Situation wolltest Du am ehesten aus Hütteldorf flüchten?</strong><br />Ans Aufgeben habe ich nie gedacht! Es hat aber sehr wohl öfters Situationen gegeben, wo ein Wechsel im Raum gestanden ist. Es gab mehrere Interessenten, aber letztlich ist ein Transfer immer an den speziellen Umständen gescheitert. Ich hatte beispielsweise Probetrainings in England – bei Blackburn und West Ham. In Blackburn war ich im Sommer 2009, knapp bevor ich zu Rapid gekommen bin. Ich habe ein sehr gutes Feedback bekommen, wurde aber nicht genommen, weil der Vorstand ausgetauscht wurde und plötzlich niemand mehr zuständig war. Dann bin ich zu Rapid gegangen, wofür ich in der Zwischenzeit sehr dankbar bin! Bei West Ham habe ich mittrainiert, als wir in Innsbruck 0:4 verloren haben. Man war sportlich von mir überzeugt, aber Avram Grant wollte nicht das Risiko eingehen, mich als Zweier hinter Robert Green, der damals nicht gerade sattelfest war, zu verpflichten. Dazwischen, als sich Gebauer verletzt hat, wollte mich Ried ausleihen. Letztlich wurde aber Hesl geholt. Knapp danach habe ich mir das Kreuzband gerissen und war schon ziemlich down. Umso mehr Auftrieb hat es mir gegeben, als ich gut vier Monate später für die Amateure spielen konnte. Das Comeback war ein absolutes Highlight-Erlebnis für mich! 
<strong>2.</strong><br /><strong>Bei Deinem Debüt in Mattersburg warst Du überragend. Viele Fußballer meinen, dass neben Talent und Einstellung auch das Glück ein entscheidender Faktor für eine Kicker-Karriere ist. War der an die Stange abgewehrte Mörz-Schuss in der 6. Minute so ein „Glücksfall“, der Dir einen entscheidenden Schub gegeben hat?</strong><br />Auf alle Fälle! Wenn man im ersten Bundesligaspiel so einen Schuss hält, hilft es enorm. Es war eine Angelegenheit von ein paar Millimetern. Wäre der Ball ins Tor gegangen, hätte ich auch nichts machen können, aber so habe ich einen Wahnsinns-Schub an Motivation und Selbstvertrauen bekommen. Jede Flanke, die ich heruntergepflückt habe, hat mich weiter gestärkt und mir Sicherheit gegeben. Das hat sich in den nachfolgenden Spielen immer weiter gesteigert.
<strong>3.</strong><br /><strong>Du hast einen Startvorteil im Kampf um das Einser-Leiberl, meinte Peter Schöttel. Du selbst hast einmal gemeint: „Für den Erfolg gehe ich über Leichen!“ Fühlst Du Dich als „Einser“? Und was müssen Jan Novota und Helge Payer befürchten?</strong><br /><em>(lacht)</em> Das Zitat ist schon eine lange Zeit her und kann anders interpretiert werden, als es gemeint war! Ich schaue schon, dass ich über meine sportlichen Fähigkeiten zum Erfolg komme. Jemanden zu „schneiden“, ist aber gar nicht meine Art! Das Zitat ist so zu verstehen, dass ich dem Fußball alles unterordne und immer alles unternehmen werde, um meine Ziele zu erreichen. Das tue ich auch momentan. Was die Einserposition anbelangt, kann ich nur sagen, dass ich die letzten Spiele im Herbst im Kasten gestanden bin und auch etwas von einem Bonus gehört habe. Ansonsten kann, angefangen bei Verletzungen, immer sehr viel passieren. Das Wichtigste ist, dass ich Gas gebe und möglichst weiter im Tor stehe. Wenn das geklappt hat, möchte ich natürlich so gut spielen, dass der Trainer keinen Grund hat, mich herauszunehmen.
<strong>4.</strong><br /><strong>Ein Zitat auf Deiner Homepage lautet: „Unser Ziel muss der Meistertitel sein!“ Was muss Deiner Meinung nach passieren, damit die „Mission 33“ ins Rollen kommt? Und ist die Mannschaft nach den zuletzt schwachen Testspielen verunsichert oder verbessert sie sich unbeirrbar? </strong><br />Zu meinem Zitat kann ich nur sagen: Sicher! Wir sind Rapid und stehen nach der Halbzeit auf dem ersten ersten Platz. Mehr muss ich dazu nicht sagen. Die zwei Testspiele verunsichern uns keinesfalls. Wir stehen mittendrin in einer harten Trainingsphase und merken, wie wir uns körperlich im Vergleich zum Sommer weiterentwickelt haben. Die Werte gehen bei fast allen Spielern stark nach oben! Um die Rückrunde mit der bestmöglichen Fitness bestreiten zu können, müssen wir damit weitermachen. Außerdem kommt im Training immer mehr die spielerische Komponente hinzu. Auch hier haben wir noch viel Potential nach oben. Einiges davon werden wir ausschöpfen müssen, um die „Mission 33“ zu einem glücklichen Ende für alle führen zu können. Die Vergangenheit ist diesbezüglich irrelevant. Der eine oder andere Fehlstart ins Frühjahr war in den letzten Jahren sicher dabei, aber ein Vergleich ist absurd, da wir neue Trainer und viele neue Spieler haben. Sicher ist, dass wir die drei Punkte aus der Partie gegen Wr. Neustadt mitnehmen „müssen“. Abgesehen davon, dass man uns diese Zähler nicht mehr wegnehmen könnte, wollen wir sofort voller Selbstbewusstsein einen positiven Run starten. Dieses Feeling kann uns nur ein Auftaktsieg bescheren. Die schwierige Auslosung danach sehe ich sehr positiv, denn gegen unsere direkten Konkurrenten können wir besonders viel gewinnen!
<strong>5.</strong><br /><strong>Du bist noch sehr jung für einen Tormann. Was sind Deine Stärken? Woran musst Du noch arbeiten? Was sind Deine Ziele?</strong><br />Jung ist immer relativ. Wenn man in den letzten Jahren nach Deutschland geschaut hat, hat man einige Goalies mit 19, 20 Jahren gesehen, die schon Stammspieler bei ihren Vereinen waren bzw. sind. Meiner Meinung nach ist der Routine-Anspruch, den man an Torhüter oft stellt, nicht mehr zeitgemäß. Vor allem, wenn man bedenkt, dass man Routine nur mit Spielpraxis erreichen kann. Eine meiner ganz großen Stärken ist die schnelle Spieleröffnung. Wenn ich den Ball habe, werfe oder schieße ich ihn zumeist sofort aus, so weit und präzise wie möglich. Ich bin auch eher der ruhige und gefasste Typ, der nicht sofort zu flippen beginnt. Diesbezüglich hat mir mein Vater wertvolle Tipps gegeben. Ich weiß einfach, wie ich mit verschiedenen Situationen umgehen kann. Was die Schwächen anbelagt – ein fertiger Spieler ist man meiner Meinung nach nie. Man kann immer und in jeder Hinsicht dazulernen! Ich brauche einfach Spiele und möglichst viele Einsatzminuten, weil man in der Praxis einfach am meisten lernt. Ansonsten gilt: Man kann alles verbessern, verfeinern und steigern! Diese Denkensweise werde ich hoffentlich nie ablegen. Bislang habe ich fünf Länderspiele für die U-21 absolviert. Seit Sommer bin ich aber altersmäßig nicht mehr für diese Auswahl relevant. Was das A-Team anbelangt, ist es natürlich so, dass das Nationalteam mein Ziel ist! Von den Nachwuchsteams weiß ich noch, wie es ist, wenn man für sein Land spielt. Abgesehen von der Marktwertsteigerung ist es ein super Gefühl, für Österreich aufzulaufen! Ob es in meinem Fall eher lang- oder kurzfristig dazu kommen wird, liegt vor allem an mir und meinen Leistungen. Letztlich aber natürlich auch an den Entscheidungen des Teamtrainers.
<br /><em>Interview vom 23.01.2012</em>]]></content:encoded>
			<category>5 Fragen</category>
			
			
			<pubDate>Fri, 27 Jan 2012 13:29:00 +0100</pubDate>
			
		</item>
		
		<item>
			<title>Das R A P I D E U M</title>
			<link>http://www.forza-rapid.com/single-view/article/das-r-a-p-i-d-e-u-m.html</link>
			<description>Viel wurde darüber gesprochen, nun wurde es endlich verwirklicht – das Rapideum. Unserem...</description>
			<content:encoded><![CDATA[Am 14. Dezember 2011 konnte Rapid endlich auch in dieser Kategorie mit den europäischen Großklubs gleichziehen und eröffnete das so genannte RAPIDEUM feierlich unter Anwesenheit der beiden Kuratoren Domenico Jacono und Thorsten Leitgeb, als auch einiger Legenden, unter anderem Jahrhundert-Rapidler Hans Krankl.
Schon beim Außenanblick des Rapideums bleibt wohl jedem Grünweißen vor lauter Stolz der Atem weg! Wo sich früher unterhalb der Südtribüne der Fanshop befand, wurde innerhalb der letzten beiden Jahre ein auf knapp 100 Quadratmeter limitiertes Schmuckstuck erdacht und umgesetzt. Alleine die mächtige Statue von „Mister Rapid“ Dionys Schönecker am Vorplatz des Museums erinnert an die große Tradition unserer Rapid, wie auch zum Beispiel in London die Sir-Bobby-Moore-Statue im Wembley-Stadium.
Sowohl das Innen- , als auch das Außenleben des alten Fanshops sind kaum wiederzuerkennen. Man merkt schon nach wenigen Schritten, mit wieviel Liebe zum Detail hier gearbeitet wurde. Durch Glasscheiben  kann man sich bereits von außen anhand etlicher Pokale ein Bild von der glorreichen Geschichte der Hütteldorfer Kanoniere machen. <br />Das Konzept selbst ist  nahezu einzigartig: (Auch) Aus Platzgründen gibt es herausziehbare Laden, wobei jede einzelne Lade einen  Teil der langen Geschichte Rapids beschreibt. Sei es etwas über die Zeiten des Nationalsozialismus, die schwarze Ära der Rapid-AG und die argentinischen Transferflops Adrian Czornomaz und Hugo Maradona in den frühen 90er Jahren, den sensationellen Auswärtserfolg gegen Lok Moskau im Jahr 2005 oder die Europa-League-Duelle gegen Aston Villa: Sowohl die schwärzesten, als auch die schönsten Stunden des SCR sind in diesen Laden vorhanden. <br />Damit auch dem modernen Standard Genüge geleistet wird, wurden Touchscreens eingebaut, auf denen man sehr rares Videomaterial aus der Vergangenheit sehen kann. Allein hier könnte man Stunden verbringen, da man einige Videos am liebsten gleich mehrere Male ansehen würde, beispielsweise von den großen Europacupnächten gegen Dynamo Dresden 1985, Inter Mailand 1990, Feyenoord Rotterdam 1996 oder Partizan Belgrad 2001. <br />Neben Videoaufnahmen sind zu den großen Europacupspielen aus vergangenen Zeiten auch ein Wimpel und Schuhe von „Büffel“ Christian Stumpf vom legendären <link magazin/legendaere-matches/read/article/in-letzter-sekunde-zum-triumph.html>4:0 gegen Sporting Lissabon</link> ausgestellt.<br /> <br />Auch Trikots, die mit den Europacup-Schlachten gegen Celtic Glasgow im Jahr 1984 verbunden sind, sind vorhanden. Zum einen das rote Trikot (von Michael Keller), mit dem Rapid durch ein Pacult-Tor das Wiederholungsspiel in Manchester 1:0 gewann (die Farbe wurde gewählt, weil man sich so die Unterstützung der Manchester-United-Fans erhoffte!), zum anderen ein durch einen Trikottausch vorhandenes Celtic-Trikot – ironischerweise eine Leihgabe von Rudi Weinhofer, durch dessen Kopf-Platzwunde, ausgelöst durch einen angeblichen Whiskeyflaschen-Wurf, überhaupt erst die Wiederholungspartie zustande kam!<br />Zum vielleicht wichtigsten (und leider auch oft vergessenen!) Freundschaftsspiel in der Geschichte Rapids vom Pfingstsonntag 1953, dem <link magazin/legendaere-matches/read/article/rapid-deklassierte-arsenal-im-duell-der-kanoniere.html>6:1 gegen Arsenal London</link> gibt es ebenso Material, wie zum sensationellen <link magazin/legendaere-matches/read/article/mit-der-niederlage-gewann-das-gruene-ballett.html>Aufstieg gegen Real Madrid im Meisterpokal 1968</link>. Beide Ereignisse dürfen eine ganze Vitrine ihr Eigen nennen.
Um die ganzen Erfolge auch wirklich in materialistischer Form „fassbar“ machen zu können, wurden einige – zum Teil auch nachgebildete – Pokale im Rapideum ausgestellt. Die Schmuckstücke unter den Trophäen sind mit Sicherheit der Mitropacup (Vorgänger des UEFA-Pokals), den Rapid 1930 gegen Sparta Prag gewann, und eine Replika-Version des Viktoria-Pokals, der in einjähriger Arbeit detailgetreu reproduziert wurde und an den deutschen Pokalsieg 1941 erinnert.<br />Der Zentropapokal, der ausschließlich im Jahre 1951 vergeben wurde und kurioserweise vom Unterrichtsministerium gestiftet wurde, stellt eine der ersten fußballerischen Trophäen der Nachkriegszeit dar.  Ein weiteres Prunkstück ist der alte, silberne ÖFB-Pokal, welcher vom ÖFB als Leihgabe zur Verfügung gestellt wurde und von 1919 bis 1985 an die österreichischen Cupsieger vergeben wurde. In den letzten drei Jahren (1983-1985) gewann jeweils Rapid diesen Pokal. Hoffentlich kann man in naher Zukunft auch den aktuellen Pokal zumindest für ein Jahr erobern...
Und was wäre ein Rekordmeister ohne einer entsprechenden Würdigung im vereinseigenen Museum? Neben dem Meisterpokal aus dem Jahr 1913 (die Schale gab es erst später) sind auch Meistermedaillen von Ehrenkapitän Heribert Weber aus den 80er-Jahren und von Markus Katzer aus den letzten beiden Meisterjahren vorhanden, um die langjährige Tradition und Geschichte des wichtigsten nationalen Titels zu unterstreichen. Zusätzlich finden auch Schuhe von Steffen Hofmann aus den Meisterjahren 2005 und 2008, mit den Namen seiner beiden Töchter, Platz in dieser Vitrine. Wer weiß, vielleicht kommt ja im Sommer 2012 ein neuer Schuh hinzu!
Was für mich, speziell als Fan der jüngeren Generation, sehr interessant war, sind die beiden in der Mitte des Museums platzierten Ausstellungsstücke rund um die Pfarrwiese, der Heimstätte Rapids bis zum Jahre 1978. Neben einer originalen Sitzbank der Pfarrwiese, welche freundlicherweise für das Museum zur Verfügung gestellt wurde, steht ein maßstabgetreu (1:140) nachgebautes Modell der Pfarrwiese im Zentrum des Museums. Schade, dass von dieser legendären Spielstätte nichts mehr übrig blieb und sie das gleiche Schicksal mit vielen anderen ehemaligen Spielstätten in Wien teilen muss.
Einer der legendärsten Spieler, der die Aura der Pfarrwiese viele Jahre prägte, hat ebenfalls eine sehr interessante Lade im Rapideum: „Wödmasta“ Ernst Happel. Neben einem Aschenbecher, den er im Zuge des Weltpokalfinales 1970 als Trainer von Feyenoord Rotterdam bekam, befinden sich auch noch ein Ausweis von der WM 1978, eine taktische Anweisung und eine Packung „Belga“-Zigaretten, eine Leihgabe seiner Enkelkinder, in der Sammlung.
Das Ebenbild eines Rapidlers, der bei den Gegnern Rapids auf beiden legendären Hütteldorfer Spielstätten Angst und Schrecken verbreitete, hat alleine aufgrund seines Status einen Ehrenplatz: Jahrhundert-Rapidler Hans Krankl. Im Mittelpunkt steht die Trophäe für den „Rapidler des Jahrhunderts“, welche im Rahmen des 100-Jahre-Turniers 1999 im Ernst-Happel-Stadion nach einer Fanwahl ausgehändigt wurde. Ebenso sind ein „Spieler des Jahres 1981“-Wimpel, Schuhe, ein Trikot und eine Cupsieger-Medaille der Saison 1982/83 vorzufinden.
Dass es auch schon grünweiße Schützenfeste vor den Hütteldorfer Zeiten gab, beweisen Informationen über die ersten beiden Spielstätten Rapids, namentlich den Exerzierplatz auf der Schmelz und den nahegelegenen Rudolfsheimer Sportplatz.<br />Eine alte Karte der Schmelz zeigt die unglaubliche Breite an Vereinen, die allesamt zu den Anfangszeiten, als der Wiener Fußball salonfähig wurde, in dieser Umgebung ansässig waren. Einige wenige Plätze auf dieser Karte, wie der Helfort-Platz, existieren auch noch heute.<br />Auf selbiger Karte findet sich auch der Rudolfsheimer Sportplatz, wo Rapid von 1903 bis 1910 seine Heimspiele austrug. Wenn man dann anhand dieses Ausschnittes auch noch in Erfahrung bringt, dass die Wohnung von „Mr. Rapid“ Dionys Schönecker und das Rapid-Clubcafé in der selben Gasse lagen, wie der aktuelle Wohnsitz des Autors dieses Berichts, betrachtet man diese geschichtsträchtige Sammlung mit noch mehr „Stolz“!<br />Leider ist auch vom Rudolfsheimer Sportplatz quasi nichts mehr übrig geblieben. Auf dem Areal der ehemaligen Spielstätte befinden sich Wohnbauten und Geschäfte, auf einem Teil davon befand sich bis 1995 der Meiselmarkt. Einzig die angrenzende Rudolfsheimer Pfarrkirche, die schon damals über das Gebiet ragte, ist heute noch vorhanden.
Eben erwähnter „Mr. Rapid“ ist neben der Statue außerhalb des Museums auch drinnen selbstverständlich vertreten. Neben einer goldenen Taschenuhr befinden sich auch Fotos und die Todesanzeige des viel zu früh verstorbenen Dionys Schönecker in dieser zeitgeschichtlichen Sammlung wieder.
Um die Umstände zu Zeiten des Nationalsozialismus nicht zu vergessen, wurde eine Lade konstruiert, die Dokumente aus den damaligen Zeiten enthält. Diese Lade stellt ein Unikat im gesamtem Museum dar: Es ist die einzige, die sich nicht schließen lässt. Nicht grundlos wurde besagte Lade mit dem Text „Niemals vergessen!“ gekennzeichnet. Alleine an diesem Beispiel kann man erneut erkennen, wie tiefgründig die Planungen der Kuratoren für die Reise in die Geschichte Rapids waren!
„Wandle das grün und weiße Band entlang, das alle Rapidler gestern wie HEUTE vereint“ – ein Zitat, welches gleich beim Eingang des Rapideums und zu Beginn dieses Artikels zu lesen ist. Damit man diesem Spruch auch gerecht wird, finden sich auch Anekdoten von Erfolgen jüngerer Tage im Rapideum ein. <br />Verdiente Rapidler wie Michael Konsel, der wie einige andere Legenden eine eigene Vitrine besitzt, sind genauso vertreten, wie Peter Schöttel, Antonin Panenka oder Andreas Herzog.<br />Als wertvollster Spieler der letzten Dekade kommt der bereits erwähnte Kapitän Steffen Hofmann zu seiner verdienten Würdigung. Sein Trikot vom vielleicht wichtigsten Sieg der letzten Jahre, dem 7:0 gegen Red Bull Salzburg am Ostersonntag 2008, ist hinter Glas zu finden. Ebenfalls ausgestellt ist ein Auswärtstrikot aus der Saison 2004/05. Umgeben von den Dressen strahlt der Titel des Torschützenkönigs 2009/10 hervor, den der Deutsche als erster Mittelfeldspieler überhaupt gewann.
Weitere Anekdoten aus dieser Zeit sind die Maske des nunmehrigen Salzburg-Spielers Stefan Maierhofer, der nach einem Nasenbeinbruch die Austria mit einem Doppelpack als „Phantom von Hütteldorf“ punteklos nach Favoriten zurückschoss, und ein Trikot von Ümit Korkmaz aus der Meistersaison 2008, das gleichzeitig für die Gründungsfarben rot/blau sowie als positives Beispiel für einen Spieler mit Migrationshintergrund steht.
Doch nicht nur die grünweißen Legenden „vom Feld“ haben ihren Platz im Museum gefunden, auch die über die Grenzen Hütteldorfs/Österreichs bekannte Fanszene Rapids nimmt einen großen Platz im Rapideum ein, von der Terrorszene bis hin zu den Ultras. Weitere besondere Schmuckstücke sind ein mit Aufnähern übersätes Jeans-Gilet (mit absoluten Raritäten); ein Megaphon in den Vereinsfarben, welches nach dem legendären 1:0-Auswärtssieg gegen Lokomotive Moskau in der CL-Quali 2005 nicht mehr zum Einsatz kam etc. Als Symbol der jahrelangen Verbundenheit zwischen Fans und Spielern steht die Kapitänsschleife Steffen Hofmanns mit dem Block-West-Schriftzug, welche der Kapitän seit Ende der vergangenen Saison leider nicht mehr trägt.
Quasi als Abschluss dieser Reise durch die grünweiße Vergangenheit möchte ich hier noch gerne zwei Zitate von großen Persönlichkeiten der Fanszene Rapids wiedergeben,  die sich nach diesem Besuch sehr stark in meinem Gedächtnis einprägten und die ich den <em>Forza-Rapid</em>-LeserInnen nicht weiter vorenthalten möchte: <br />„I zoi mein Kirchenbeitrog bei da Rapid ei!“ – „Rapid-Charly“ Finding <br />„I bin scho am Rapid-Plotz gaungan, wia mei Muatta mit mia no schwaunga woa.“ – Paula Neiss, geb. 1923
Beim Verlassen des Museums kommt man dann noch unverweigerlich an einer Glasscheibe vorbei, hinter der sich nichts befindet. Sie steht als Platzhalter für den größten unser aller Träume: „DER TELLER GEHÖRT NACH HÜTTELDORF!“
Fazit: Auch wenn die „Mission 33“ aufgrund der Ausgangslage nicht unrealistisch scheint, empfehle ich schon vorher einen Besuch im Rapideum! Nach jahrelanger Planung findet man hier eine herrliche Ansammlung an Trophäen und Anekdoten aus der Geschichte Rapids, die sich kein echter Grünweißer bzw. Rotblauer entgehen lassen sollte!<br />Wenn man bedenkt, dass dies erst der Anfang ist und noch viele weitere Exemplare auf ihre Ausstellung im Rapideum warten, kann man nur gespannt darauf sein, was man in den Folgejahren noch zu sehen bekommt. Denn eine Erweiterung des Rapideums ist in den Sanierungs- und Vergrößerungsplänen für das Hanappi-Stadion hoffentlich ganz selbstverständlich inbegriffen.<br />Das Rapideum ist nicht nur für deutschsprachige Besucher geeignet, weil jeder Text auch auf Englisch vorhanden ist und Sprachbarrieren aus diesem Grund wegfallen. Als weiteres Special gibt es jeden ersten Freitag im Monat eine Führung durch einen der beiden Museumskuratoren bzw. einer Vereinslegende, was wohl auch eher einzigartig ist. All diese aufgezählten Gründe sollten für jeden echten Rapidler Anlass genug für einen Besuch dieser geschichtsträchtigen Stätte sein!
(jusch)]]></content:encoded>
			<category>Thema</category>
			
			
			<pubDate>Mon, 23 Jan 2012 15:45:00 +0100</pubDate>
			
		</item>
		
		<item>
			<title>Blamage gegen Drittligisten</title>
			<link>http://www.forza-rapid.com/single-view/article/blamage-gegen-drittligisten.html</link>
			<description>Im zweiten Testspiel zur Fortsetzung der „Mission 33“ im Frühjahr verlor Rapid gegen den...</description>
			<content:encoded><![CDATA[Am Samstag, den 21. Jänner 2012, bestritt Rapid bei trockenem Wetter und einigen wenigen Plusgraden gegen den FAC, Drittletzter der Regionalliga Ost, im Hanappi-Stadion den zweiten Test für das Frühjahr. <br />Rapid begann mit: Novota (dessen Einsatz bereits vor einigen Tagen von Trainer Schöttel angekündigt wurde, und der im Frühjahr wahrscheinlich um die Nummer Zwei hinter Lukas Königshofer mit Helge Payer rittern wird); Thonhofer, Pichler, Patocka, Katzer; Heikkinen (wie immer in kurzen Ärmeln – na ja, er muss solche Temperaturen wohl aus seiner Heimat gewohnt sein), Amateur Dominik Wydra (der bereits seinen Namen als Schriftzug auf dem Trikot mit der Nummer 25 hatte); Trimmel, Hofmann, Drazan; Nuhiu.
Bereits nach drei Minuten erfolgte der erste gefährliche Angriff Rapids über links. Nach einem Doppelpass mit Nuhiu flankte Drazan scharf zur Mitte, in der Mitte erreichte aber keiner diesen Ball. Drei Minuten später der erste Eckball für Rapid (Drazan von links, nachdem ein Flankenversuch von Katzer ins Torout abgewehrt wurde): Nuhius Kopfball ging aber in Richtung Cornerfahne anstatt auf das Tor. Trimmel konnte den Ball noch vor der Toroutlinie erlaufen, brachte ihn aber nicht mehr gefährlich genug zurück ins Zentrum. Beim Versuch der Befreiung durch den FAC erkämpfte sich Hofmann den Ball, wurde aber vom Ball getrennt, als er in den Strafraum eindringen wollte. <br />In Minute acht fiel Wydra, der überall am Feld zu finden war, im Strafraum, aber es war viel zu wenig für einen Elferpfiff. Im Gegenzug wurde Ex-Rapidler Sakic auf rechts ins Loch geschickt, aber Pichler stoppte diesen Angriff mit einem ziemlich forschen Reinrutschen.<br />Nach einem Durchbruch von Hofmann drei Minuten später auf rechts wurde dieser gestoppt, den anschließenden – von ihm selbst getretenen – Eckball setzte Pichler links neben das Tor. Weitere drei Minuten später ein Doppelpass zwischen Katzer und Drazan mit anschließender guter Flanke von „Mecky“, aber in der Mitte befand sich kein Mitspieler, der diese Flanke annehmen konnte, und so fing der Tormann der Gäste den Ball problemlos herunter. Weitere drei Minuten später schickte Hofmann Thonhofer auf rechts, der schneller als sein Gegenspieler am Ball war, aber nur einen weiteren Eckball herausholte. Nach diesem Eckball kam Patocka, der zwei Minuten zuvor noch den Fuß eines Gegners im Gesicht spüren musste, im Strafraum zum Schuss. Der Schuss blieb aber in den vielen Beinen im Strafraum hängen und kam nur ganz schwach bis zum Tormann. In Minute 18 konnte Nuhiu zum wiederholten Male ein gutes Anspiel nicht annehmen und verlor so erneut einen Ball. <br />Nach einem Pressball zwischen der Nummer 6 der Floridsdorfer (Andreas Bauer) und Nuhiu, bei dem der FAC-Akteur ziemlich hart einstieg, blieben beide liegen und mussten außerhalb des Spielfeldes weiterbehandelt werden (19., Nuhiu Schulter, Bauer Fuß). Während Nuhiu zwei Minuten später wieder aufs Feld zurückkehren konnte, mussten die Gäste bereits früh verletzungsbedingt wechseln.<br />Dass der FAC viel härter (aber niemals brutal oder verletzungsgefährlich) einstieg, als der Sportklub vor einer Woche, bewiesen die Floridsdorfer auch bei einem Foul an Trimmel. Nach diesem Foul brachte Hofmann den Freistoß von rechts zur Mitte, wo Nuhiu versuchte, den Ball mit dem Hinterkopf im Tor unterzubringen, was aber misslang. <br />Nach einem weiteren Eckball in Minute 23 hämmerte Drazan einen kurz abgespielten Freistoß von Hofmann rechts am Tor vorbei (28.). In der 30. Minute versuchte Hofmann, einen Freistoss von rechts (nach einer mit der Hand heruntergefangenen Flanke von Katzer) direkt im Tor unterzubringen. Aber der mitten auf das Tor geschossene Ball war kein Problem für Gästetorhüter Jausner. <br />Wie in den letzen Spielen üblich wechselten Trimmel und Drazan nach ca. einer halben Stunde die Seiten, um zehn Minuten später wieder ihre angestammten Positionen einzunehmen.<br />In Minute 32 endlich eine gelungene Aktion von Heikkinen, der Drazan freispielte. Der erste Versuch von Drazan – ein Stanglpass – wurde noch abgeblockt, der zweite Versuche – eine gute Flanke – wurde von Nuhiu mit dem Kopf nicht gut erwischt, da er vom Verteidiger hart bedrängt wurde. Eine Minute später die beste und einzig wirklich gefährliche Aktion in der ersten Hälfte: Nach einem Freistoß von Hofmann von rechts köpfte Patocka nur ganz knapp übers Tor. <br />In Minute 35 dann die kalte Dusche: Zuerst wurde Patocka am Sechzehner ausgespielt, irgendwie brachte Rapid den Ball dann doch aus der Gefahrenzone. Doch nach der anschliessenden Flanke in den Strafraum pfiff der Schiedsrichter plötzlich Elfer. Nach den Gesten des Schiedsrichters zu schließen, stieß Patocka seinen Gegner bzw. stütze er sich auf ihm auf. Ein paar meiner Nachbarn auf der Tribüne wollten auch ein Handspiel gesehen haben. Den Elfmeter knallte der Ex-Rapidler Bichelhuber unter die Latte. Novota war dabei in der falschen Ecke und chancenlos. <br />Zwei Minuten später gab es gleich zwei Stürmerfouls von Nuhiu innerhalb kürzester Zeit. Der dabei heftig protestierende Drazan wurde vom Schiedsrichter aufgefordert, sich zu beruhigen und still zu sein. Nach einem ziemlich rüden Einstieg (nach eigenem Ballverlust) bekam Thonhofer in Minute 38 die einzige Gelbe des Spieles präsentiert. Rapid leistete sich (vor allem) nach dem Gegentreffer immer wieder katastrophale Fehlpasses im Spielaufbau (Heikkinen, Thonhofer), was natürlich dazu beitrug, dass keine wirklich guten Chancen herausgespielt werden konnten.<br />So musste es unser Kapitän wieder einmal mit einem Freistoß probieren. Er setzte einen solchen aus ca. 20 Metern links knapp neben das Tor, und sorgte so zumindest für ein bisschen Gefahr für das Gästetor. An der letzten guten Aktion in der ersten Hälfte war wieder Hofmann beteiligt, der – nach einem Doppelpass mit Nuhiu – den Ball aus 16 Metern neben das Tor setzte. Pünktlich nach 45 Minuten beendete der Schiedsrichter die erste Hälfte, in der Wydra der Beste bei den Hütteldorfern war (immer anspielbar, ballsicher, kluge Passes bzw. Spielverlagerungen).
In der zweiten Hälfte spielte Rapid mit Novota; Schimpelsberger (natürlich kurzärmlig), Sonnleitner, Patocka, Thonhofer (der von der rechten Aussenverteidigerposition auf die linke Seite wechselte); Kulovits (Kapitän); Alar (mit Handschuhen), Prager, Prokopic (Handschuhe); Grozurek (Nummer 26 und auch bereits mit Namensschriftzug; er trennte sich wieder als Letzter von seinem Trainingsanzug, muss ja ein ganz Erfrorener sein), Burgstaller (mit halblangen Ärmeln). Rapid wechselte also acht neue Spieler ein, während der FAC nur viermal wechselte.<br />In den ersten Minuten der zweiten Hälfte versuchte Rapid gleich ein paar gute Angriffe (über Alar, Burgstaller und Grozurek), die aber allesamt in der Verteildung des Regionalligisten verpufften. In Minute 49 hatte Prager Glück, dass er bei einem rüden Einstieg mit gestrecktem Fuß nicht die gelbe Karte sah. Vier Minuten später versuchte Schimpelsberger nach Doppelpass mit Alar sein Glück mit einem Weitschuss, der aber weit übers Tor ging. <br />Danach die beste Phase der Gäste. Zuerst ging ein Weitschuss aus ca. 18 Metern nach einer zu kurzen Kopfabwehr von Patocka knapp neben das Tor (54.). Danach ein weiterer Weitschuss. Novota hielt den Aufsitzer aber sicher (56.). Nach ca. einer Stunde spielte Schimpelsberger Grozurek im Strafraum frei, der blieb aber in der Verteidigung hängen. <br />Kurze Zeit später versuchte Sonnleitner, wieder einen Ball aus der Verteidigung zu spielen, schaffte es aber zum wiederholten Male nicht, den Ball zu einem Mitspieler zu bringen. <br />Nach einem Schlenzer aufs Tor (61.) durch Thonhofer fabrizierte „Toni“ einen katastrophalen Rückpass (viel zu schwach und zu kurz) auf Patocka. Slawik fuhr dazwischen, ging in den Strafraum und wurde von Thonhofer gerade noch rechtzeitig und entscheidend gestört.<br />In der 65. Minute die beste Aktion der Grünweißen in Hälfte Zwei: Burgstaller spielte auf Alar, der den Ball gefährlich aufs Tor brachte. Der Schuss wurde aber vom Tormann mit einer glänzenden Parade neben das Tor gelenkt. Der dafür fällige Corner von Prokopic (von rechts) brachte nichts ein.<br />Eine Minute später forderten die Zuschauer Elfmeter für Rapid: Nach einem Angriff über Grozurek stieg Prager über den Ball, Burgstallers Schuss wurde im Strafraum mit der Hand abgewehrt. Der Schiedsrichter deutete aber auf den Oberschenkel. Nach einem weiteren Eckball (67., rechts Prokopic, nach einem guten Angriff über Prokopic und Grozurek) und einem Aufsitzer-Weitschuss von Thonhofer aus 35 Metern (68.), der überhaupt kein Problem für den Torhüter bedeutete, hatte wieder der FAC seine Chancen.<br />Nach einem mehr als schlechten Rückpass von Sonnleitner auf Novota (68.) konnte dieser den Ball nur mehr in den Corner schlagen. Der dafür verhängte Eckball wurde auf das kurze Kreuzeck angetragen und Novota musste den Ball wegfausten. Beim nächsten Angriff (69.) der Floridsorfer über links konnte sich Schimpelsberger nur mit einem Foul helfen. Der Freistoß von links ging direkt aufs Tor und Novota konnte wieder nur wegfausten. Nach einiger Zeit und lautstarker Intervention von Trainer Schöttel entschied der Schiedsrichter aufgrund der Anzeige seines Assistenten auf Freistoß für Rapid wegen Abseitsstellung. <br />Etwa ab der 70. Minute wechselten einige Rapidspieler die Positionen: Prokopic rechts im Mittelfeld, Grozurek links im Mittelfeld, Alar hinter der Solospitze Burgstaller. Trotz der Umstellung konnte Rapid keine wirklich großen Chancen herausspielen. Nach zwei weiteren Spielerwechseln bei den Gästen (71. und 75.)  und dem ersten Abseits einen Rapidlers (75. Burgstaller) begann die Rapid-Viertelstunde. In dieser mussten die Zuschauer einen katastrophalen Fehler mitansehen (78.): Schlechter Rückpass von Kulovits auf Patocka, der einen Gegner anschoss, der aber aus dem Fehler zum Glück keine Kapital schlagen konnte. In Minute 79 wurde ein Angriff der Gäste wieder durch einen Abseitspfiff des Schiedsrichters gestoppt. <br />Die bis dahin spielerisch schwache Rapid (obwohl der Gegner um einiges schwächer war, als der Sportclub vor einer Woche) konnte nie wirklich Gefahr erzeugen und Torchancen – so, wie in der Vorwoche, als Salihi einige vernebelte – herausspielen. So lag der Ausgleich auch nie wirklich in der Luft. <br />Burgstaller versuchte sich mit einem Schuss (81.), der weit über das Tor ging. Prokopic, der sich auf rechts den Ball gut mitnahm, versuchte sich mit einer Flanke (82.), die aber abgefangen wurde. Und ein ganz schwacher Freistoß von Prokopic (83., nach  leichtem Stoßen gegen Burgstaller), sowie ein Burgstaller-Schuss (84.) links neben das Kreuzeck (nach einem kurz abgspielten Eckball von Burgstaller auf Prokopic) waren die einzigen Offensivaktionen der Rapidler.<br />Fünf Minuten vor dem Ende hatte Alar die große Chance, doch noch den Ausgleich zu erzielen: Er erkämpfe sich an der Mittellinie den Ball, ging unwiderstehlich durch, aber seinen satten Schuss konnte der Schlussmann der Floridsdorfer noch leicht berühren, und so ging dieser über die Latte. Nach dem daraus resultierenden Eckball (85., Prokopic von links) gab es gleich noch einen Eckball (86., wieder Prokopic von links). Nach diesem Corner konnte Patocka den Ball beim anschließenden Gestocher aber nicht im Tor unterbringen. Zwei Minuten vor dem Ende, als Rapid noch einmal alles versuchte, doch noch den Ausgleich zu erzielen, konnte Sonnleitner (der diesmal an vorderster Front zu finden war) eine Flanke von Thonhofer mit dem Kopf nicht erreichen. <br />Die letzten Aktionen im Spiel waren eine scharfe Flanke von Schimpelsberger in den Strafraum (88.), die an Freund und Feind vorbeiging, ein abgeblockter Schussversuch von Burgstaller (89.), dann blieb Burgstaller nach Grozurek-Pass an der Strafraumgrenze am Gegner hängen (90.), und eine weitere viel zu scharfe Hereingabe von Schimpelsberger (90.) nach kurz abgespieltem Corner von Alar (von links) beendete die unzureichenden Bemühungen unserer Mannschaft.<br />So blieb es bei der enttäuschenden und alles in allem blamablen Niederlage gegen den Drittligisten, die sich Soma, Schrammel, Saurer, Salihi und Gartler ersparen durften bzw. mussten.
Kurz nach Spielende begann dann der Niederschlag. Auf der Altmannsdorfer Straße gab es bereits starken Schneefall. Daheim angekommen bin ich bereits bei dichtem Schneefall in einem angezuckerten „Winter-Wonderland“, mit der Hoffnung und dem Glauben an eine bessere Leistung zum Saisonstart in Wiener Neustadt.
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			<category>Spielberichte</category>
			
			
			<pubDate>Sun, 22 Jan 2012 18:00:00 +0100</pubDate>
			
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			<title>Ein Chancentod und zwei Talentproben</title>
			<link>http://www.forza-rapid.com/single-view/article/ein-chancentod-und-zwei-talentproben.html</link>
			<description>Am vergangenen Samstag startete Rapid in die Testspielphase, bevor es ab dem 12. Februar um die...</description>
			<content:encoded><![CDATA[Rapid begann das Testspiel gegen den Wiener Sportklub (Samstag, 14. Jänner 2012, 14 Uhr) im Hanappi-Stadion in folgender Aufstellung: Payer; Schimpelsberger (als einziger Rapid-Spieler kurzärmlig), Sonnleitner, Pichler, Thonhofer; Alar, Wydra (Nummer 25), Prager, Drazan; Hofmann; Salihi.<br />Bei Sonnenschein, aber kaltem und windigem Wetter spielten Sonnleitner, Thonhofer, Alar und Salihi sogar mit Handschuhen. Auch unser Kapitän, der vor Kurzem zum dritten Mal Vater wurde und sonst immer kurzärmlig aufläuft, spielte diesmal in langen Ärmeln.
Das Spiel begann mit einer Abseitsstellung des Wiener Soprtklubs (3.), gefolgt von einem Eckball für Rapid (5.), den Drazan von links trat, nachdem der Sportklub nach einem Doppelpass von Alar und Salihi gegen den Albaner klären konnte. In Minute sechs fiel Salihi bei einem Stanglpass von Drazan im Strafraum und verfehlt diesen daher. Wenig später: Nach einer Kombination über Wydra und Alar kam der Ball am Elfer zu Salihi, der aber alleine vor Ex-Rapidler Michael Harrauer, dem Tormann der Dornbacher, an diesem scheiterte.<br />Fünf Minuten später startete Drazan, der in den ersten zehn Minuten geschätzte acht bis neunmal nicht an seinem Gegenspieler vorbeikam, ein Solo, schoss aber den hervorragend reagierenden Tormann an. Weitschüsse von Prager (13.) und Drazan (15.) gingen am Tor vorbei. In der 19. Minute gab es den zweiten Rapid-Eckball (wieder von Drazan getreten, wieder von links). In Minute 24 vernebelte unser „Chancentod“ wieder eine Riesenchance. Nach Drazans erster wirklich guter Aktion, einer Flanke in den Strafraum, scheiterte Salihi mit einem Kopfball an Harrauer und konnte den Ball auch im Nachstochern nicht im Tor unterbringen.<br />Zwei Minuten später die nächste 100%ige Chance: Nach Prager-Vorarbeit stand Salihi alleine vor Harrauer. Er versuchte, den Ball am Sportklub-Schlussmann vorbeizuschießen, doch dieser reagierte hervorragend und konnte mit dem Fuß abwehren. In der 31. Minute kam Alar nach dem dritten Eckball (Drazan von rechts) zu einem Weitschuss aus ca. 20 Metern, der Ball ging aber am Tor vorbei. In Minute 32 wäre Harrauer bei einem Hofmann-Weitschuss wohl erstmals geschlagen gewesen, der Ball ging aber knapp links am Tor vorbei. <br />Danach zwei, drei gute Offensivaktionen des Regionalligisten. In der 35. Minute schlenzte Alar, bei einsetzendem Schneefall, den Ball nach Prager-Vorarbeit am linken Kreuzeck vorbei. In Minute 39 dann das (nicht ganz unverdiente) 0:1. Nach katastrophalem Fehler von Pichler knallte Berkovic den Fall aus kurzer Distanz am chancenlosen Payer vorbei in die Maschen. Im Gegenzug fing der fehlerlose Harrauer eine Schimpelsberger-Flanke vor dem ganz freistehenden Salihi, der die Chance aber wohl wieder vernebelt hätte , herunter.<br />Nach Drazans Weitschuss in der 42. Minute kam die Sonne wieder zum Vorschein. Doch nach einer weiteren Abseitsstellung der Dornbacher, musste auch sie mitansehen, wie Salihi die nächste Riesenchance vergab: Alar erkämpfte sich in Minute 45 auf rechts den Ball, spielte auf Steffen Hofmann, der Salihi freispielte. Doch dieser setzte den Ball am leeren Tor vorbei. In Minute 46 pfiff Schiedsrichter Pfeiffer (der heißt wirklich so!) zur Pause und ließ einen Eckball für Rapid nicht mehr ausführen.<br />Die Besten in Hälfte eins auf Seiten Rapids waren meiner Meinung nach Hofmann und Wydra, der Schwächste Christopher Drazan, der zwar viel versuchte, dem aber nicht wirklich viel gelang. Überragender Spieler am Platz war aber Sportklub-Goalie Michael Harrauer.
Die zweite Hälfte begann Rapid mit neun neuen Spielern – während die Gäste nur zwei Wechsel vornahmen – in folgender Aufstellung: Payer; Trimmel (in der Viererkette!), Sonnleitner (der als einziger Feldspieler durchspielte), Heikkinen (Kapitän – in der Innenverteidigung!), Katzer; Kulovits; Burgstaller, Saurer, Prokopic, Grozurek; Nuhiu.<br />Trimmel, Burgstaller, Saurer und Grozurek (Nummer 26, der sich erst knapp vor Anpfiff von seiner wärmenden Haube trennte) spielten aufgrund der Kälte mit Handschuhen.<br />Die zweite Hälfte begann mit zwei Eckbällen für den Sportklub (46. und 47.). In Minute 48 der erste Angriff der Hütteldorfer: Nuhiu kam eher zufällig im Strafraum zum Ball, überhob aber nicht nur den Tormann, sondern auch das Tor. In der 51. Minute versuchten Burgstaller und Grozurek, den Ball in Richtung Tor zu stochern, scheiterten aber. In der 57. Minute konnte der Sportklub den Gleichstand bei den Eckbällen herstellen (3:3). <br />In Minute 60 nahm der Sportklub Torschützen Berkovic aus dem Spiel und ersetze ihn durch Brem. Vier Minuten später hatte Rapid wieder eine Halbchance. Nuhiu brachte den Ball nach Burgstaller-Vorarbeit aber nicht gefährlich genug Richtung Tor. Nach der ersten wirklich gelungenen Aktion in der zweiten Hälfte schloss Katzer, nach hervorragender Vorarbeit von Grozurek auf der linken Seite, mit einem satten Schuss zum 1:1 ab (65.).<br />In Minute 68 kam beim Wiener Sportklub mit Florian Grozurek der Bruder unseres linken Mittelfeldspielers ins Spiel. Nach einem weiteren gelungenen Vorstoß auf der linken Seite von Grozurek, der bis zur Toroutlinie im Strafraum vordringen konnte, versuchte Prokopic diese mit der Ferse im Tor unterzubringen, was aber misslang. In Minute 69 dann zwei von Prokopic von links getretene Eckbälle. Vor dem zweiten dieser Eckbälle drehte Harrauer einen gut getretenen Weitschuss von Prokopic über die Latte. Der zweite Eckball landete übrigens auf der Latte. Harrauer wäre dabei wahrscheinlich geschlagen gewesen. <br />In Minute 72 gab es Elferalarm im Strafraum der Dornbacher. Burgstaller kam nach einem guten Durchbruch von rechts im Strafraum zu Fall. Der Schiedsrichter entschied aber auf Eckball. Und so gab es in der 72. Minute den sechsten Corner im Spiel – getreten von Prokopic von rechts. Eine Minute später kam Burgstaller an eine Katzer-Flanke mit dem Kopf nicht heran und der Sportklub konnte klären. Nach dem ersten Abseits von Rapid (73. Minute, Nuhiu) und einem weiteren Spielerwechsel bei den Gästen (75.) konnte sich Grozurek zu Beginn der Rapidviertelstunde wieder in Szene Setzen. Wieder ging er auf links bis in den Strafraum durch, gab von der Cornerlinie hoch in den Strafraum zurück, doch keiner konnte diese Hereingabe annehmen. <br />Elf Minuten vor dem Ende rasierte Heikkinen eine Hereingabe in den Strafraum, was zum vierten Eckball der Dornbacher führte, der aber ungefährlich blieb. Nach einem weiteren Spielerwechsel bei den Gästen (82.) und einem weiteren, dem siebenten, Eckball (der nach einer Chance von Katzer nach guter Vorarbeit von Grozurek entstand) für Rapid (84., Burgstaller von rechts) spielte Kulovits Burgstaller im Strafraum frei. Doch Harrauer war wieder Sieger gegen einen Rapidler, nahm Burgstaller den Ball vom Fuß. <br />Die letzte Aktion im Spiel war ein Angriff von Rapid über Trimmel, Prokopic und Nuhiu. Doch „Nutschi“ scheitert wieder am Sportklub-Schlussmann. So blieb es bei diesem Probegalopp im – nachdem sich die Sonne verabschiedet hatte – immer kälter werdenden Hanappi-Stadion beim alles in allem verdienten 1:1. Ich kann nur hoffen, dass es in den nächsten Spielen (Samstag, 21. Jänner im Hanappi den FAC und beim Turnier in Portugal) immer besser wird, damit die „Mission 33“ beim Meisterschaftsbeginn in Wiener Neustadt erfolgreich fortgesetzt werden kann.<br /><br />Die (meiner Meinung nach) Besten in der zweiten Spielhälfte bei den Grünweißen waren Grozurek und Prokopic.  Die verletzten bzw. noch nicht fitten Schrammel, Gartler und Patocka kamen nicht zum Einsatz.
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			<category>Spielberichte</category>
			
			
			<pubDate>Mon, 16 Jan 2012 11:30:00 +0100</pubDate>
			
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			<title>Ein Vorgeschmack auf die Zukunft</title>
			<link>http://www.forza-rapid.com/single-view/article/ein-vorgeschmack-auf-die-zukunft.html</link>
			<description>Guido Burgstaller hat den Rapid-Anhang im Herbst mit seiner Dynamik, vier Treffern und zwei Assists...</description>
			<content:encoded><![CDATA[Zwölf Männer, die mit dem Wohl dieser Page mehr oder weniger in Verbindung stehen, haben ihren Wahlzettel abgegeben, um den „Rapidler der Herbstsaison“ mitzubestimmen. Es war eine äußerst ausgeglichene Abstimmung, wie sich schon bald herausstellen sollte. Letztlich schaffte es eine ganze Elf zumindest einmal in die Top 3 der Stimmengeber. Guido Burgstaller wurde am öftesten genannt und landete viermal am ersten Platz, was in Summe Rang eins bedeutet.
Hier das Ergebnis:
<table border="0"> <tbody> <tr> <td>Rang</td> <td>Name</td> <td>Punkte</td> </tr> <tr> <td>01.    </td> <td>Guido Burgstaller</td> <td>14</td> </tr> <tr> <td>02.</td> <td>Lukas Königshofer</td> <td>12</td> </tr> <tr> <td>03.</td> <td>Steffen Hofmann</td> <td>10</td> </tr> <tr> <td>04.</td> <td>Harald Pichler</td> <td>9</td> </tr> <tr> <td>04.</td> <td>Christopher Trimmel</td> <td>9</td> </tr> <tr> <td>06.</td> <td>Thomas Prager</td> <td>5</td> </tr> <tr> <td>06.</td> <td>Michael Schimpelsberger          </td> <td>5</td> </tr> <tr> <td>08.</td> <td>Christopher Drazan</td> <td>3</td> </tr> <tr> <td>09.</td> <td>Markus Heikkinen</td> <td>2</td> </tr> <tr> <td>09.</td> <td>Atdhe Nuhiu</td> <td>2</td> </tr> <tr> <td>11.</td> <td>Markus Katzer</td> <td>1</td> </tr> </tbody> </table>
Dabei hatte Guido Burgstaller, der mit 727 Einsatzminuten in der Meisterschaft an 13. Stelle dieser Wertung liegt, einen – pardon – Scheißstart bei Rapid. Ende Juni verletzte sich der Mann mit der Rückennummer 30 bei einem Testspiel in Melk folgenschwer. Es folgten die schwierigsten Stunden des SCR-Neuzugangs: „Als ich die Diagnose gehört habe, dass ich drei bis vier Monate ausfallen werde, war das schon ein extremer Tiefschlag für mich! Ich habe mich damals aber sehr bald darauf fokussiert, schnellstmöglich ins Reha-Training einzusteigen.  Ich wollte zurück auf den Platz und mein Pflichtspieldebüt für Rapid feiern – das hat mich angetrieben.“<br />Während Burgstaller an seiner Genesung arbeitete, hatte sein Trainer – auch aus Wr. Neustädter Zeiten – schon das Gefühl, dass er mit dem Comeback seines Schützlings eine „Offensivwaffe“ zur Verfügung haben werde. Gut orakelt, Peter schöttel!
Am 1. Oktober sollte es soweit sein. Ziemlich genau ein Quartal nach seinem Ausfall kam Burgstaller in der Südstadt in Minute 55 zu seinem Liga-Debüt für Rapid. Seine Mannschaft lag zu diesem Zeitpunkt 0:1 zurück. Vier Minuten später betrug der Rückstand drei Tore. Keine 20 Minuten nach der vermeintlichen Entscheidung hatte Salihi nach Burgstaller-Assist für den nicht mehr möglich gehaltenen Ausgleich gesorgt. Der Schlusspunkt in diesem verrückten Achterbahn-Spiel erfolgte aber erst in der 86. Minute. Und Guido Burgstaller hatte zwar nicht seine Beine, dafür seinen Oberarm im Spiel. Im sich Abwenden wurde er in der Trizeps-Gegend getroffen und für dieses unabsichtliche Vergehen hart bestraft – der deswegen verhängte Elfer besiegelte nämlich eine Niederlage, die bereits abgewendet schien.<br />Im darauffolgenden Heimspiel (1:1 vs Wr. Neustadt) war Burgstaller neben Torschütze Christopher Drazan der positiv auffälligste SCR-Akteur. Nach seinem Einsatz als Teil einer Doppelspitze musste/durfte „Burgi“ im Auswärtsderby erstmals als Solospitze ran. Man wagt auch im Nachhinein kaum daran zu denken, welche Ohrfeigen die Medien Peter Schöttel verabreicht hätten, hätte „Burgi“ in der 45. Minute nicht seine ganze Kaltschnäuzigkeit zusammengenommen und eine feine Hofmann-Vorlage zum Ausgleich genützt. In dem Moment, in dem sich das violette Tornetz bauschte, hatte Burgstaller seinen persönlich schönsten Moment der Herbstsaison: „Gleich im ersten Derby und so kurz nach meinem Comeback zu treffen, war etwas ganz Besonderes!“
Anstatt im Desaster mündete das Projekt „Solospitze Burgstaller“ also mit der Akzeptanz des Neulings beim Rapid-Anhang. Sehr zur Freude des trickreichen Feldarbeiters: „Es ist ein gutes Zeichen, wenn die Fans einen Spieler anerkennen. Immerhin spielt man auch für sie Fußball! Dass ich trotz meiner Verletzung so schnell ins Zuschauer-Herz geschlossen wurde, macht mich glücklich.“<br />So richtig happy dürfte „Burgi“, der stellvertretend für Rapids Aufschwung stehen darf, auch am 20. November gewesen sein. Zum überragenden 4:2-Sieg gegen Red Bull steuerte er gleich drei (!) Treffer bei, einen als Solospitze und zwei als rechter Flügel. Es ist ein Beleg von Klasse, dass der gebürtige Kärntner in der Offensive jede einzelne Position bekleiden kann. Und das macht ihn auch zu einem Angreifer modernster Prägung.
<blockquote>Es gibt viele Varianten von Stürmern. Einer, der im Sechzehner abwartet und keine große Laufleistung bringt, bin ich nicht! Eine meiner großen Stärken ist, dass ich die Mannschaft auch im Spiel nach hinten unterstütze. Ich versuche, möglichst variabel zu spielen, weiche auch auf die Flanken aus, je nachdem, wie wir uns beim Herausspielen am leichtesten tun. Im Abschluss muss ich mich noch verbessern, woran ich auch immer arbeite. Vielleicht klappt es ja schon im Frühjahr besser als bisher!</blockquote>
Guido Burgstaller grinst verschmitzt. Er ist keine Spur arrogant, aber man spürt seinen Arbeitswillen und sein Selbstbewusstsein ganz stark. Zweiteres hat seinen Mitgrund in der aktuellen Tabellensituation: „Man darf das nicht überbewerten, aber dass wir Spieler uns in der Winterpause ständig auf dem ersten Platz stehen sehen, gibt uns schon einiges an Selbstvertrauen. Es war eine tubulente Saison mit vielen Aufs und Abs. Das vor Saisonbeginn von niemandem erwartete Happy End gibt uns Auftrieb in Hinblick auf das Frühjahr. Wir werden von Spiel zu Spiel schauen und dann ja sehen, was letztlich daber herauskommt.“ Ganz direkt danach gefragt, ob er seiner Mannschaft den Meistertitel zutraut, kommt die gebündelte Antwort: „Ja!“<br />Dass Rapid den Start ins Frühjahr zuletzt oft verpatzt hat, irritiert „Burgi“ ebensowenig, wie der Umstand, dass es nach der Auftaktpartie in Wr. Neustadt gegen vier Titelkonkurrenten in Serie geht. „Mir ist das egal. Man muss sowieso gegen jede Mannschaft spielen, ob das gleich zu Beginn oder erst später der Fall ist, macht meiner Meinung nach keinen Unterschied. Wichtig ist, dass wir gleich von Beginn weg voll da sind und Spiele gewinnen. Wenn das gelingt, schaut es sehr gut aus!“
Er selbst wird sich den Zuschauern im Frühjahr fitter denn je präsentieren. „Im Herbst war ich körperlich nach der Verletzung klarerweise nicht hundertprozentig fit. Ich befinde mich aber gerade auf dem Weg dorthin, arbeite hart dafür, in einem Monat voll angreifen zu können.“<br />Man spürt den „Büffel“ in Burgstaller schnauben, auch wenn der so Titulierte selbst nichts mit diesem aufgezwungenen Spitznamen anfangen kann: „Da muss man den Trainer fragen, was er damit meint. Er hat mich so genannt! <em>(lacht)</em> Mein Spitzname ist „Burgi“, viel mehr kann ich dazu nicht sagen.“ Ich verrate meinem Gegenüber die Bedeutung dieser Bezeichnung, die wohl mit dem einstigen Zusammenspiel Peter Schöttels mit Christian Stumpf zusammenhängt. „Habe ich gar nicht gewusst. Aber gut, dann muss es ja als Kompliment verstanden werden!“, ist „Burgi“ erleichtert.<br />Zum Rapideum und der anstehenden Renovierung des Hanappi-Stadions sagt er:
<blockquote>Ich würde natürlich sehr gerne im neuen Stadion spielen! Was das Rapideum anbelangt: Dort sind die Legenden vertreten, die für Rapid Großes geleistet haben. Es wäre von mir viel zu hoch gegriffen, bereits nach einem halben Jahr davon zu träumen, irgendwann selbst Teil des Museums zu sein. Ich will momentan einfach meine Leistung bringen. Wenn es irgendwann für so eine Auszeichnung reichen sollte, kann mir das nur recht sein.</blockquote>
Und wenn Rapid im Sommer 2014 vor dem ersten Spiel im generalsanierten St. Hanappi die Option auf die Verlängerung von Burgstallers Vertrag ziehen sollte UND bis dahin eine Burgstaller’sche Aktualisierung im Museum notwendig sein sollte, dann könnte es auch mit einem Traum von Guido klappen. „Ich liebe die Serie A! Im Urlaub habe ich mir Udinese gegen Juventus angeschaut. Mein Lieblingsverein ist aber der AC Milan.“
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			<category>Rapidler des Monats</category>
			
			
			<pubDate>Mon, 16 Jan 2012 11:20:00 +0100</pubDate>
			
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