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		<title>forza-rapid.com: RSS-Feed</title>
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		<description>Aktuelle Beiträge von forza-rapid.com</description>
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		<lastBuildDate>Mon, 14 May 2012 22:20:00 +0200</lastBuildDate>
		
		
		<item>
			<title>Das doppelte Dutzend ist voll</title>
			<link>http://www.forza-rapid.com/single-view/article/das-doppelte-dutzend-ist-voll.html</link>
			<description>Mit einem 2:0-Auswärtssieg bei Fixabsteiger Kapfenberg fixierte Rapid den 24. Vizemeistertitel der...</description>
			<content:encoded><![CDATA[Drei Wechsel gab es bei Rapid im Vergleich zum 1:0 bei Mattersburg: Weil nach Harald Pichler auch Ragnvald Soma w.o. geben musste, startete Jürgen Patocka (zum wahrscheinlich letzten Mal) für die Hütteldorfer. Thomas Schrammel ersetzte Markus Katzer auf der linken Verteidigerposition und Lukas Grozurek spielte statt Christopher Trimmel.
Grozurek hatte ja beim Heimspiel gegen die Kapfenberger seinen ersten großen Liga-Auftritt, als er mit einem fantastischen Sololauf samt Stangenschuss das 1:0 vorbereitete. Diesmal machte es der 20-jährige Youngster selbst: Nach herrlichem Doppelpassspiel mit Steffen Hofmann blieb Grozurek cool und schob das Leder mit rechts an Raphael Wolf zur frühen Führung für die Hütteldorfer ein.<br />Davor hätte Sencar einen Hofmann-Freistoß beinahe ins eigene Tor verlängert.<br />Wie so oft in den letzten Wochen zogen sich die Rapidler zurück, nachdem sie in Führung gegangen waren. Ein Blick auf die Ballbesitz-Statistik (siehe unten) macht sicher. Kapfenberg übernahm das Kommando und hatte nach einer Viertelstunde die erste Möglichkeit zum Ausgleich – Elsneg köpfte eine Sencar-Flanke aber über das Tor. Gute zehn Minuten später verlor Jürgen Patocka den Ball leichtsinnigerweise im eigenen Strafraum, Grgic konnte aus dem Geschenk aber kein Kapital schlagen und schoss daneben. Schon bitter, dass der Fixabsteiger mutiger spielte als der Rekordmeister...<br />Vor allem das Flankenspiel funktionierte bei den Steirern gut. In der 33. Minute mussten sich die hinterherlaufenden Feldspieler des SCR bei ihrem Schlussmann Lukas Königshofer bedanken, weil der einen Nathan-Junior-Volley nach Grgic-Flanke entschärft hatte.<br />Rapid? Mehr als ein Hofmann-Freistoß, den sich Wolf locker herunterpflückte, war nicht zu verzeichnen. Und so durfte man auch mit Vereinsbrille von einer glücklichen Pausenführung sprechen.
Atdhe Nuhiu ersetzte den schwachen Deni Alar, der nach der Pause nicht mehr auf das Feld zurückkehrte. Von selbigem ging in der 50. Minute Raphael Wolf, der nach über 100 Ligaspielen für den KSV wieder in seine Heimat Deutschland zurückkehren wird.<br />Bis zur 75. Minute deutete Rapid eigentlich nur mit einem Stanglpass, den Nuhiu nicht erreichen konnte, weil Gerson vor ihm klärte, Gefährlichkeit an. Knapp vor Beginn der Rapid-Viertelstunde ging Steffen Hofmann (für Stefan Kulovits) aus dem Spiel und Sekunden später der Ball ein zweites Mal in den KSV-Kasten. Christian Thonhofer vertrat seinen Kapitän beim Freistoß perfekt und assistierte für Mario Sonnleitner, der den Ball zum 2:0 per Kopf in die Maschen wuchtete. Es war das erste Saisontor des an sich torgefährlichen Innenverteidigers.<br />Das war es dann auch schon, weil die Kapfenberger in Hälfte zwei noch weniger brauchbare Offensivaktionen anzubieten hatten als Rapid.
Peter Schöttel fasste die Partie nach dem Schlusspfiff kurz und bündig zusammen: „Schön war es nicht, aber das Match hat seinen Zweck erfüllt.“ Die Folge der Zweckerfüllung: Rapid spielt wieder international! Auch, weil die Grünweißen in der Fremde eine gute Spielzeit abgeliefert haben und in der Auswärtstabelle dank teils guter Vorstellungen den 2. Platz errungen haben.
<br /><img src="uploads/RTEmagicC_Spielerlupe_41b6bb.png.png" alt="" width="300" height="81" /><br /><strong>Europa League, wir kommen!</strong><br />Die Saisonen 2009/10 und 10/11 haben gezeigt, wie wichtig das Element Europacup für Hütteldorf ist. Gerade in der zweiten Spielzeit konnten die Hütteldorfer über sich hinauswachsen und nicht für möglich Gehaltenes erreichen.<br />Nach einer einjährigen Auszeit ist es endlich wieder soweit. Der Entwicklung der Mannschaft werden die internationalen Auftritte sicher gut tun, das Erreichen der Playoff-Runde ist Pflicht, alles weitere eine traumhafte Zugabe. Denn der Kader des SK Rapid Wien wird sich zwar vielleicht verbessern, aber alleine wegen der finanziellen Möglichkeiten mit mehr Unerfahrenheit als Routine und Klasse aufgefüllt werden. Dass wir ein Ausbildungsverein sind, ist zu akzeptieren, weil es uns vor dem Ruin bzw. traditionsfressenden Mäzenen/Firmen schützt. Dass wir die Eurpa League so nur schwer gewinnen werden können, ist klar, aber vielleicht ist ja in absehbarer Zeit wieder eine Gruppenphase drinnen.
<strong>RAPIDLER DES SPIELS:</strong><br /><strong>Lukas Grozurek</strong><br />Sein Talent hat er in diesem Frühjahr schon oft andeuten können, bloß der Torjubel blieb dem vielversprechenden Offensivmann verwehrt. Gegen Kapfenberg holte die Nummer 26 das nach, war auch abseits des Führungstreffers einer der positiv auffälligsten Rapidler. Nach dem Spiel meinte Grozurek, er würde jetzt noch vehementer trainieren, um sich als Stammspieler zu etablieren. Weil Ümit Korkmaz für Rapid zu teuer ist und Christopher Drazan Saison für Saison neue Stagnations-Rekorde aufstellt, steht der erfolgreichen Entwicklung eines Talents mit Köpchen eigentlich kaum etwas im Weg. Und als Wiener und Ex-Amateur könnte er ein optimales Vorbild für unseren Nachwuchs abgeben!
(grela)
<br /><strong>MEISTERSCHAFT 2011/2012, 35. RUNDE</strong><br /><strong>SV Kapfenberg 1919 – SK RAPID WIEN 0:2 (0:1) </strong><br />Franz-Fekete-Stadion, 4.050 Zuschauer, SR Drachta<br /><strong>Torfolge:</strong> 0:1 (7.) Grozurek, 0:2 (75.) Sonnleitner
<strong>KSV (4-2-3-1):</strong> R. Wolf (50. Kostner) – Pitter, Gerson (80. Sahanek), Hanek, Harrer – Lovin, Sencar – Elsneg, Grgic (76. Kuljic), Babangida – Nathan Junior<br /><em>Ersatzbank: Gollner, Erkinger, Spirk, Hirschhofer</em> <br />Trainer: Thomas von Heesen
<strong>SK RAPID (4-2-3-1):</strong> Königshofer – Thonhofer, Sonnleitner, Patocka, Schrammel –Heikkinen, Prager – Hofmann (74. Kulovits), Burgstaller, Grozurek (89. Drazan) – Alar (46. Nuhiu)<br /><em>Ersatzbank: Novota, Schimpelsberger, Katzer</em><br />Trainer: Peter Schöttel
<strong>Gelbe Karten: </strong>Pitter (59.), Lovin (74.), Sencar (77.) bzw. Nuhiu (90.)
<strong>Wichtige Vorkommnisse:</strong><br />7´ Tor Rapid: nach einem Doppelpass mit Hofmann schiebt Grozurek den Ball mit rechts ein<br />26´ Torchance Kapfenberg: Grgic verfehlt das Tor knapp<br />33´ Torchance Kapfenberg: Königshofer rettet bei einem Volley von Nathan Junior<br />50´ KSV-Goalie Raphael Wolf wird ausgewechselt und offiziell verabschiedet<br />75´ Tor Rapid: Sonnleitner trifft nach Thonhofer-Freistoß per Kopf
<br /><strong>STATISTIK:</strong><br />Schüsse: 12/11 <br />Ballbesitz: 55%/45%<br />Fouls: 13/18<br />Eckbälle: 4/1<br />Abseits: 0/3
<br /><strong>SPIELER-BEWERTUNGEN:</strong><br /><strong>Kurier</strong><br />Königshofer (2) – Thonhofer (3), Sonnleitner (2), Patocka (4), Schrammel (3) –Heikkinen (3), Prager (4) – Hofmann (2) (74. Kulovits, 0), Burgstaller (3), Grozurek (2) (89. Drazan, 0) – Alar (4) (46. Nuhiu, 3)
<br /><strong>NÄCHSTES SPIEL:</strong><br />MEISTERSCHAFT 2011/12, 36. UND LETZTE RUNDE<br />SK RAPID WIEN vs FC Wacker Innsbruck (Hanappi-Stadion, 17.05.2012, 16:00)]]></content:encoded>
			<category>Spielberichte</category>
			
			
			<pubDate>Mon, 14 May 2012 22:20:00 +0200</pubDate>
			
		</item>
		
		<item>
			<title>Via Mattersburg Richtung Europa</title>
			<link>http://www.forza-rapid.com/single-view/article/via-mattersburg-richtung-europa.html</link>
			<description>Seit dem 1:0-Erfolg bei Mattersburg ist die Rückkehr Rapids ins internationale Geschäft so gut wie...</description>
			<content:encoded><![CDATA[Vier Veränderungen gab es nach dem Platzen der Titel-Blase gegen Red Bull, drei erzwungene (Trimmel und Prager für die gesperrten Drazan und Kulovits, Soma für den angeschlagenen Pichler) und eine freiwillige (Thonhofer für Schimpelsberger). Für meine Wenigkeit unverständlich war die Fortführung des Experiments „Steffen als linker Flügel“, das nach dem Spiel beim SVM als gescheitert angesehen werden kann.
Rapid begann – wie schon gegen Ried – sehr initiativ und mit Druck Richtung gegnerisches Tor. Nach einem genialen Hofmann-Pass scheiterte Thomas Prager aus halblinker Position so knapp, dass es zum Haareraufen war. Das erste Pflichtspieltor für Rapid – es will und will dem Wiener Blondschopf einfach nicht gelingen.<br />Rapid dominierte das Spiel, ohne allerdings wirklich gefährlich zu werden. Einmal konterten die eher schlafmützigen Gastgeber über die rechte Seite, Lukas Königshofer lenkte den Seidl-Stanglpass aber energisch ab. In Mattersburg startete der Rapid-Goalie im vergangenen November seine Profikarriere so richtig und konnte auch bei seinem zweiten Auftritt im Burgenland an die starke Leistung von damals anschließen.<br />In der 19. Minute dann das bereits eingangs erwähnte Highlight: Einen Borenitsch-Abschlag köpfte Soma zu Trimmel, der legte per Kopf für Thonhofer ab, der wiederum einen herrlichen Doppelpass mit Trimmel spielte, Richtung Toroutlinie durchstartete und den Ball mit viel Übersicht auf Burgstaller zurückspielte. „Burgis“ Schlenzer vom Strafraumeck ins lange Torwarteck war einfach nur genial und erinnerte stark an Falcaos Führungstreffer im Europa-League-Finale tags zuvor.<br />In Minute 28 verfehlte Parlov das Rapid-Tor nach Ilsanker-Zuspiel nur knapp. Mattersburg spielte ungewohnt unaggressiv, Rapid etwas verkrampft. Bei einem grünweißen Konter hätte der Knoten ein zweites Mal platzen können – Burgstaller verpasste einen Trimmel-Stanglpass allerdings knapp, nachdem er und Hofmann den Gegenangriff eingeleitet hatten. So blieb es bei der alles in allem verdienten Führung der Hütteldorfer.
Kurz nach Beginn der zweiten Halbzeit kam Lukas Grozurek für den angeschlagenen Trimmel und hätte beinahe seinen Premierentreffer für den SCR erzielt, wurde aber im letzten Moment am Torabschluss gehindert.<br />Insgesamt agierte Rapid einen Tick zu passiv und wurde dafür beinahe bestraft: Zuerst parierte Königshofer einen Mravac-Weitschuss, dann hätte Kopfballungeheuer Bürger eine Seidl-Flanke eigentlich nur mehr einnicken müssen, verfehlte aber den Kasten.<br />Für etwas Entlastung sorgte ein wuchtiger Distanzschuss-Aufsetzer von Thonhofer, den Böcskör im zweiten Anlauf bändigen konnte. Das war es aber vorerst mit der kurzzeitigen Herrlichkeit. Mattersburg war am Drücker, scheiterte aber in Person von Bürger an der eigenen Unzulänglichkeit (80.). Auch ein Mravac-Volley nach Potzmann-Flanke war eine gute Gelegenheit zum Ausgleich, die nichts einbrachte. Ein Dropkick-Weitschuss von Farkas strich über die Querlatte (85.) –Rapid blieb das Glück in dieser Partie hold. Es waren teilweise powerplayartige Strafraum-Zustände, welche die Schöttel-Elf heil überstand.<br />Knapp vor dem Schlusspfiff hätte Burgstaller die Partie nach herrlichem Alar-Solo und -Assist endgültig entscheiden müssen, aber der Kärntner drosch die Kugel über das Tor. Letztlich war’s egal, weil Mattersburg in der fünfminütigen Nachspielzeit nichts Zählbares bewirken konnte.
Rapid braucht in den ausstehenden beiden Spielen in Kapfenberg und gegen Innsbruck noch einen Sieg, um die Austria hinter sich zu lassen, wahrscheinlich genügt schon ein Punkt. Ohne etwas verschreien zu wollen, darf man wohl jubilieren: „Europa, wir kommen!“
<br /><img src="uploads/RTEmagicC_Spielerlupe_6283af.png.png" alt="" width="300" height="81" /><br /><strong>Wechselspiele</strong><br />Peter Schöttel fand bei seinem Antritt eine äußerst schwierige Situation vor, die er – wie es ausschaut – souverän gemeistert hat. Ja, der Meistertitel stand trotz der eigenen Schwächen zum Abholen bereit. Letztlich darf man sich aber getrost über die Rückkehr in die „Champions League für Arme“ freuen. Die Neuverpflichtungen des Trainers zu Saisonbeginn machten allesamt Sinn. Hoffentlich geht das so weiter, weil eine – vor allem spielerische – Weiterentwicklung der Mannschaft dringend nötig ist.<br />Denn so schön es auch sein mag, dass im aktuellen Kader viele Offensivspieler stehen, die fast jede Position einnehmen können – irgendwann sollten die Koordinaten im Angriffsspiel besser passen, als es heuer der Fall war. Auf Experimente, wie den formschwachen Drazan auf die rechte Seite (vs Red Bull) und Steffen an die linke Flanke (vs Mattersburg) zu beordern, kann ich gerne verzichten. Viele Rapid-Spieler wirken gehemmt und teilweise hilflos, woran das muntere Rotieren sicher nicht ganz unschuldig ist.
<strong>RAPIDLER DES SPIELS:</strong><br /><strong>Christian Thonhofer</strong><br />Kürzlich konnte man lesen, „Toni“ müsse sich endlich empfehlen, um eine Vertragsverlängerung zu erhalten. Das kann ich nicht ganz nachvollziehen, immerhin hat der 26-jährige Wiener ruhig und brav trainiert, als ihm Michael Schimpelsberger vorgezogen wurde. Als der Backup-Mann seine Chance bekam, hat er sie – zumindest für mein Verständnis – auch genützt. Hinten um nix schlechter und vorne viel konkreter als sein Konkurrent, vor allem seine Flanken waren teilweise eine Augenweide. Gegen Mattersburg hat er eine richtig gute Partie abgeliefert – herrlicher Assist auf Burgstaller, guter Weitschuss (eine der wenigen gefährlichen Rapid-Aktionen), und über seine rechte Seite kamen die Burgenländer kaum ins Spiel.
(grela)
<br /><strong>MEISTERSCHAFT 2011/2012, 34. RUNDE</strong><br /><strong>SV Mattersburg – SK RAPID WIEN 0:1 (0:1) </strong><br />Pappelstadion, 6.000 Zuschauer, SR Harkam<br /><strong>Tor:</strong> 0:1 (19.) Burgstaller
<strong>Mattersburg (4-4-2):</strong> Böcskör – Rath (54. Rodler), Mavrac, Malic, Farkas – Potzmann, Ilsanker, Parlov (80. Mörz), Seidl – Naumoski (63. Höller), Bürger<br /><em>Ersatzbank: Schartner, Schuller, Hawlik </em><br />Trainer: Franz Lederer
<strong>SK RAPID (4-2-3-1):</strong> Königshofer – Thonhofer, Sonnleitner, Soma, Katzer – Heikkinen, Prager – Trimmel (51. Grozurek), Burgstaller (92. Schimpelsberger), Hofmann (75. Nuhiu) – Alar<br /><em>Ersatzbank: Novota, Patocka, Schrammel, Wydra</em><br />Trainer: Peter Schöttel
<strong>Gelbe Karten:</strong> Ilsanker (91. Foul) bzw. keine
<strong>Wichtige Vorkommnisse:</strong><br />Mattersburg ohne Borenitsch, Pöllhuber, Steiner (alle verletzt), Domoraud (unbekannter Grund), Röcher (gesperrt)<br />Rapid ohne Drazan, Kulovits (beide gesperrt), Pichler und Prokopic (beide verletzt)
2´ Torchance Rapid: Prager nach tollem Hofmann-Pass allein vor Böscör, ganz knapp vorbei<br />19´ Tor Rapid: Thonhofer setzt sich gut auf der rechten Seite durch, legt zurück ans Strafraumeck und Burgstaller zirkelt den Ball herrlich ins linke Kreuzeck – 0:1<br />21´ Torchance Rapid: Alar haut den Ball aus guter Position, aber stark bedrängt, weit drüber<br />26´ Torchance Mattersburg: Parlov wird von Ilsanker im Strafraum freigespielt, der Schuss geht ganz knapp vorbei<br />60´ Torchance Mattersburg: Weitschuss von Mravac aus dreißig Metern – gut gehalten von Königshofer<br />75´ Torchance Mattersburg: Bürger kommt nach Seidl-Freistoß unbedrängt zum Kopfball – knapp vorbei<br />77´ Torchance Rapid: Weitschuss von Thonhofer nach kurz abgespielten Freistoß – Böcskör mit Mühe<br />82´ Torchance Mattersburg: Mavrac verzieht, stark bedrängt von Sonnleitner, eine gute Hereingabe<br />84´ Torchance Mattersburg: Guter Weitschuss von Farkas, aber drüber<br />87´ Torchance Mattersburg: Unübersichtliche Situation nach einem Eckball, Schuss wird abgeblockt<br />88´ Torchance Rapid: Von Alar perfekt in Szene gesetzt, vergibt Burgstaller völlig unbedrängt kläglich – eine Riesenchance
<br /><strong>STATISTIK:</strong><br />Schüsse (auf das Tor): 12 (2)/6 (3)  <br />Ballbesitz: 53%/47%<br />Fouls: 15/16<br />Eckbälle: 4/6<br />Abseits: 2/3
<br /><strong>SPIELER-BEWERTUNGEN:</strong><br /><strong>Kurier</strong><br />Königshofer (2) – Thonhofer (2), Sonnleitner (3), Soma (3), Katzer (3) – Heikkinen (3), Prager (4) – Trimmel (3) (51. Grozurek, 3), Burgstaller (2) (92. Schimpelsberger, 0), Hofmann (3) (75. Nuhiu, 0) – Alar (4)
<br /><strong>NÄCHSTES SPIEL:</strong><br />MEISTERSCHAFT 2011/12, 35. RUNDE<br />SV Kapfenberg vs SK RAPID WIEN (Fekete-Stadion, 13.05.2012, 16:00)]]></content:encoded>
			<category>Spielberichte</category>
			
			
			<pubDate>Sat, 12 May 2012 17:51:00 +0200</pubDate>
			
		</item>
		
		<item>
			<title>Wieder kein Titel</title>
			<link>http://www.forza-rapid.com/single-view/article/wieder-kein-titel.html</link>
			<description>Eine intensiv geführte Begegnung mit vielen Emotionen, entschieden die Salzburger schlussendlich...</description>
			<content:encoded><![CDATA[Mit Trimmel und Prager fehlten Peter Schöttel zwei wichtige Spieler für das hochkarätige Duell mit Red Bull Salzburg. Schöttel setzte an ihrer Stelle auf einen laufstarken Spieler im Zentrum (Kulovits) und auf die Achse Drazan-Burgstaller-Hofmann hinter Stürmer Alar, wobei Drazan an der rechten Flanke agierte. Die Geduld des Trainers mit Christopher Drazan scheint einfach unendlich zu sein. Das muss man fast schon anerkennen. Aber gut, mit Trimmel fehlte einfach ein wichtiger Mann und Grozurek dürfte Schöttel einen Platz in der Startaufstellung in so einem wichtigen Spiel noch nicht zutrauen. Es ist aber auch ganz gut, so ein Talent langsam an die Mannschaft heranzuführen.<br />Ricardo Moniz konnte auf der Gegenseite wieder auf den nach einer Sperre zurückgekehrten Mendes da Silva setzen, der auch ein starkes Spiel zeigte und zusammen mit Dusan Svento das Duell mit dem Rapid-Duo Heikkinen/Kulovits im Mittelfeld-Zentrum klar für sich entschied. Damit ist auch bereits viel über das Spiel gesagt. Die Salzburger haben einfach auf den Schlüsselpositionen mehr Qualität, die sie sich natürlich auch teuer erkauft haben.
Rapid versuchte, den Gegner in der Anfangsphase früh unter Druck zu setzen. Die Salzburger konnten sich aber dank ihrer technisch versierten Spieler immer wieder befreien und kamen durch Jantscher auch zur ersten Torgelegenheit im Spiel. Im Gegenzug scheiterte Burgstaller mit einem Schuss von der Strafraumgrenze an Walke. Mit Fortdauer der ersten Halbzeit übernahmen die Salzburger immer mehr das Kommando. Rapid spielte im eigenen Stadion auf Konter, es gelang den Grünen aber kaum einmal, einen der Gegenangriffe auch zu Ende zu spielen. Das Spiel wurde mit viel Emotionen geführt. Die Fans versuchten die Mannschaft zu tragen, es fehlte nur leider an Qualität und auch am notwendigen Glück in der einen oder anderen Situation. Auf die Rolle des Schiedsrichters und einzelner Spieler wird in der Spielerlupe näher eingegangen. Nach den beiden angesprochenen Torchancen waren jedenfalls die Pfiffe und Nicht-Pfiffe des Schiedsrichters die Highlights der ersten Spielhälfte.
Die zweite Spielhälfte begann mit einem Schock für Rapid. Die erste nicht aus einer Einzelaktion entstandene Chance der Salzburger nutzte Maierhofer nach Leonardo-Maßflanke per Kopf zum 0:1 (49.). Ausgerechnet Maierhofer, der gar nicht mehr auf dem Platz hätte stehen dürfen...<br />Die Rapidler fanden aber nur fünf Minuten später bereits eine Ausgleichschance vor. Nach einer Flanke berührte Maierhofer im eigenen Strafraum den Ball eindeutig mit der Hand, der Elfmeterpfiff blieb aus, und Christopher Drazan verfehlte mit dem anschließenden Schuss das Tor nur ganz knapp. Meine Güte, vielleicht hätte ein Tor den jungen Mann endlich wieder aus seiner Lethargie geholt! Kurz darauf war Schluss und Drazan wurde durch Grozurek ersetzt. Der durfte dann über die linke Seite kommen, während Drazan zuvor meist die rechte Seite bespielte. Burgstaller und Hofmann hatten sich auf links immer wieder abgewechselt. <br />Die Salzburger zogen sich etwas zu weit zurück, anstatt die Vorentscheidung zu suchen. In der stärksten Phase der Wiener hatten die Gäste dann auch das nötige Glück, um ihren Vorsprung zu halten. Nach 65 Minuten klatschte ein toller Weitschuss von Hofmann an die Latte. Zehn Minuten später verzog Alar aus guter Position. Mehr war dann auch nicht mehr drin, und die Salzburger verwalteten die Führung in der letzten Viertelstunde sehr geschickt. Ballsicher führten sie den Ball immer öfter weit vom eigenen Tor weg. Als die Rapidler in der Schlussphase alles nach vorne warfen, fanden die Salzburger bei ihren Kontern noch zwei hochkarätige Torchancen vor. Die größte vergab Svento ziemlich stümperhaft. Leitgeb hatte nach einem Geschenk der Rapid-Defensive im Abschluss einfach nur Pech.<br />Schörgenhofer tat seinen letzten Pfiff des Nachmittags und stolzierte, den tobenden Peter Schöttel ignorierend, vom Spielfeld.
Das Spiel selbst übertraf die meisten anderen Spiele der Saison in puncto Fußballqualität nicht, aber die Atmosphäre sehr wohl. Es war ein aufregender, spannender, mitreißender Fußballnachmittag, der schon auch Lust auf mehr machte. Dieses Jahr wird es keinen Titel für Rapid geben, aber mit den richtigen Verstärkungen könnte sich das schon bald ändern. Nun heißt es aber in den drei ausständigen Spielen zunächst, den zweiten Platz abzusichern.
<br /><img src="uploads/RTEmagicC_Spielerlupe_9d6ec5.png.png" alt="" width="300" height="81" /><br /><strong>Handspiele, Tätlichkeiten, Sehstörungen</strong><br />Es ist immer bitter, ein Spiel zu verlieren. Noch bitterer ist es, wenn damit die letzte Chance auf einen Titel vergeben wird. Richtig ärgerlich wird es, wenn dann auch noch weniger die Leistung der eigenen Mannschaft, sondern eher die des Schiedsrichters entscheidend gewirkt hat. Gleich vorweg: Rapid hat die Meisterschaft nicht in diesem Spiel verloren und Salzburg hat sich auch am Sonntag als reifere und routiniertere Mannschaft präsentiert. Dass der Titel schlussendlich dort landet, geht schon in Ordnung. <br />Was aber am Sonntag im Hanappi-Stadion abgegangen ist, muss einfach thematisiert werden. <br />Schiedsrichter Schörgenhofer lag in vier Schlüsselszenen völlig daneben und beeinflusste den Hergang des Spiels nachhaltig. Handspiele im Strafraum sind eine heikle Angelegenheit. Das hat David Alaba im CL-Halbfinale genauso zu spüren bekommen, wie Guido Burgstaller in der Südstadt und Markus Heikkinen in Salzburg. Die Szenen haben alle zu Elfmetern geführt. In Innsbruck bekam Markus Heikkinen den Ball aus zwei Meter Entfernung an den Arm. Der anschließende Freistoß führte zum 0:2. „Unnatürliche Handbewegung“ lauteten die Begründungen, von „Absicht“ keine Rede. Wo genau liegt der Unterschied zwischen diesen drei Szenen und jenen im Hanappi-Stadion?<br />Und wie will Schörgenhofer argumentieren, dass Stefan Maierhofer das Spiel mit seinem Tor entscheiden konnte? Schon die erste Szene mit Lukas Königshofer hätte sich einen Ausschluss verdient. Schörgenhofer beließ es bei Gelb. Den Ellbogen-Check hat er vielleicht übersehen. Seine Assistenten auch? Ganz schwache Performance! Aber er hätte ja noch weitere Gelegenheiten gehabt. Bei einer Rudelbildung war der Stürmer mittendrin und auch das Handspiel im Strafraum hätte die zweite gelbe Karte nach sich ziehen können. Aber nein, Maierhofer – der Rapid alles zu verdanken hat, oder wo war der narzistische Selbstdarsteller vorher?! – konnte seine Show bis zu seiner Auswechslung durchziehen. <br />Schiedsrichter sind Menschen. Sie können Fehler machen, damit habe ich kein Problem. Aber bei jeder Schlüsselszene daneben zu liegen, da gehört schon einiges dazu. Das Hanappi-Stadion dürfte für Schörgenhofer einfach kein gutes Pflaster sein, hat er sich doch schon im Heimspiel gegen Ried einen kapitalen Fehler geleistet, als er Trimmel an Stelle von Hadzic die rote Karte gezeigt hat. Eine Hütteldorf-Pause dürfte dem arroganten Pinkel gut tun.
<strong>RAPIDLER DES SPIELS:</strong><br /><strong>Harald Pichler</strong><br />Wie gewohnt eine kämpferisch starke Leistung. Einer der wenigen, die den Mund aufmachen. Großer Respekt gebührt ihm für die Selbstbeherrschung im Duell mit seinem Gegenspieler.
(famos)
<br /><strong>MEISTERSCHAFT 2011/2012, 33. RUNDE</strong><br /><strong>SK RAPID WIEN – FC Red Bull Salzburg  0:1 (0:0) </strong><br />Gerhard-Hanappi-Stadion, 17.500 Zuschauer (ausverkauft), SR Schörgenhofer<br /><strong>Tor: </strong>0:1 (49.) Maierhofer
<strong>SK RAPID (4-2-3-1):</strong> Königshofer – Schimpelsberger, Sonnleitner, Pichler (80. Thonhofer), Katzer – Heikkinen (72. Nuhiu), Kulovits – Drazan (59. Grozurek), Burgstaller, Hofmann – Alar<br /><em>Ersatzbank: Novota, Soma, Schrammel, Gartler </em><br />Trainer: Peter Schöttel
<strong>Red Bull (4-2-3-1):</strong> Walke – Schwegler, Sekagya, Schiemer, Ulmer – Mendes, Svento – Zarate, Leonardo (90. Hierländer), Jantscher (41. Leitgeb)– Maierhofer (82. Cristiano)<br /><em>Ersatzbank: Gustafsson, Hinteregger, Lindgren, Teigl</em> <br />Trainer: Ricardo Moniz
<strong>Gelbe Karten:</strong> Pichler (23. Unsportlichkeit), Drazan (45. Foul), Hofmann (50. Foul), Burgstaller (50. Kritik), Heikkinen (52. Foul), Kulovits (81. Foul) bzw. Schiemer (23. Unsportlichkeit), Maierhofer (31. Foul), Leonardo (34. Foul)
<strong>Wichtige Vorkommnisse:</strong><br />Rapid ohne Prager, Trimmel (beide gesperrt). Salzburg ohne Alar, Pasanen, Cziommer (alle verletzt)<br />6´ Torchance Salzburg: Jantscher schießt aus spitzen Winkel, Königshofer sicher<br />6´ Torchance Rapid: Burgstaller zieht von links in die Mitte und schießt, Walke pariert<br />12´ Torchance Salzburg: Zarate lässt zwei Rapidler stehen, der Ball landet am Außennetz<br />26´ Elfmeteralarm: Mendes bekommt einen Burgstaller-Kopfball an die Hand – kann man auch geben, Schörgenhofer lässt weiterspielen<br />31´ gelbe Karte für Maierhofer, nachdem er Königshofer umgestoßen hatte – eigentlich eine Tätlichkeit<br />39´ Wechsel bei Salzburg: Jantscher muss verletzt raus. Wir wünschen gute Besserung! Für ihn kommt Leitgeb<br />42´ klare Tätlichkeit von Maierhofer an Pichler, Schiedsrichter hat es nicht gesehen<br />45+´ gelbe Karte für Drazan nach einem für ihn typischen Foul<br />49´ 0:1 – Tor für Salzburg. Maierhofer köpfelt nach Leonardo-Flanke ein, das A****loch hätte aber schon lange nicht mehr am Platz stehen dürfen<br />54´ Elfmeteralarm: Maierhofer ist mit der Hand am Ball – Schörgenhofer ahndet die eindeutige Situation wieder nicht<br />54´ Torchance Rapid: in der selben Szene verpasst Drazan mit einem Schuss von der Strafraumgrenze nur knapp das Tor<br />62´ Torchance Salzburg: Zarate nach Ulmer-Flanke neben das Tor<br />65´ Torchance Rapid: Hofmann trifft mit einem Hammer aus knapp 30 Meter nur die Latte<br />75´ Torchance Rapid: Burgstaller legt auf Alar ab, der verzieht aber deutlich aus guter Position<br />76´ Torchance Salzburg: Ein Weitschuss von Leitgeb geht knapp über das Tor<br />85´ Torchance Salzburg: Konter, Svento scheitert im 1:1-Duell an Königshofer<br />85´ Torchance Salzburg: Leitgeb mit schönem Alleingang, setzt den Ball knapp neben das Tor
<br /><strong>STATISTIK:</strong><br />Schüsse (auf das Tor): 12 (6)/10 (3) <br />Ballbesitz: 52%/48%<br />Fouls: 20/14<br />Eckbälle: 6/2<br />Abseits: 0/3
<br /><strong>SPIELER-BEWERTUNGEN:</strong><br /><strong>Kurier</strong><br />Königshofer (3) – Schimpelsberger (3), Sonnleitner (3), Pichler (3) (80. Thonhofer, 0), Katzer (3) – Heikkinen (4) (72. Nuhiu, 3), Kulovits (3) – Drazan (4) (59. Grozurek, 3), Burgstaller (2), Hofmann (2) – Alar (3)
<br /><strong>NÄCHSTES SPIEL:</strong><br />MEISTERSCHAFT 2011/12, 34. RUNDE<br />Mattersburg vs RAPID (Pappelstadion, Donnerstag, 10.05.2012, 20:00)]]></content:encoded>
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			<pubDate>Mon, 07 May 2012 16:05:00 +0200</pubDate>
			
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			<title>Pflicht erledigt – jetzt folgt die Kür!</title>
			<link>http://www.forza-rapid.com/single-view/article/pflicht-erledigt-jetzt-folgt-die-kuer.html</link>
			<description>Mit ansprechendem Konterfußball kam Rapid bei Angstgegner Ried zu einem 3:2-Erfolg. Dank...</description>
			<content:encoded><![CDATA[Im Vergleich zum Sturm-Spiel trat Rapid in Ried vierfach verändert an: Die Comebackler Pichler & Hofmann, Drazan und Notnagel Kulovits ersetzten Soma, Heikkinen, Prager und Grozurek. Die Rückkehr von Defensiv-Organisator Harald Pichler hätte sich bereits nach wenigen Sekunden fast als voreilig erwiesen: Der Kärntner verlor einen Pressball mit Guillem und durfte sich beim ausputzenden Lukas Königshofer bedanken, dass dieser von Beginn weg hellwach war, ebenfalls Mario Sonnleitner, der den Zulj-Nachschuss abblockte.<br />Die Schrecksekunde erwies sich allerdings als Startschuss für eine ganz starke Rapid-Phase: Die Grünweißen verbissen sich im Gastgeber und nutzten beinahe jede Gelegenheit, um einen Gegenangriff einzuleiten. Zumindest im Ansatz waren die Konterstöße gefährlich, in der 12. Minute erstmals auch bis zum – für Ried – bitteren Ende. Stefan Kulovits nutzte einen Hadzic-Ausrutscher für ein überfallsartiges Eindringen in die gegnerische Hälfte. Alar kreutzte gut, bekam den Ball von „Kulo“ perfekt in den Lauf gespielt und vollendete mit dem linken Fuß ganz stark durch Gebauers Hosenträger. 1:0 für Rapid!<br />Wenige Minuten später behauptete Alar einen Schrammel-Einwurf, spielte von der Toroutlinie zurück auf Steffen Hofmann, der weiter auf Guido Burgstaller zurücklegte, der das Leder aus knapp zwanzig Metern Entfernung ins untere kurze Eck zirkelte. Keine 20 Minute waren um und das Spiel schien entschieden. Die Schöttel-Elf beging allerdings den Kardinalfehler, sich zu weit zurückzuziehen. Die Initiativkraft der Anfangsphase verschwand in einer zunehmenden Rieder Dominanz. Einmal hatte Rapid Glück, als Schimpelsberger Meilinger nach einem erneuten Pichler-Fehler gerade noch vom Torschuss abhalten konnte (28.). In der 39. Minute war der Anschluss dann Realität: Nach einem Meilinger-Eckball gewann Rotpuller das Kopfballduell gegen Sonnleitner, Königshofer wehrte den Ball – wie es eigentlich im Tormannhandbuch steht – zur Seite ab, doch dort stand der einschussbereite Zulj. Rapid hatte in einer Halbzeit zwei Gesichter gezeigt. Ungewohnt: Vorne agierte man über weite Strecken hui, hinten eher pfui. Zuletzt ist es eigentlich umgekehrt gewesen.
Die zweite Hälfte begann, wie die erste begonnen hatte – mit einer Unkonzentriertheit von Hadzic und einem erbarmungslosen Alar. Der starke Hofmann spitzelte den Ball zu Alar, der sich auf den Weg Richtung gegnerisches Tor machte und dieses mit einem platzierten Schuss aus gut 20 Metern befüllte (51.). Wieder setzte Rapid zum (zeitlich zugegebenermaßen weit entfernten) Doppelschlag an, allerdings versemmelte Burgstaller eine Alar-Hereingabe per Volley und hatte vor dem erfolgreichen Nachsetzen Handkontakt mit der Wuchtel (69.). Wieder verließen sich die Hütteldorfer zu sehr auf den Zwei-Tore-Vorsprung, wieder tasteten sich die Rieder heran. Zuerst wurde Zulj am Torerfolg gehindert (75.), doch in der vierten Minute der Rapid-Viertelstunde verwandelte Nacho einen weiten Lexa-Corner zum 2:3. Königshofer war die Sicht von vielen Mit- und Gegenspielern verdeckt.<br />Ergebnismäßig blieb es dabei, weil den Wikingern an diesem Tag die Durchschlagskraft fehlte. Zu durchschlagskräftig war hingegen Thomas Prager, der knapp vor dem letzten Treffer des Spiels eingewechselt worden war (77.) und sich mit einem groben (87.) und einem taktischen Foul (89.) die Ampelkarte abholte und wie Christopher Trimmel (5. gelbe Karte) für den Schlager gegen Red Bull gesperrt ist.
Es war mit Sicherheit Rapids beste Leistung in diesem Frühjahr. Eine, die Hoffnung darauf macht, dass in der Mannschaft Titelwürdiges steckt. Einen ersten Aufschluss über die Richtigkeit dieser Annahme gibt es am kommenden Sonntag, wenn die Bullen kommen. Ein Fußballfest scheint jedenfalls vorprogrammiert, Ausgang offen...
<img src="uploads/RTEmagicC_Spielerlupe_1a12ed.png.png" alt="" width="300" height="81" /><br /><strong>Drazans holpriger Weg</strong><br />Christopher Drazan wird von mir strenger bewertet, als andere Rapid-Spieler. Weil in ihm eine Art göttlicher Funke lodert, der nur leider viel zu selten aufflammt. Letzte Woche gegen Sturm ging mir seine aufreizende Lässigkeit auf die Nerven. Hatte ihn Peter Schöttel zu unsensibel dafür gescholten, dass er seine Blutgrätsche zu oft aupackt? Jedenfalls wirkte „Fritz“ gehemmt und lustlos, kam überhaupt nicht in die Zweikämpfe.<br />Umso verwunderlicher war es, dass er in Ried statt Lukas Grozurek auflaufen durfte. Jedenfalls mühte sich der 21-Jährige redlich, wurde aber von seinen Mitspielern teils ignoriert, teils mit (zu) giftigen Vorlagen gefüttert. Sein Frust darüber, dass er überhaupt nicht im Spiel war, war allzu verständlich. Anstatt sich aber selber zu motivieren, haderte der linke Flügel mit seinem Schicksal und blieb in der Zuschauerposition. Bei seinem frühen Abgang holte er sich noch Gelb ab, warum weiß ich nicht. Vielleicht wegen Trödelns? Ein typisches Drazan-Foul war nicht der ausschlaggebende Grund.<br />Für die Zukunft schaut es schlecht aus. Nach seinem Raketenstart blieb Drazan zu oft einen konstanten Nachweis seines (vorhandenen!) Talents schuldig. Basel ist seit einer gefühlten Ewigkeit an dem Wiener interessiert – hoffentlich noch immer, kann man als finanziell bedürftiger Verein nur sagen. Ob in Basel oder Wien – Christopher Drazan wird bald explodieren müssen, wenn er seine vielversprechende Karriere nicht gegen die Wand fahren möchte. In Hütteldorf hat Konkurrent Lukas Grozurek jedenfalls den Bonus, dass er sein Talent noch nicht mit Füßen getreten hat.
<strong>RAPIDLER DES SPIELS:</strong><br /><strong>Deni Alar</strong><br />Immer mehr stellt der 22-jährige Zeltweger unter Beweis, welch bedeutende Rolle er in der Zukunft für Rapid spielen kann. Die hohe Ablösesumme entpuppt sich immer mehr als gut investiertes Geld. In Ried ließ Alar kaum eine Schwäche erkennen und war der klar erkennbar Beste im Offensivspiel der Grünweißen. Die Formkurve des Doppeltorschützen zeigt steil bergauf, was die Titel-Waagschale doch noch zum Kippen bringen könnte...
(grela)
<br /><strong>MEISTERSCHAFT 2011/2012  32. RUNDE</strong><br /><strong>SV Josko Ried – SK RAPID WIEN 2:3 (1:2) </strong><br />Keine-Sorgen-Arena, 6.400 Zuschauer, SR Einwaller<br /><strong>Torfolge:</strong> 0:1 (12.) Alar, 0:2 (19.) Burgstaller, 1:2 (39.) Zulj, 1:3 (51.) Alar, 2:3 (79.) Nacho
<strong>Ried (3-3-3-1):</strong> Gebauer – Rotpuller, Reifeltshammer, Riegler – Ziegel, Hadzic (63. Carril), Schreiner – Nacho, Zulj, Meilinger (74. Lexa) – Guillem (74. Casanova)<br /><em>Ersatzbank: Schober, Gabriel, Burghuber, Baumgartner</em><br />Trainer: Gerhard Schweitzer
<strong>SK RAPID (4-1-4-1):</strong> Königshofer – Schimpelsberger, Sonnleitner, Pichler, Schrammel – Kulovits – Trimmel, Hofmann (77. Prager), Burgstaller (81. Nuhiu), Drazan (53. Grozurek) – Alar<br /><em>Ersatzbank: Novota, Soma, Patocka, Gartler</em><br />Trainer: Peter Schöttel
<strong>Gelbe Karten:</strong> Meilinger (17.), Zulj (39.), Schreiner (56.), Riegler (80.) bzw. Drazan (53.), Trimmel (78.)
<strong>Gelbrote Karte:</strong> Prager (89.)
<br /><strong>Wichtige Vorkommnisse:</strong><br />1´ ein schrecklicher Pichler-Patzer wird von Königshofer und Sonnleitner ausgebügelt<br />12´ Alar trifft nach einem von Kulovits (1. Saison-Assist) vorgetragenen Konter trocken zum 0:1<br />19´ Burgstaller trifft von außerhalb des Sechzehners zum 0:2<br />28´ Schimpelsberger blockt einen Meilinger-Schuss ab<br />39´ Corner-Ried – nach Rotpuller-Kopfball und zu kurzer Königshofer-Abwehr staubt Zulj zum 1:2 ab<br />51´ Hofmann stibitzt Hadzic den Ball, Alar schließt aus knapp 25 Metern ab – 1:3<br />69´ Klasse-Assist von Alar auf Burgstaller, der volley an Gebauer scheitert, im Nachschuss trifft, aber vorher den Ball an den Arm bekam<br />75´ Zulj-Schuss wird abgeblockt<br />79´ Nacho trifft nach Lexa-Corner zum 2:3-Endstand<br />89´ Thomas Prager kassiert die gelbrote Karte
<br /><strong>STATISTIK:</strong><br />Torschüsse: 19/12<br />Ballbesitz: 56%/44%<br />Fouls: 18/21<br />Eckbälle: 9/3<br />Abseits: 2/2
<br /><strong>SPIELER-BEWERTUNGEN:</strong><br /><strong>Kurier</strong><br />Königshofer (3) – Schimpelsberger (3), Sonnleitner (3), Pichler (4), Schrammel (4) – Kulovits (3) – Trimmel (3), Hofmann (2) (77. Prager, 5), Burgstaller (2) (81. Nuhiu, 0), Drazan (4) (53. Grozurek, 3) – Alar (1)
<br /><strong>NÄCHSTES SPIEL:</strong><br />MEISTERSCHAFT 2011/12, 33. RUNDE<br />SK RAPID WIEN vs FC Red Bull Salzburg (Gerhard-Hanappi-Stadion, 06.05.2012, 16:00)]]></content:encoded>
			<category>Spielberichte</category>
			
			
			<pubDate>Mon, 30 Apr 2012 23:02:00 +0200</pubDate>
			
		</item>
		
		<item>
			<title>Klatschstangen, Krochamode , Vollfan-Peers – Hütteldorf, ich habe ein Problem!</title>
			<link>http://www.forza-rapid.com/single-view/article/klatschstangen-krochamode-vollfan-peers-huetteldorf-ich-habe-ein-problem.html</link>
			<description>Liebe Freunde der Tradition, 
Rapid hat auf mich schon als kleiner Bub fasziniert. Damals, in den...</description>
			<content:encoded><![CDATA[In den Achtziger-Jahren kamen dann die Erfolge dazu und die Stimmung im Stadion wurde noch besser. Auch wenn das Stadion nur selten ausverkauft war, gab es für heimische Verhältnisse eine unvergleichliche Stimmung. Ich selbst saß als knapp zehnjähriger „Hosenscheißer“  mit meiner Tante auf der Nordtribüne, nahe der West, und sah voller Stolz hinüber zu den wilden Gesellen, zu denen ich mich ab diesem Zeitpunkt in gewisser Weise  dazuzählte.<br />30 Jahre später sehe ich Einiges differenzierter. Die „wilden Fans“ sind meiner Meinung nach noch immer das Beste und die Konstante im Hütteldorfer „Gesamtkonzept“. Natürlich darf man auch dort nicht alles kritiklos sehen, aber wo gehobelt wird, fallen Späne.  Mit dieser Meinung bin ich nicht alleine: Immer, wenn meine bessere Hälfte das Spiel nicht besuchen kann, vergebe ich das freie Ticket innerhalb meines Freundeskreises. Dabei höre ich einen Satz in verschiedenen Abwandlungen immer wieder: „Das Niveau des Kicks ist zwar bescheiden, aber die Stimmung ist einzigartig. Ich komme mit!“  Nun sind die Verursacher dieser Atmosphäre seit dem letzten Mai ins Kreuzfeuer der Kritik von außen (Presse, Tortenhersteller etc.) gekommen, und auch unsere Vereinsführung fühlte sich gefordert, mit einem „Maßnahmenkatalog der Ehrlichkeit“ die Domestizierung der Eigenwilligen voranzutreiben.
Ich hatte mir ein paar Wochen vor besagtem Vorfall aus dem umfangreichen Fankatalog ein kleines Geschenk ausgesucht. Die meisten dort abgebildeten Artikel entsprachen zwar nicht meinem Geschmack, aber das ist erstens oft so, und zweitens fand ich mir dann doch eine Jacke. Vorne prangte das Rapid-Wappen und daneben stand in ansprechend fetten Lettern „RAPID“ geschrieben. Schön! Die Jacke kam nach dem Bestellvorgang relativ rasch, ich packte sie aus und siehe da – am Rücken (im Katalog nicht abgebildet) war auch noch etwas zu finden.  Das mir noch nicht bekannte und wenig ansprechende SCR-Logo fiel mir aber erst gar nicht auf, denn rund um dieses waren in bester 70er-Discomanier noch zahlreiche Glitzersteine verstreut.  Perfekt, endlich mein erstes IT-Girl Outfit, zumindest am Rücken. Vorne passt leider gar nicht zu hinten, sonst hätte es vielleicht meiner Nichte gefallen.  Okay, inzwischen habe ich diesen klassischen Griff ins Klo, der mir öfters passiert, abgehakt. Selbst schuld, wenn man aus dem Katalog bestellt.<br />Kurze Zeit später hat mich dann der bereits erwähnte Katalog der „Ehrlichkeit“ etwas erregt.  Aber nachdem ich möchte, dass es meiner Rapid gut geht und ich denke, dass wir nur gemeinsam weiterkommen, habe ich mir den Ärger verbissen. „Es wird alles wieder besser werden, bleib positiv!“ habe ich mir selbst gut zugeredet.
Der Kick war leider alles andere als positiv,  aber wir haben ein neues Team und unsere No. 5 muss zumindest  über einen gewissen Zeitraum die Möglichkeit haben, ihre Ideen umzusetzen. Und immerhin geht’s der Nummer 2 aus Wien noch schlechter, das hilft. Zumindest half es mir bis vergangenen Sonntagmittag.<br />Da las ich im Forum „... und Klatschstangen haben wir jetzt auch“. Ich begann zu zittern, meine Nase begann zu laufen, ein Anstieg der Körpertemperatur war spürbar... ich übertreibe nicht! Klatschhilfen im Hanappi-Stadion?!<br />Ich muss dazusagen, dass ich auf Bilder aus diversen „Arenen“ (z.B.: Salzburg bzw. RB, Mainz, Bayern etc.), in denen man „Vollfans“ mit solchen Zustimmungsprothesen herumfuchteln sieht, immer mit einem Gefühl zwischen Schadenfreude und Magenverstimmung reagiere. Schadenfreude, weil sich diese Vereine zufälligerweise mit jenen meiner „Who-is-Who-des-Don´t-Like“-Liste decken, und Magenverstimmung,  weil diese Vereine für mich die Antithese zu dem von mir geliebten Fußball verkörpern. Und der von mir geliebte Fußball hat immer schon bei Rapid Wien stattgefunden!  Nun soll ich ruhig dasitzen, wenn um mich herum die Rapid-Viertelstunde  „eingestangerlt“  wird? <br />Zur Klarstellung: Die Aktion mit den Applausstangen entspringt meines Wissens nach nicht direkt der schöpferischen Ader unseres Vereins, sondern war eine Idee der Aktion „Vollfan statt voll fett“ des Instituts für Suchtprävention (ISP) der Sucht- und Drogenkoordination Wien. Ohne die Wichtigkeit des Kampfs gegen Drogen und Alkoholismus nur im geringsten in Zweifel ziehen zu wollen – auch diese Aktion (in der Art und Weise, wie ich sie wahrnehme) würde eine eigene „Meinung“ verdienen. Genauso wie die patzigen Kommentare der „Vollfan-Peers“ (sieht unten) auf ihrem Facebook-Auftritt,  aber damit möchte ich Euch verschonen, jeder kann sich selbst ein Bild davon machen. Hier ein Auszug aus der Rathauskorrespondenz zum Thema:
Bei ausgewählten Heimspielen der Projektpartner FK AUSTRIA Wien und SK RAPID Wien sind vom ISP geschulte VOLLFAN-Peers im Einsatz, um junge Fans auf das Thema Alkohol anzusprechen. Gleichaltrige vermitteln so auf Augenhöhe und in der altersüblichen Sprache, dass es am Fußballplatz cool ist, weniger zu trinken. Auch der VOLLFAN-Corner mit dem Rauschbrillen-Parcours ist vor der Generali-Arena und dem Hanappi-Stadion wieder im Einsatz.
Der Kenner bemerkt – auch hier teilen wir das Leid mit der Nummer 2 aus Wien. <br />Um zum Thema zurückzukommen, diese Stangerl-Aktion hat mein Fass zum überlaufen gebracht, und von meinem nüchternen Umfeld (Tribüne Nord) kann ich sagen, dass es vielen anderen genauso erging. Den meisten ist die Aktion gar nicht erst aufgefallen, weil Hanappi noch immer Hanappi und ein Rapid-Spiel kein Backstreet-Boys-Konzert ist. Für meine Recherche habe ich mich trotzdem (mit meinem Ottakringer) in Beobachtungsposition zum Ort der Verteilung besagter Stangen begeben, um mit Genugtuung zu sehen, dass bis auf eine organisierte Kindergruppe niemand vom Angebot Gebrauch machte. Die Kids  erkannten schnell, wie unpassend dieses Utensil in Hütteldorf ist und zweckentfremdeten die Klatschprothesen schnell zu Keulen, um sich damit gegenseitig zu malträtieren.  Die gleiche Gruppe aus Acht- bis Zehnjährigen wurde vorher auch „auf Augenhöhe und mit altersüblicher Sprache“ mit Rauschbrillen durch den Parcours geschickt, und ich wünsche mir für alle Beteiligten, dass es was gebracht hat.
Mir wünsche ich einen Verein, der sein Merchandising an die Zielgruppe anpasst und nicht versucht, die vorhandene Gruppe zugunsten einiger Schönwetter-Vollfans zu vergraulen.  Die sieht man höchstens bei Sonnenschein und wenn die Stimmung passt.  Bei Leistungen, wie sie seit vielen Monaten zu sehen sind, würde ich mir von dieser „Rapid-Spezies“ nicht allzuviel erwarten.  <br />Der SK Rapid ist aufgrund seiner Vergangenheit in der glücklichen Lage, bereits zahlreiche treue Fans zu haben, die TROTZ ALLEM und auf eigene Kosten für diesen Verein die derzeit wohl größte Attraktion darstellen. Ich würde mich freuen, wenn sich die derzeitige Führung unseres Vereins bewusst wird, dass der Verein in erster Linie von denen getragen wird, die Woche für Woche ins Stadion gehen.
Und noch etwas, nämlich zum Thema Meisterschaft: Ich bin mir sicher – wenn man es ehrlich versucht und dazu steht, den Titel holen zu wollen, wird es kaum jemanden geben, der böse ist, wenn‘s nicht gleich klappt. Angsthasenfußball passt einfach überhaupt nicht zu Rapid. Dass es anders geht, haben wir am Sonntag zumindest für eine knappe Halbzeit gesehen. Bitte mehr davon!
Ansonsten bin ich mir sicher, dass in unserem Verein kompetente und tatkräftige Leute sitzen, die täglich Ihr Bestes geben. Mit ein wenig mehr Transparenz bzw. Kommunikation würden diese Leistungen vielleicht auch bei den Fans mehr Würdigung erfahren.<br />Wenn sich das, was wir von unserem Verein transportiert bekommen, allerdings auf „Vollfan-Peers“, Applausstangerl, 30-Minuten-Einlasszeiten  und Krocha-Merchandising beschränkt, mache ich mir Sorgen, fix, Oida!
Euer Kersten]]></content:encoded>
			<category>Meinung</category>
			
			
			<pubDate>Wed, 25 Apr 2012 14:09:00 +0200</pubDate>
			
		</item>
		
		<item>
			<title>In zweiter Hälfte Sieg verspielt</title>
			<link>http://www.forza-rapid.com/single-view/article/in-zweiter-haelfte-sieg-verspielt.html</link>
			<description>45 Minuten hatte Rapid die Gäste aus Graz fast nach Belieben vorgeführt. Der amtierende Meister war...</description>
			<content:encoded><![CDATA[Nur ein Sieg hätte beiden Teams wirklich weitergeholfen. Trotzdem entwickelte sich – für die heurige Saison ganz untypisch – von Beginn an eine flotte Partie. Sturm erwischte den besseren Start und beschäftigte die Rapid-Defensive, die ohne den erkrankten Harald Pichler auskommen musste. Davon bekamen viele Rapid-Fans noch gar nichts mit, penible Sicherheitskontrollen an den Eingängen der Nordtribüne hinderten hunderte Besucher daran, rechtzeitig zum Anpfiff ins Stadion zu kommen. Mit ein wenig Glück verpassten sie aber das erste Highlight des Spiels nicht: Rapid hatte sich nach verhaltenem Start erfangen und dem gegnerischen Tor angenähert. Guido Burgstaller, 15 Spiele ohne Torerfolg, bekam einen Einwurf von Schrammel vor die Beine, fand plötzlich ein wenig Platz vor und jagte den Ball von der Strafraumgrenze unhaltbar ins linke Kreuzeck. 1:0 (13.)! Ein sensationeller Treffer, der Rapid nun endgültig ins Spiel brachte.<br />Die verbliebene halbe Stunde der ersten Halbzeit stand ganz im Zeichen der Grünweißen. Christopher Trimmel fand zunächst eine Halbchance nach Burgstaller-Hereingabe vor, der Ball war aber schwer zu nehmen und stellte schlussendlich keine Torgefahr dar (22.). Sechs Minuten später sah das schon anders aus: Trimmel nahm sich einen Wechselpass von Schrammel gut mit, ließ Klem ins Leere laufen und schob den Ball am Tormann vorbei an die Stange (28.). Rapid war am Drücker. Nur zwei Minuten später zog Lukas Grozurek mit einem Dribbling in den Strafraum. Allein gegen Gratzei versagten dem Youngster einmal mehr die Nerven. Der 20-Jährige muss also weiter auf sein erstes Tor für Rapid warten. Es wäre aber doch überraschend, wenn er noch bis nächste Saison warten müsste...<br />Kurz vor der Pause kam Rapid zu einer weiteren Gelegenheit. Nach einem schönen Angriff über die rechte Seite spielte Trimmel den Stanglpass, der Ball wurde von der Sturm-Abwehr zentral vor das Tor abgewehrt, wo Thomas Prager an der Strafraumgrenze zum Schuss kam, den Ball aber direkt auf Gratzei schoss. Eine Riesenchance!
Von Sturm, die mit einer richtigen Rumpftruppe antreten mussten (es fehlten sechs wichtige Spieler!) kam im ersten Durchgang gar nichts und auch die zweite Spielhälfte begann fast ganz nach grünweißem Wunsch. Zunächst konnte die Grazer Defensive nach einem Querpass nur in höchster Not zur Ecke klären. Den anschließenden Corner zirkelte Prager dann auf den Kopf von Grozurek. Der Ball zappelte zwar im Netz, hatte aber bereits bei der Flanke die Torauslinie überschritten. Kein Tor also, und das war‘s dann leider auch schon mit dem schönen Teil des Nachmittags. Die Rapidler zogen sich nun etwas zurück und versuchten, das Spiel aus einer geordneten Defensive heraus zu kontrollieren. Der erhoffte Effekt, so zu einfachen Konterchancen zu kommen, trat nicht ein. Stattdessen erwachte ein totgeglaubter Gegner schön langsam wieder zum Leben. Königshofer parierte zunächst einen Schuss des stark spielenden Kainz, kurz darauf war er bei einem Okotie-Schuss chancenlos. Der Ex-Austrianer hatte sich eine Flanke von Standfest eigentlich nicht gut, aber im Endeffekt ideal mitgenommen, dabei Mario Sonnleitner stehengelassen und zum Ausgleich eingeschoben (61.). <br />Peter Schöttel reagierte mit einem Doppeltausch. Christopher Drazan und Atdhe Nuhiu kamen für Burgstaller und Grozurek. Burgstaller hatte in der ersten Hälfte mit Alar immer wieder geschickt die Positionen gewechselt und war gemeinsam mit dem Steirer ein Aktivposten in der Offensive gewesen. In der zweiten Hälfte war der Kärntner aber gar nicht zur Geltung gekommen. Selbiges gilt leider auch für die beiden eingewechselten Spieler. Nuhiu konnte kaum einen Ball behaupten, Drazans lustloses Herumgetrabe war sicher ein Mitgrund, warum Sturm immer mehr die Oberhand im Mittelfeld übernahm. <br />Rapid versuchte zwar wieder, das Spiel an sich zu reißen, doch konnten sie die Grazer nie mehr gefährden. Stattdessen liefen die Grünen immer wieder in gefährliche Konter. Schüsse von Koch (72.) und Okotie (74.) deuteten die sich anbahnende Gefahr an. Vor allem Kainz stellte Rapid über die linke Seite immer wieder vor Probleme. In der Nachspielzeit hatte schließlich Bukva noch den Matchball auf dem Fuß. Der Mittelfeldspieler tauchte nach einem Konter alleine vor Königshofer auf, scheiterte zunächst am Rapid-Goalie und jagte den Nachschuss über das Tor.
Nach dieser zweiten Hälfte kann man kaum von zwei verlorenen Punkten sprechen, obwohl es zur Halbzeit wirklich gut ausgesehen hatte. Die Jubelszenen bei den Grazern sorgten nach Schlusspfiff noch für ein wenig Irritation. Mit einem Sieg wäre der amtierende Meister immerhin auf Platz drei vorgestoßen, so hat man im Fünfkampf um den dritten Platz seine Chancen eigentlich kaum verbessert. Rapid auf der anderen Seite hat auf Salzburg zwei Punkte verloren, liegt zwar noch fünf Punkte vor den Verfolgern, steht aber am kommenden Sonntag in Ried doch unter gehörigem Erfolgsdruck. Wobei, das Wort Meistertitel nimmt im Verein eh niemand in den Mund. Vielleicht ändert sich das ja, wenn man in zwei Wochen im direkten Duell mit Salzburg die Chance auf die Tabellenspitze hat! Dafür muss man aber zunächst auf jeden Fall in Ried gewinnen...
<img src="uploads/RTEmagicC_Spielerlupe_c1210e.png.png" alt="" width="300" height="81" /><br /><strong>Rückfall nach der Pause</strong><br />Zum vierten Mal reichte Rapid in dieser Saison eine 1:0-Führung nicht zum Sieg. So ärgerlich wie dieses Mal war es aber noch nie. Der 0:1-Rückstand zur Pause war für die Grazer mehr als schmeichelhaft. Dass Rapid die vergebenen Torchancen noch weh tun könnten, war natürlich zu befürchten, angesichts der generellen Überlegenheit aber nicht unbedingt zu erwarten. Eher schon, dass Rapid das hohe Tempo der ersten Halbzeit nicht über neunzig Minuten gehen würde können. Das hatten sie aber auch nicht vor. Die zweite Halbzeit ging Rapid etwas ruhiger an, verlor aber scheinbar auch deshalb den Faden. Nach dem Gegentor kam die Mannschaft nie wieder wirklich ins Spiel, konnte scheinbar auch konditionell nicht mehr zulegen. Der Doppeltausch Drazan/Nuhiu für Grozurek/Burgstaller schien auch in diese Richtung zu weisen. Flanken auf einen Strafraumstürmer, statt Tempodribblings dürfte der Plan gelautet haben. Er ging nicht auf. Stattdessen entblößte Rapid immer mehr die Zentrale, verlor dort die Kontrolle über das Spiel. Drazan arbeitete viel zu wenig defensiv, Alar und Trimmel schienen die Kräfte zu verlassen. Nun hing es an Heikkinen und Prager dagegenzuhalten. Es verwundert, dass Schöttel nicht einen der beiden in den letzten zehn, fünfzehn Minuten durch Kulovits ersetzte. Das hätte wohl mehr Sinn gemacht, als mit Gartler für die letzten drei Minuten noch eine zweite Spitze zu bringen.
<strong>RAPIDLER DES SPIELS:</strong><br /><strong>Markus Heikkinen</strong><br />Mit Fortdauer des Spiels im zentralen Mittelfeld immer mehr auf sich alleine gestellt. Kämpfte bis zum Umfallen und versuchte, das sinkende Schiff über Wasser zu halten.
(famos)
<br /><strong>MEISTERSCHAFT 2011/2012  31. RUNDE</strong><br /><strong>SK RAPID WIEN – SK Sturm Graz 1:1 (1:0) </strong><br />Gerhard-Hanappi-Stadion, 17.300 Zuschauer, SR Gangl<br /><strong>Torfolge:</strong> 1:0 (13.) Burgstaller, 1:1 (61.) Okotie
<strong>SK RAPID (4-2-3-1):</strong> Königshofer – Schimpelsberger, Sonnleitner, Soma, Schrammel – Heikkinen, Prager – Trimmel, Burgstaller (66. Nuhiu), Grozurek (67. Drazan) – Alar (87. Gartler)<br /><em>Ersatzbank: Novota, Patocka, Thonhofer, Kulovits</em><br />Trainer: Peter Schöttel
<strong>Sturm (4-1-4-1):</strong> Gratzei – Standfest, Neuhold, Burgstaller, Klem – Koch – Hölzl (85. Ehrenreich), Kröpfl, Bukva, Kainz – Okotie (90. Haas)<br /><em>Ersatzbank: Cavlina, Popkhadze, Wolf, Weinberger, Pavlov</em><br />Trainer: Thomas Kristl
<strong>Gelbe Karten:</strong> Heikkinen (72. Foul) bzw. Ehrenreich (87. Foul)
<br /><strong>Wichtige Vorkommnisse:</strong><br />Rapid ohne Payer (nicht im Kader), Katzer, Prokopic (beide verletzt), Pichler (krank)<br />Sturm Graz ohne Muratovic (nicht im Kader), Feldhofer, Dudic, Weber, Säumel, Szabics, Bodul (alle verletzt)
13´ TOR Rapid! 1:0 durch Burgstaller – es war die erste Torchance für Rapid<br />28´ Stange Rapid! Trimmel trifft nur Aluminium<br />30´ Großchance Rapid! Grozurek scheitert an Gratzei<br />45´ Großchance Rapid! Pragers Schuss fällt zu zentral aus<br />46´ Großchance Rapid! Trimmel rutscht an Querpass vorbei.<br />47´ Tor aberkannt! Nach Pragers Eckball war der Ball schon im Toraus – korrekt<br />61´ TOR Sturm! 1:1 – Okotie trifft von der Strafraumgrenze<br />72´ Weitschuss Sturm! Koch verpasst das Tor knapp<br />74´ Großchance Sturm! Okotie scheitert aus spitzem Winkel an Königshofer<br />90+´ Matchball Sturm! Bukva scheitert zuerst an Königshofer, jagt dann den Nachschuss weit drüber
<br /><strong>STATISTIK:</strong><br />Torschüsse: 13 (8)/12 (4) <br />Ballbesitz: 50%/50%<br />Fouls: 13/9<br />Eckbälle: 7/1<br />Abseits: 4/5
<strong>SPIELER-BEWERTUNGEN:</strong><br /><strong>Kurier</strong><br />Königshofer (3) – Schimpelsberger (3), Sonnleitner (3), Soma (2), Schrammel (3) – Heikkinen (3), Prager (4) – Trimmel (2), Burgstaller (2) (66. Nuhiu, 4), Grozurek (3) (67. Drazan, 3) – Alar (3) (87. Gartler, 0)
<br /><strong>NÄCHSTES SPIEL:</strong><br />MEISTERSCHAFT 2011/12, 32. RUNDE<br />SV Josko Ried vs SK RAPID WIEN (Keine-Sorgen-Arena, 29.04.2012, 16:00)]]></content:encoded>
			<category>Spielberichte</category>
			
			
			<pubDate>Tue, 24 Apr 2012 19:00:00 +0200</pubDate>
			
		</item>
		
		<item>
			<title>Nix is gangen, nix is gschehn</title>
			<link>http://www.forza-rapid.com/single-view/article/nix-is-gangen-nix-is-gschehn.html</link>
			<description>Vor 225 Minuten gelang Guido Burgstaller das letzte Tor in einem Wiener Derby. Dass es in den 90...</description>
			<content:encoded><![CDATA[Wie sein Gegenüber Ivica Vastic setzte auch Peter Schöttel im Derby auf das 4-2-3-1 System, die Umstellungen zum Wiener Neustadt Spiel fielen aber trotz einiger kurzfristiger Ausfälle für meinen Geschmack etwas zu drastisch aus. So wechselte Schöttel beide Außenverteidiger, verzichtete zugunsten des ballsicheren Prokopic auf den kampfstarken Kulovits in der Zentrale, und der zuletzt als Mittelstürmer konsequent punktende Alar (3 Tore und 4 Assists in 4 Spielen) wurde hinter Nuhiu in die Mittelfeldoffensive zurückgezogen. Dafür fand sich Lukas Grozurek nach fünf Spielen in der Startelf plötzlich wieder auf der Bank wieder – Schöttel setzte im wichtigen Wiener Derby, das die Chance auf die Tabellenführung barg, auf die routinierteren Drazan und Trimmel.<br />Gut, die Umstellungen waren auch den kurzfristigen Ausfällen von Hofmann, Burgstaller und Prager geschuldet, aber da sah die Verletztenliste diese Saison auch schon schlimmer aus und Hofmanns Ausfall musste die Mannschaft schon gegen Wr. Neustadt (erfolgreich) verkraften.
Das Spiel entwickelte sich für ein Wiener Derby recht typisch. Die große Zweikampfbereitschaft und hohe Intensität führten zu vielen Fehlpässen. Kaum einmal gelang einer Mannschaft eine Kombination über mehrere Stationen, von gefährlichen Offensivaktionen war weit und breit nichts zu sehen. So macht Fußball zum Ansehen wenig Spaß. Dazu trägt natürlich – wie jedesmal am Verteilerkreis – die für die Fernsehzuschauer schrecklich positionierte Fernsehkamera bei, die die Breite des Spielfelds optisch zusammenschrumpfen lässt. Schlimmer ist eigentlich nur Ried. Vom Blickfeld der mitgepilgerten Rapidler im Stadion ganz zu schweigen, denen der Stadtrivale für die miesesten Stehplätze im Eck geschmeidige 25 Euro abgeknöpft hatte. <br />Warum ich mich in diesen spielfernen Details verliere? Weil am Platz nichts weiter passierte! Außerhalb des Spielfelds dachten Fans laut an mögliche Wechsel zur Halbzeit, um dem Spiel vielleicht eine kleine Wende zu geben. Nach einer halben Stunde stellte sich die Mannschaft aber von selbst um: Markus Katzer konnte nicht mehr, der Oberschenkel ließ es nicht mehr zu – für „Mecky“ kam logischerweise Thomas Schrammel ins Spiel. Mit Katzer verlor Rapid den offensiv aktiven Außenverteidiger. Ohne ihn war die linke Seite endgültig ein Totalausfall, was in erster Linie an einem katastrophalen Auftritt von Christopher Drazan lag. Dessen einzig nennenswerter Auftritt war kurz zuvor ein klassisches Drazan-Gelbfoul mit Ansage gewesen. Auf die Sinnlosigkeit des Tacklings braucht man in diesem Zusammenhang kaum noch hinweisen. Bei vielen seiner Grätschen hat man das Gefühl, Drazan hätte einfach keine Lust mehr, dem Gegenspieler nachzulaufen...<br />Ohne Torchance ging es in die Kabine.
Nachdem sich beide Teams Anfang der zweiten Hälfte zunächst weiter neutralisierten, bekamen die Violetten nach einer knappen Stunde plötzlich Oberwasser. Erst verzeichnete Gorgon den ersten Torschuss (auf das Tor!) der Partie. Königshofer hielt den zentralen geschossenen Ball mit leichten Schwierigkeiten. Eine Minute später fand Tomasz Jun seine erste und einzige Torgelegenheit des Spiels vor: Die ansonsten gute Innenverteidigung Rapids sah in dieser Situation nicht gut aus. Zunächst produzierte Sonnleitner eine Kerze, die anschließende Suttner-Flanke verpasste der ausrutschende Pichler und Jun kam im Rapid-Strafraum zu Ball. Der Tscheche vertändelte die gute Gelegenheit aber, schlussendlich blockte Pichler den Schussversuch ab. Die Rapidler konnten die Situation nicht bereinigen und die Austria wurde gleich nochmal mit einem Stangelpass gefährlich. An diesem rutschten aber alle Beteiligten vorbei (60.).<br />Fünf Minuten später wollte Peter Schöttel von der Outlinie ins Spiel eingreifen und brachte Stefan Kulovits für Christopher Trimmel. Boris Prokopic sollte wohl nun von der Seite für Akzente sorgen. Doch der 24-Jährige, der im Frühjahr endlich Fuß zu fassen schien, zuletzt auch zwei Tore erzielte, verdrehte sich in einem Zweikampf mit Dilaver das Knie ganz furchtbar und musste nur eine Minute nach dem taktischen Wechsel Schöttels verletzt raus. Nach dem Spiel bestätigten sich die schlimmsten Befürchtungen nach den grauenhaften Fernsehbildern. Kreuz- und Seitenbandriss. <br /><em>Forza Rapid</em> wünscht Boris Prokopic einen raschen und komplikationslosen Genesungsprozess und viel Kraft für die kommenden Monate! Für Prokopic kam Lukas Grozurek ins Spiel. <br />Die Austria war nun am Drücker. Königshofer baggerte einen Weitschuss von Gorgon zum bequemeren Nachfassen in die Luft (72.). Zwei Minuten zuvor hatte es auch Suttner mit einem Weitschuss probiert. Die Fernschüsse waren auf dem nassen Rasen sicher eine gute Option, zum Glück für Rapid fielen alle Versuche der Austria-Spieler ganz zentral aus. Bei diesen Weitschüssen hätte er dabei sein können, der Lucky Punch.<br />So vergab aber Florian Klein in der 76. Minute die letzte Austria-Chance. Klein kam mit viel Platz am rechten Strafraumeck zum Schuss, verzog den violetten Matchball aber dann doch gut zwei Meter am langen Eck vorbei. <br />Die Schlussphase war nicht mehr oder weniger verkrampft als der Rest des Spiels, der Adrenalinspiegel stieg dennoch von Minute zu Minute. Vier Minuten vor dem Ende konterten die Rapidler nach einem Austria-Corner. Lukas Grozurek setzte zu einem Alleingang an und wurde erst kurz vor dem Strafraum gestoppt. Traurigerweise war das die beste Rapid-Gelegenheit in der zweiten Spielhälfte. Bis zu diesem Zeitpunkt, denn in der Schlussminute, hatte Deni Alar die große Siegchance auf dem Fuß: Nach einem schönen Pass von Schrammel nahm sich der Stürmer den Ball nicht perfekt mit, sah sich statt dem 1:1-Duell mit Lindner plötzlich wieder zwei Austrianern gegenüber und verzettelte sich im Versuch, an diesen vorbeizugehen. Alternative hatte er keine, denn unverständlicherweise rückten seine Teamkollegen nur zögerlich nach.
Trotz Chancenübergewicht der Austria hätte sich dieses Derby nicht wirklich einen Sieger verdient. Das 0:0 spiegelt schlussendlich das Geschehen auf dem Rasen wider. Für den Titelkampf hat das Spiel kaum Auswirkungen. Nach dem Remis der Salzburger in Graz bleibt alles beim Alten und verdammt eng. Dass Rapid einen Ausrutscher der Konkurrenz nicht ausnutzen kann, ist auch nichts Neues.
<br /><img src="uploads/RTEmagicC_Spielerlupe_c00caa.png.png" alt="" width="300" height="81" /><br /><strong>Wo bleibt das Derby-Feeling?</strong><br />Treue Leser dieser Spielberichte werden wissen, dass Fair-Play für den Autor eine sehr wichtige Sache ist. Aber Fair-Play schließt Leidenschaft, Einsatz und Emotionen nicht aus. Gut, mangelnde Einsatzbereitschaft kann man keinem der beiden Teams wirklich vorwerfen. Das Spiel selbst war intensiv geführt, mit vielen Zweikämpfen, dadurch auch vielen Fehlpässen und wenig Torszenen. Ivica Vastic hat schon recht, wenn er erklärt, dass weder ihm, noch seinem Kollegen Schöttel Spieler wie Robben oder Ribery zu Verfügung stünden. Das hatten aber ihre Vorgänger ebensowenig. Ein gutes Fußballspiel hängt auch nicht nur mit guten Spielern zusammen. Mit ein wenig mehr Risiko könnten auch die beiden Wiener Fußball-Aushängeschilder ein aufregendes Fußballspiel liefern. Natürlich ist es auch verständlich, dass keiner der beiden Trainer der Dumme sein möchte, der dem anderen ins offene Messer läuft, aber wie sagte schon der größte Raumschiff-Kapitän aller Zeiten: „Risiko gehört zum Spiel, wenn man auf dem Stuhl hier sitzt.“ <br />Man muss als Trainer auch nicht Öl ins Feuer gießen, mit markigen Sprüchen die Stimmung anheizen, aber ist es nicht ein wenig merkwürdig, in der Halbzeitpause gegnerischen Spielern aufmunternde Klapse und Schulterklopfer zu gönnen? Kann man damit nicht bis nach dem Spiel warten? Nicht nur das Geschehen auf dem Platz, auch das Rundherum, nehmen dem Wiener Derby zur Zeit viel an Flair, und im Moment scheint es nur noch ein Spiel wie jedes andere zu sein. Absurd.
<strong>Rapidler des Spiels:</strong><br /><strong>Keiner</strong><br />Beim besten Willen – am Sonntag stach einfach keiner der Akteure positiv hervor. Geschlossene Mannschaftsleistung quasi...
<br />(famos)
<br /><strong>MEISTERSCHAFT 2011/2012, 30. RUNDE</strong><br /><strong>FK Austria Wien – SK RAPID WIEN 0:0 </strong><br />Generali-Arena, 12.219 Zuschauer, SR Lechner
<strong>FAK (4-2-3-1):</strong> Lindner – Klein, Rogulj, Ortlechner, Suttner – Dilaver, Mader – Gorgon, Jun (67. Linz), Leovac (61. Liendl – Kienast (78. Stankovic)<br /><em>Ersatzbank: Kardum, Mally, Holland, Hlinka</em><br />Trainer: Ivica Vastic
<strong>SK RAPID WIEN (4-2-3-1):</strong> Königshofer – Schimpelsberger, Sonnleitner, Pichler, Katzer (33. Schrammel) – Heikkinen, Prokopic (68. Grozurek) – Trimmel (65. Kulovits), Alar, Drazan – Nuhiu<br /><em>Ersatzbank: Novota, Soma, Thonhofer, Gartler</em><br />Trainer: Peter Schöttel
<strong>Gelbe Karten:</strong> Dilaver (42. Foul), Gorgon (74. Foul) bzw. Drazan (25. Foul), Grozurek (90. Unsportlichkeit)
<strong>Wichtige Vorkommnisse:</strong><br />Rapid ohne Prager, Burgstaller (Magen-Darm-Virus) und Hofmann (wurde geschont)<br />25´ unnötiges Drazan-Gelb-Foul, das den formschwachen Flügel weiter limitierte<br />33´ Katzer ließ sich bei seinem Comeback-Spiel vorsorglich für Schrammel austauschen<br />58´ Gorgon sorgt für den ersten Schuss auf das Tor!<br />59´ Jun vertändelt nach Pichler-Ausrutscher die erste zwingendere Chance des Spiels<br />60´ zwei Austrianer rutschen recht deutlich an einem Suttner-Stanglpass vorbei<br />65‘ Kulovits kommt für Trimmel, Prokopic rückt auf die rechte Flanke<br />68‘ Pechvogel Prokopic verletzt sich schwer – Grozurek nimmt dessen Platz ein<br />72‘ Königshofer hat mit einem Distanzschuss von Gorgon leichte Probleme<br />76‘ Klein verzieht den Ball bei der vielleicht besten Einschussmöglichkeit auf Seiten der Austrianer<br />90‘ SCR-Konter: Alar nimmt sich den Ball schlecht mit und erstickt die sich anbahnende Top-Chance im Keim
<br /><strong>STATISTIK:</strong><br />Torschüsse: 8/4<br />Ballbesitz: 50%/50%<br />Fouls: 18/17<br />Eckbälle: 4/4<br />Abseits: 4/1
<br /><strong>SPIELER-BEWERTUNGEN:</strong><br /><strong>Kurier</strong><br />Königshofer (3) – Schimpelsberger (4), Sonnleitner (2), Pichler (3), Katzer (3) (33. Schrammel, 3) – Heikkinen (3), Prokopic (4) (68. Grozurek, 3) – Trimmel (4) (65. Kulovits, 3), Alar (4), Drazan (5) – Nuhiu (4)
<br /><strong>NÄCHSTES SPIEL:</strong><br />MEISTERSCHAFT 2011/12, 31. RUNDE<br />RAPID vs Sturm (Sonntag, 22.04.2012, 16:00)]]></content:encoded>
			<category>Spielberichte</category>
			
			
			<pubDate>Mon, 16 Apr 2012 13:43:00 +0200</pubDate>
			
		</item>
		
		<item>
			<title>Hamlet oder Happel</title>
			<link>http://www.forza-rapid.com/single-view/article/hamlet-oder-happel.html</link>
			<description>Als Wendelin Schmidt-Dengler im Jahr 2008 mit erst 66 Jahren starb, wurde in seinem Gedenken vor...</description>
			<content:encoded><![CDATA[Mit Freuden erinnere ich mich an eine Veranstaltung im Rahmen der Wiener Vorlesungen im prallgefüllten Festsaal des Wiener Rathauses im Februar 2002, bei der sich der Rapid-Anhänger und Literaturwissenschaftler Schmidt-Dengler und der Philosophieprofessor und Austrianer Kurt Rudolf Fischer ein intellektuelles Match unter dem Titel „Austria : Rapid. Fußball im Spiegel von Philosophie und Literatur“ über ihre Liebe zu ihren Vereinen, den Fußball und das Leben an sich lieferten.<br />Vier Jahre nach seinem Tod liegt nun eine kleine Sammlung von Schmidt-Denglers Fußballtexten vor, die Helmut Neundlinger herausgegeben hat. Es sind Kolumnen und kleine Beiträge für österreichische Medien aus den Jahren 1996 bis 2008. Die Texte erschienen verstreut an mehreren Orten, sodass sich in der Gesamtschau einige Wiederholungen ergeben. Doch dies trübt das Lesevergnügen nur wenig.
Als Schlüsselsatz des Germanisten und Literaturwissenschaftlers kann man wohl den Satz „Fußball ist für mich primär Sprache“ hernehmen. Schmidt-Dengler beschäftigte sich mit dem Fußball und seinen kulturellen Hervorbringungen mit ähnlicher Hingabe, wie als Wissenschaftler mit der deutschen Sprache und ihrer Literatur. Zumindest proklamatorisch waren dabei die Präferenzen klar: „Wie Shakespeares <em>Hamlet </em>oder Lessings <em>Minna von Barnhelm </em>ausgehen, weiß ich, wie aber das nächste Derby zwischen Rapid und Austria ausgeht, weiß ich nicht. Der ästhetische wie dramaturgische Vorsprung des Hanappi-Stadions vor dem Burgtheater ist kategorial“, schrieb Schmidt-Dengler mit Anklang an ein Bonmot Sepp Herbergers.<br />An anderer Stelle heißt es: „Fußball ist, ich gestehe es, zumindest in meiner Freizeit, spannender als die Literatur, denn was deren Themen sind, das hat man in einem guten Spiel alles gebündelt: Schande, Ruhm, Tücke, Verzweiflung, Zufall, Schicksal, Tugend, Gemeinheit, Gewalt, ja auch Spannung und Langeweile.“ Der Fußball als die ganze Welt in 90 Minuten.
Schmidt-Dengler war einer, der – bevor dies modern wurde – gescheit über Fußballkulturelles dachte, redete und schrieb, wie das Samo Kobenter in seinem Vorwort des Buchs feststellt: „Lange bevor es gesellschaftsfähig wurde, Fußball als Folie für allerlei philosophische, soziologische, theologische oder auch nur gesellschaftspolitisch relevante Thesen herzunehmen und darauf solange herumzukritzeln, bis der darunterliegende Entwurf kaum mehr zu erkennen ist, stellte Wendelin Schmidt-Dengler mit dem augenzwinkernden Ernst des wahren Liebhabers einige Lesarten des Spiels vor, die mittlerweile zum Standardrepertoire eines intellektualisierenden Diskurses über das Phänomen Fußball gehören.“<br />Seine literarischen Bezüge zum Fußball beginnen in den Werken William Shakespeares &#8722; „Foul ist fair, and fair ist foul! Dieser Hexenvers aus dem Beginn des <em>Macbeth </em>vereint Shakespearekenner und Fußballfreunde, also rundum gebildete Menschen“ &#8722; und setzen sich mit Elias Canetti oder der Korrespondenz von Soma Morgenstern mit Alban Berg fort. Schmidt-Dengler freut sich über den Einfluss, den die Geräuschkulisse vom Rapid-Platz, der Pfarrwiese, 1927 auf Elias Canetti ausübte und sich in dessen Buch <em>Masse und Macht </em>niederschlug: „Welcher Fußballverein der Welt kann sich rühmen, ein mit dem Nobelpreis gekröntes Œuvre verursacht zu haben?“
Fußball war für Wendelin Schmidt-Dengler stets mehr als ein Sport &#8722; „wenn über Fußball gesprochen wird, dann wird über mehr gesprochen als nur über eine Sportart“. Die Textsammlung ist als Buch kleinformatig, aber großformatig im Inhalt.
(brucki)
<em>Schmidt-Dengler, Wendelin (Hg. von Neundlinger, Helmut): Hamlet oder Happel. Eine Passion. Klever Verlag (2012)</em>
Wer mehr Texte von Christian Bruckner lesen möchte, besucht dessen Website <link http://brucki.blogspot.com/>http://brucki.blogspot.com/</link>]]></content:encoded>
			<category>Grünweiße Bücherwiese</category>
			
			
			<pubDate>Thu, 12 Apr 2012 18:33:00 +0200</pubDate>
			
		</item>
		
		<item>
			<title>Rapid wankte am Ende, fiel aber nicht</title>
			<link>http://www.forza-rapid.com/single-view/article/rapid-wankte-am-ende-fiel-aber-nicht.html</link>
			<description>Rapids 2:1-Sieg gegen Wr. Neustadt war verdient und trotzdem sehr glücklich. Nach umstrittenen...</description>
			<content:encoded><![CDATA[Der wiedergenesene Lukas Königshofer wurde von Peter Schöttel wieder in den Kasten gestellt, ersetzte Jan Novota. Ansonsten vertraute der Rapid-Trainer auf die Elf, die bei der Admira ein ordentliches Spiel abgeliefert hatte. Eine Ausnahme war Boris Prokopic, der den muskelverletzten Steffen Hofmann am rechten Flügel ersetzte.<br /> <br />Der schwache Beginn von Rapid-Seite war geprägt von Stefan Kulovits, der mit gefühlten sieben Beinen verhinderte, dass Wiener Neustadt aus dem ansonsten schlafmützigen Auftakt der Gastgeber Kapital schlagen konnte. Die Niederösterreicher standen in der Defensive gewohnt kompakt und waren durchaus gewillt, am Spiel teilzunehmen.<br />Nach einer knappen Viertelstunde endete ein Angriff der Stöger-Elf mit der Ball-Eroberung durch Kulovits, der gemeinsam mit Guido Burgstaller den Konter einleitete. Deni Alar nahm sich den Ball mit angelegter Hand mit und spielte auf Prokopic, der dort weitermachte, wo er in der Südstadt aufgehört hatte – mit einem Tor (14.)! Der Hofmann-Ersatz schoss den Ball rechts an Siebenhandl vorbei ins Glück. Überhaupt hatte man den Eindruck, dass Prokopic ohne den etatmäßigen Kapitän selbstbewusster und ruhiger wirkte als normal. Die Frage, ob es sich um ein Handspiel von Assistgeber Alar gehandelt hat, darf nach all den fragwürdigen Pfiffen gegen Rapid in dieser Saison unbeantwortet bleiben. Jedenfalls war es schön zu hören, wie Jack Whites Gitarre wieder den Torjubel mit seinen Seven-Nation-Army-Riffen umrahmte...<br />Trotz der Führung war Sicherheit ein Fremdwort im Rapid-Spiel, und trotzdem war’s besser, als einige andere Hälften, die 2011/12 im Hanappi passiert sind.<br />In der 31. Minute wurde ein Sonnleitner-Kopfball zur Vorlage für Alar, auch Lukas Grozurek kam beinahe an den Ball, aber es blieb beim Ein-Tore-Vorsprung. Zwei Minuten später durfte man sich über diesen Abstand nicht beklagen, als Friesenbichler nach einer Burgstaller-Schwalbe und einer unglücklichen Zweikampf-Intervention Markus Heikkinens in Position gebracht worden war – der Maskenmann vergab die Riesenchance auf den Ausgleich knapp innerhalb des Sechzehners.
Zu Beginn der zweiten Hälfte wurde Atdhe Nuhiu für den formschwachen Burgstaller eingesetzt und hinterließ gleich eine Duftmarke. Nach einer herrlichen Thonhofer-Flanke kam „Nutschi“ zwischen zwei Verteidigern zum Kopfball, setzte diesen aber knapp neben das Tor (49.). Ballbehauptung und –weiterverteilung des Angriffsriesen sollten die Offensivaktionen Rapids beleben, ebenso wie der eingewechselte Christopher Drazan, der Grozurek ab der 50. Minute ersetzte.<br />In Minute 54 hatte Rapid anständig Masel, als ein Madl-Freistoß aus etwa 35 Metern an die Querlatte knallte. Königshofer hatte sich verschätzt.<br />Wenig später: Nach einem Prokopic-Corner verlängerte Nutschi, Heikkinen traf den Ball nicht richtig, ebenso Alar –  und so konnte Siebenhandl den Ball unter sich begraben (56.). Eine knappe Angelegenheit!<br />Nach einer guten Stunde zog Drazan nach einer schönen Einzelaktion in die Mitte und passte auf den ganz sicher im Abseits stehenden Alar, der weiter auf den vielleicht im Abseits stehenden Nuhiu spielte. Dem Schiri-Assistenten war’s egal, und so konnte unser Angriffsriese den Ball ruhig mit links versenken – 2:0 (64.)!<br />In der Folge war es dem unkonzentrierten Fertigspielen von Kontern und dem fahrlässigen Umgang mit Chancen zu verdanken, dass das Spiel nicht endgültig entschieden wurde. Exemplarisch dafür sei die Situation genannt, in der Mario Sonnleitner eine Nuhiu-Verlängerung knapp verpasste (72.).<br />Das Einklatschen der Rapid-Viertelstunde weckte diesmal nicht den Kampfgeist der eigenen Truppe, sondern jenen Wiener Neustadts. In der 76. Minute überhob Lindner Königshofer und das Tor, der Anschlusstreffer lag in der Luft. Drei Minuten später war es dann soweit: Madl war mit einem Freistoß erfolgreich, dem eine fragwürdige Foulentscheidung vorausgegangen war. Drazan fälschte ab, Königshofer war bereits am Weg ins andere Eck – nur noch 2:1 (79.).<br />Was dann passierte, war nicht nur dem Rapid-Trainer „unerklärlich“. Zuerst vergab „Joker“ Lindner seine zweite Hundertprozentige, nachdem er von Harald Pichler aus den Augen verloren worden war (82.). Dann ließ der eingewechselte Prskalo am langen Eck eine Riesenchance aus (87.). Und als Draufgabe scheiterte Ex-Rapidler Serkan Ciftci in der 90. Minute an Königshofer. Peter Schöttel meinte dazu: „Normal kommen die Gegner nie so oft derart frei vor unser Tor. Das darf nicht passieren!“ Recht hat er.
Im Optimalfall war das Defensiv-Chaos der letzten Viertelstunde eine Warnung zur rechten Zeit. Denn mit dem Pflichtsieg konnte sich Rapid nicht nur an die Fersen von Tabellenführer Red Bull heften, sondern auch einige Konkurrenten ums internationale Geschäft distanzieren. Kommenden Sonntag geht es in der Generali-Arena gegen die Austria also nicht nur um die Ehre, sondern auch darum, den Vier-Punkte-Vorsprung auf die Veilchen zumindest zu halten.
<br /><strong>SPIELERLUPE:</strong><br /><strong>Keine Angst vorm Horr-Acker</strong><br />0:1, 0:1, 1:1 – seit drei Spielen in Serie ist Rapid beim Erzrivalen ungeschlagen. Sollte Rapid wieder ein voller Erfolg in der Generali-Arena glücken, hätte man sieben Punkte Vorsprung auf die Veilchen, wäre das Ticket für einen internationalen Bewerb so gut wie sicher.<br />Gerade in einem Derby ist immer alles möglich, und zwar noch mehr, als in anderen Spielen – zumindest, wenn man der Phrasenschwein-Legende glaubt. Trotzdem sehe ich dem kommenden Stadtduell so ruhig entegen, wie noch selten zuvor. Auch ohne Steffen Hofmann, der sich wahrscheinlich auskurieren wird, um im Liga-Finish wieder voll einsatzfähig zu sein. Zweimal hat unser Kapitän heuer aussetzen müssen, beide Male (beim 3:2 gegen Sturm und jetzt gegen Wr. Neustadt) siegte Rapid, beide Male ist er mir – bei allem Respekt, bei aller Verehrung! – nicht wirklich abgegangen.<br />Bei allen Kritikpunkten, die bei der Besprechung der Rapid-Offensive zur Entfaltung kommen können, ist es schon auch so, dass wir fast ein „Überangebot“ an Spielern mit Potential haben. Am linken Flügel matchen sich mit Grozurek und Drazan zwei (an guten Tagen) sehr Gute um einen Platz. In der Mitte sind Alar und Burgstaller tolle Optionen, rechts Prokopic und Trimmel, und vorne machen mir die letzten Performances von Nuhiu großen Mut. Das Schöne ist, dass viele der eben genannten Spieler mehrere Offensivpositionen einnehmen können. Gemeinsam mit einem sicheren Königshofer, einer hoffentlich wieder sattelfesten Innenverteidigung, der einen oder anderen Thonhofer-Flanke, einer erneut starken Doppel-Sechs und der richtigen Mischung in der Vorwärtsabteilung sollte das reichen.<br />Und vielleicht kehrt ja auch das fehlende Glück vom letzten Derby zurück, als Rapid in einem schwachen Match die einzigen Großchancen zu verzeichnen hatte...
<strong>RAPIDLER DES SPIELS:</strong><br /><strong>Stefan Kulovits</strong><br />Beim Nachbesprechungsbier war der „Man of the Match“ schnell gefunden – „Kulo“ schallte es aus mehreren Kehlen. Zwar lieferte der eingewechselte Nuhiu in der zweiten Hälfte eine Bombenleistung ab, kam aber nicht an die Performance der „Kampfgelse“ heran. Ein Vertrag auf Lebenszeit wurde gefordert, und das aus gutem Grund: Das notorisch unterschätzte Rapid-Urgestein rackerte höchst erfolgreich. Gerade in der bescheidenen Anfangsphase war bei den Angriffsversuchen der Niederösterreicher fast immer ein Bein des 28-Jährigen im Weg. Auch beim Umschalten in die Offensive wirkte Kulovits sehr agil, wie der Führungstreffer beweist. Seine vielleicht größte Leistung des Spiels war aber das Rückenfreihalten von „Neo-Kapitän“ Markus Heikkinen (warum trug nicht Kulo die Schleife?), der sich wegen der Kampfstärke seines Partners stark verbessert zeigte und sich ob der neuen Sicherheit öfters in Bereiche vorwagte, die er normalerweise meidet. Der „Kulo-Faktor“ führte Rapid bereits zu zwei Meistertiteln – wäre doch zu schön, wenn Stefan Rapid im letzten Saisonviertel mit konstant starken Leistungen an die Ligaspitze führen würde. Forza Kulo!
(grela)
<br /><strong>MEISTERSCHAFT 2011/2012, 29. RUNDE</strong><br /><strong>SK RAPID WIEN – SC Wr. Neustadt 2:1 (1:0) </strong><br />Hanappi-Stadion, 14.800 Zuschauer, SR Schörgenhofer<br /><strong>Torfolge:</strong> 1:0 (14.) Prokopic, 2:0 (64.) Nuhiu, 1:2 (79.) Madl
<strong>SK RAPID WIEN (4-2-3-1):</strong> Königshofer – Thonhofer, Sonnleitner, Pichler, Schrammel – Kulovits, Heikkinen – Prokopic, Burgstaller (46. Nuhiu), Grozurek (50. Drazan) – Alar (84. Trimmel)<br /><em>Ersatzbank: Novota, Soma, Schimpelsberger, Prager</em><br />Trainer: Peter Schöttel
<strong>Wr. Neustadt (4-4-2):</strong> Siebenhandl – Klapf (83. Ciftci), Maak, Madl, A. Schicker – Pollhammer, D. Wolf, Stanislaw, Saurer (66. Prskalo) – Friesenbichler, Helly (55. Lindner)<br /><em>Ersatzbank: Poyraz, Imamoglu, Troyansky, Besenlehner</em><br />Trainer: Peter Stöger
<strong>Gelbe Karten:</strong> Alar (33. Foul), Kulovits (63. Foul), Drazan (69. Foul), Pichler (84. Foul) bzw. Stanislaw (30. Foul), Klapf (58. Foul), Maak (88. Foul), Siebenhandl (91. Foul), Madl (93. Foul)
<strong>Wichtige Vorkommnisse:</strong><br />Rapid ohne Payer (krank), Hofmann und Katzer (beide verletzt)<br />14´ 1:0 durch Prokopic nach Alar-Assist und eventuellem Hands<br />31´ Alar vergibt die gute Möglichkeit auf die Vorentscheidung<br />33´ Maskenmann Friesenbichler vergibt die Riesenchance auf den Ausgleich<br />46´ Nuhiu kommt für Burgstaller und agiert als Solospitze, Alar rückt zurück auf die Position der hängenden Spitze<br />49´ Nuhiu vergibt das 2:0 per Kopf<br />54‘ Madl donnert einen Freistoß aus 35 Metern an die Latte<br />56‘ Heikkinen und Alar vergeben nach Prokopic-Eckball und Nuhiu-Weiterleitung<br />64‘ Drazan auf Alar (Abseits!), der auf Nuhiu (Abseits?) – 2:0<br />72‘ Sonnleitner verpasst die endgültige Entscheidung knapp<br />76‘ Lindner vergibt Riesenchance<br />79‘ Madl trifft per abgefälschtem Freistoß zum 1:2 aus der Sicht Wr. Neustadts<br />82‘ Lindner vergibt erneut eine Riesenchance<br />84‘ Trimmel kommt für Alar – Prokopic rückt in die Mitte, Trimmel nimmt dessen Platz an der rechten Flanke ein<br />87‘ Prskalo lässt eine Großchance aus<br />90‘ Ciftci vergibt eine riesige Möglichkeit zum Ausgleich
<br /><strong>STATISTIK:</strong><br />Torschüsse: 18/13<br />Ballbesitz: 53%/47%<br />Fouls: 19/22<br />Eckbälle: 3/1<br />Abseits: 3/5
<br /><strong>SPIELER-BEWERTUNGEN:</strong><br /><strong>Kurier</strong><br />Königshofer (2) – Thonhofer (4), Sonnleitner (3), Pichler (3), Schrammel (3) – Kulovits (2), Heikkinen (3) – Prokopic (3), Burgstaller (4) (46. Nuhiu, 2), Grozurek (3) (50. Drazan, 3) – Alar (2) (84. Trimmel, 0)<br /><strong>Kronen „Zeitung“</strong><br />Königshofer (3) – Thonhofer (3), Sonnleitner (3), Pichler (3), Schrammel (3) – Kulovits (3), Heikkinen (2) – Prokopic (4), Burgstaller (2) (46. Nuhiu, 4), Grozurek (2) (50. Drazan, 3) – Alar (3) (84. Trimmel, 0)
<br /><strong>NÄCHSTES SPIEL:</strong><br />MEISTERSCHAFT 2011/12, 30. RUNDE<br />Austria vs RAPID (Sonntag, 15.04.2012, 16:00)]]></content:encoded>
			<category>Spielberichte</category>
			
			
			<pubDate>Sun, 08 Apr 2012 23:24:00 +0200</pubDate>
			
		</item>
		
		<item>
			<title>Kein Aprilscherz. Leider!</title>
			<link>http://www.forza-rapid.com/single-view/article/kein-aprilscherz-leider.html</link>
			<description>Liebe MenschenfreundInnen,
die Freude über Rapids höchsten Auswärtssieg seit dem 4. Oktober 2009,...</description>
			<content:encoded><![CDATA[„Bauen wir eine U-Bahn von Favoriten nach Auschwitz“ – so oder ganz ähnlich grölte es eine erschreckend große Menge „Rapid-Fans“ im engen Zugabteil, völlig losgelöst und mit einem Hass in der Stimme und im Gesicht, dass einem übel werden musste. Und so sollte der weinende Himmel über der Südstadt an diesem Tag als Indikator für die jetzt eintretende Stimmungslage dienen können.
Der Zorn, der sich auf den Geleisen Richtung Wien formiert hatte, war eigentlich Ausdruck der Freude über den Sieg und hatte wohl nur an seinen Rändern etwas mit Bock auf Randale zu tun. Vielmehr haben ein paar Unbelehrbare ihre schwachsinnigen, dumpfen Feindbilder ausgerülpst. Mehrheitlich besteht diese Bewegung wohl aus Leuten, die eine schlechte Erziehung und/oder Ausbildung genossen haben und daraus resultierend kein Hirn oder/und Herz haben, wenngleich nicht vergessen werden darf, dass Antisemitismus keine Frage des Bildungsstandes ist. Bei allen (unzureichenden) Erklärungsversuchen bleibt glasklar, dass dieser antisemitische Hohngesang nicht ignoriert werden darf.<br />Und tatsächlich waren wir am Ende an die zehn Leute, die nach einem (zu lange andauernden?) Zustand der Schockstarre Zivilcourage bewiesen und sich verbal gegen das Weitersingen dieser unseligen Zeile wehrten. Während die anwesende Polizei – bei allem Verständnis für Deeskalation – ruhig dastand und sich nach meiner Beschwerde in aller Seelenruhe verzupfte. Was hierzulande als Kavaliersdelikt betrachtet wird und was als Schwerverbrechen – mir fehlen die Worte...
Schon während des Spiels habe ich zweifelnde Gedanken zum Begriff „Rapid-Familie“ gehabt. Bei „Nutschis“ Einwechslung und all seinen Aktionen danach kamen teilweise unnachvollziehbare Meldungen, denn unser Riese hat ein – für meinen Geschmack – außerordentlich gutes Spiel abgeliefert. Warum er sich verschmähen lassen muss, obwohl er leistungsmäßig gegenüber seinen Kollegen nicht abfällt, bleibt mir ein Rätsel. Oder hat es gar mit seinen Wurzeln zu tun?<br />Dass solche Äußerungen in Wien, das immer schon Völkergemisch war und auch bleiben wird, zum guten Ton gehören, liegt natürlich auch an den andauernden rhetorischen Verfehlungen einer gewissen Ausländerhetze-Partei, die aktuell gerade wieder in Tirol von ihren Abfall-Äußerungen zurückrudern musste. In der Hauptstadt ist jeder vierte Wähler blau, wahrscheinlich doppelt. Und egal, ob im St. Hanappi oder beim Ball des WKR in der Hofburg – sie sind überall, und die meisten von ihnen wären wohl erbarmungslos gegenüber ethnischen Randgruppen.<br />Das alles ist mir unbegreiflich, ebenso wie der Umstand, dass das „Unsterblich“-Transparent nach wie vor in der Generali-Arena hängt.
Es ist unser aller Aufgabe, die fehlgeleiteten „Familien-Mitglieder“ unseres Vereins und alle anderen Menschen mit Klartext darauf hinzuweisen, dass sie Scheiße singen, dass wir diese Texte verabscheuen und unter gar keinen Umständen hören wollen. Ihre Einsicht wird wahrscheinlich – wie am Samstagabend – begrenzt sein, aber unser Gewissen wird dadurch wenigstens eine Spur weniger belastet. Und wir grenzen uns von etwas ab, zu dem wir nicht dazugezählt werden wollen.
Im Februar hat mein Lieblings-<em>Kurier</em>-Autor folgende Sätze verbrochen: „Warzenschweine sehen ungefähr so aus wie Rapidfans nach dem 15. Krügel, und sie benehmen sich auch so: Warzenschweine und Rapidfans beschädigen gerne fremde Dinge oder Menschen, vier bis fünf, wenn sie schlecht aufgelegt sind, sieben bis acht, wenn es ihnen gut geht. Oder sie fangen zu weinen an, weil sie sich so schämen wegen der vielen Warzen und wegen ihres schlechten Benehmens und wählen dann den Strache.“<br />Bei aller Liebe, Herr Tartarotti, fühlte ich mich von dieser – vom Platzsturm motivierten – Verallgemeinerung in derart keinster Weise angesprochen, dass ich weder vor, noch nach dem Zur-Seite-Schieben des satirischen Elements lachen konnte. Ich verabscheue Strache zutiefst, ebenso das Verletzen von Menschen. Und trotz meines deixhaften Äußeren erkenne ich keine optische Ähnlichkeit zu Warzenschweinen, aber das liegt wahrscheinlich daran, dass mir nach dem fünften Bier die Kohlensäure hochkommt...
Whatever. Zeigen wir, dass wir Rassismus und Antisemitismus nicht dulden, egal ob im Rapid-Umfeld oder sonstwo. Und in einen Topf möchte ich mit solchen Dummköpfen sowieso nicht geworfen werden!
<br />Euer Gregor, grünweiß und antirassistisch bis in die Knochen<br /><br />P.S.:<br />Auf ausdrücklichen Wunsch des Vereins möchte ich hiermit bekannt geben, was ohnehin jeder Fan wissen sollte: Der SK Rapid Wien distanziert sich vehement von jeglicher menschenverachtender oder rassistischer Äußerung! Zwar hat man als erster Verein in Österreich die eigene Vergangenheit während des NS-Regimes aufarbeiten lassen, aber abseits der Stadien ist es unserem Klub (verständlicherweise!) nicht möglich, Szenen, wie die oben beschriebene, zu verhinden.]]></content:encoded>
			<category>Meinung</category>
			
			
			<pubDate>Tue, 03 Apr 2012 10:21:00 +0200</pubDate>
			
		</item>
		
		<item>
			<title>Kantersieg in der Südstadt</title>
			<link>http://www.forza-rapid.com/single-view/article/kantersieg-in-der-suedstadt.html</link>
			<description>Nach einer ausgeglichenen Anfangsphase brachte ein Eigentor von Mevoungou (22.) Rapid auf die...</description>
			<content:encoded><![CDATA[Im Moment hat Peter Schöttel wirklich nicht die Qual der Wahl bei der Auswahl seiner Startelf. Sechs Spieler waren am Samstag in der Südstadt nicht einsatzbereit. Neben den Langzeitverletzten musste auch Stammtormann Lukas Königshofer krankheitsbedingt passen und ermöglichte so Jan Novotas fünftes Saisonspiel. Stefan Kulovits bekam im zentralen Mittelfeld seine Chance, Ragnvald Soma ersetzte den gesperrten Harald Pichler in der Innenverteidigung, und in der Offensive rutschte Guido Burgstaller wieder in die Mannschaft. Der Kärntner agierte im Zentrum hinter Solostürmer Alar, Kapitän Hofmann sollte diesmal über die rechte Seite kommen.<br /> <br />Bei starkem Wind hatten die Admiraner zunächst mehr vom Spiel, ohne allerdings gefährlich zu werden. Allerdings lief der Ball bis zum Strafraum recht ansehnlich, die Rapidler schienen oft einen Schritt zu spät zu kommen. Eine der ersten starken Offensivaktionen ebnete dann aber den Weg zur Hütteldorfer Führung. Deni Alar wurde nach einem schönen Sololauf an der Torlinie gestellt und holte einen Eckball für Rapid heraus. Steffen Hofmann zirkelte den Ball in den Fünfmeterraum, wo Mevoungou den Ball entscheidend ablenkte und mit diesem Eigentor Rapid in Front brachte (22.).<br />In der Folge wirkten die Grünen wesentlich sicherer, und tatsächlich brachten die Admiraner Rapid-Goalie Novota in dieser ersten Spielhälfte kein einziges Mal in Bedrängnis. Auf der Gegenseite versuchte es Guido Burgstaller nach 33 Minuten mit einem schönen Schuss von der Strafraumgrenze, verpasste das Tor aber knapp. Viel mehr passierte nicht in der ersten Halbzeit, in der sich die beiden Teams weitgehend neutralisierten.
Auch die zweite Spielhälfte begann zunächst nach dem gewohnten Schema. Die Admiraner hatten etwas mehr Ballbesitz, ohne irgendetwas Erwähnenswertes damit anzufangen. Peter Schöttel sah Handlungsbedarf und ersetzte Guido Burgstaller durch Atdhe Nuhiu (56.). Ein Wechsel, der sich bezahlt machen sollte. Nuhiu löste Deni Alar an vorderster Front ab, der zurück in die zweite Angriffsreihe rückte. Das tat Rapids Offensive gut. Nach einer Stunde verpassten Nuhiu und Sonnleitner eine Schrammel-Flanke knapp. Vier Minuten später tauchte Lukas Grozurek nach einem starken Konter alleine vor Tischler auf, vergab aber die Riesenchance auf die Vorentscheidung. Das wäre nur wenige Minuten später beinahe bestraft geworden, doch Novota war bei einem gefährlichen Freistoß von Schicker zur Stelle. Es war die letzte und eigentlich die einzige gefährliche Situation vor dem Rapid-Tor. Auf der Gegenseite agierte der eingewechselte Christopher Drazan bei einem weiteren guten Konter viel zu eigensinnig und verzog knapp, aber eine Minute später war es endlich soweit. Bei einem langen Ball setzte sich Nuhiu exzellent gegen seinen Gegenspieler durch – der Kopfball landete beim ungedeckten Alar, der sich die Chance nicht nehmen ließ und zum 0:2 traf (71.).<br />Damit war das Spiel entschieden. Die Admiraner konnten nicht mehr zulegen und die Rapidler ließen auch kaum noch flüssige Kombinationen der Kühbauer-Elf zu. Trotzdem benötigte Rapid zwei weitere Eckbälle, um erfolgreich zu sein. In der 84. Minute verlängerte zunächst Soma den Eckball von Steffen Hofmann, Alar brachte den Ball per Kopf wieder zurück vor das Tor und der Rettungsversuch von Admira-Verteidiger Seebacher landete im eigenen Tor – 0:3. Und auch der 0:4-Endstand wurde nach einem Eckball hergestellt. Diesmal brachte Drazan den Ball zur Mitte, wo Tischler zunächst per Faust klärte. Stefan Kulovits lauerte auf den Abpraller und bewies mit einem schönen Heber zu Sonnleitner viel Übersicht. Der Innenverteidiger servierte dem für Hofmann ins Spiel gekommenen Boris Prokopic den Ball ideal, und der Mittelfeldspieler erzielte aus kurzer Distanz sein erstes Saisontor (90.).
Das Ergebnis fiel im Endeffekt sicher etwas zu hoch aus, der Sieg war allerdings hochverdient. Die Rapidler konnten sich im Laufe der Partie besser auf die Außenbedingungen (Wind und Regen) einstellen und ließen sich nach der glücklichen Führung die Butter nicht mehr vom Brot nehmen. Nach dem Unentschieden zwischen Red Bull und der Wiener Austria liegt Rapid nun nur noch einen Punkt hinter Salzburg. Acht Runden vor dem Ende läuft scheinbar alles auf ein richtiges Finale am 6. Mai im Hanappi-Stadion hinaus, wenn Rapid den großen Konkurrenten aus Salzburg empfängt!
<br /><img src="uploads/RTEmagicC_Spielerlupe_940e0f.png.png" alt="" width="300" height="81" /><br /><strong>Ein breiter Kader kann entscheiden</strong><br />Es ist schon erstaunlich. Zwei Tormänner, drei Verteidiger und ein Offensivspieler fehlten Peter Schöttel aus unterschiedlichen Gründen, und trotzdem konnte der Rapid-Trainer mit einem Tausch entscheidend eingreifen. Die Einwechslung von Atdhe Nuhiu erwies sich als kluger Schachzug, denn der großgewachsene Stürmer bereitete das ungemein wichtige zweite Tor vor und konnte auch später immer wieder den Ball behaupten. Gleichzeitig zeigen in den letzten Spielen viele Spieler auf, die in der bisherigen Saison weniger berücksichtigt wurden. Lukas Grozurek beispielsweise, der sich immer besser in die Mannschaft einfindet, am Samstag wieder ganz knapp an seinem Premierentor dran war. Ragnvald Soma spielte in seinem ersten Match seit Oktober eine fehlerlose Partie. Christian Thonhofer konnte den Ausfall von Michael Schimpelsberger nützen, um sich für weitere Aufgaben zu empfehlen, und Thomas Schrammel machte bei seinem ersten Spiel nach seiner Verletzung eine gute Figur. Oder Deni Alar. Oft nur Joker, immer wieder auf unterschiedlichsten Positionen probiert. Nun begann der Steirer dreimal von Beginn an als Stürmer und voilà – drei Tore und zwei Assists sind die beachtliche Ausbeute! Mit so einer Bank können nicht nur Verletzungen, sondern auch Formschwächen kaschiert werden. Bei Guido Burgstaller klappt es im Moment nicht so wirklich. Der Villacher bemüht sich und rackert, wie man es sich von einem Rapidler wünscht. Gleichzeitig liegt sein letzter Treffer bereits zehn Einsätze zurück (beim 4:2 Erfolg gegen Red Bull). Wenigstens muss er sich nun, dank Deni Alar, nicht mehr als Solostürmer versuchen.
<strong>RAPIDLER DES SPIELS:</strong><br /><strong>Stefan Kulovits</strong><br />Eine ganz solide Leistung des ewigen Ergänzungsspielers. Zuletzt stand er in Runde 17 in der Startaufstellung, die anschließenden Einsätze waren eher von kurzer Dauer. Aber auf den 28-Jährigen ist einfach Verlass! Unter widrigen Bedingungen konnte er sein Kämpferherz richtig ausleben, und beim vierten Tor bewies Kulovits, dass er auch fußballerisch etwas drauf hat.
(famos)
<br /><strong>MEISTERSCHAFT 2011/2012, 28. RUNDE</strong><br /><strong>FC Trenkwalder Admira – SK RAPID WIEN 0:4 (0:1) </strong><br />Trenkwalder Arena, 9.000 Zuschauer, SR Drachta<br /><strong>Torfolge:</strong> 0:1 (22. Eigentor) Mevoungou, 0:2 (72.) Alar, 0:3 (85. Eigentor) Seebacher, 0:4 (90.) Prokopic
<strong>Admira (4-4-1-1):</strong> Tischler – Plassenegger, Drescher, Auer, Ebner – Zeman (67. Jezek), Thürauer (83. Schwab), Mevoungou, Seebacher – Toth – Sabitzer (58. Schicker)<br /><em>Ersatzbank: Leitner, Weber, Schachner, Hosiner</em><br />Trainer: Dietmar Kühbauer
<strong>SK RAPID WIEN (4-2-3-1):</strong> Novota – Thonhofer, Sonnleitner, Soma, Schrammel – Kulovits, Heikkinen – Hofmann (87. Prokopic), Burgstaller (56. Nuhiu), Grozurek (71. Drazan) – Alar<br /><em>Ersatzbank: Knoflach, Patocka, Prager, Gartler</em><br />Trainer: Peter Schöttel
<strong>Gelbe Karten:</strong> Toth (59. Foul), Plassenegger (72. Kritik) bzw. Burgstaller (41. Foul), Schrammel (50. Foul), Nuhiu (74. Foul)
<strong>Wichtige Vorkommnisse:</strong><br />Rapid ohne Payer, Königshofer (beide krank), Schimpelsberger, Katzer, Trimmel (alle verletzt) und Pichler (gesperrt, 8. gelbe Karte)<br />Admira ohne Dibon, Palla, Windbichler, Sulimani, Quedraogo (alle verletzt) und Schrott (gesperrt, 5. gelbe Karte)<br /><br />20´ 0:1 Eigentor nach Hofmann-Ecke<br />56´ Wechsel bei Rapid: Nuhiu für Burgstaller – Alar rückt zurück, Nuhiu agiert als Solospitze<br />71´ 0:2 Alar (5. Saisontor ), Vorlage: Nuhiu (1. Assist)<br />84´ 0:3 Eigentor nach Alar-Kopfball<br />90´ 0:4 Prokopic (1. Saisontor), Vorlage: Sonnleitner (1. Assist)
<br /><strong>STATISTIK:</strong><br />Torschüsse: 4 (1)/7 (2) <br />Ballbesitz: 49%/51%<br />Fouls: 14/22<br />Eckbälle: 5/8<br />Abseits: 0/3
<br /><strong>SPIELER-BEWERTUNGEN:</strong><br /><strong>Kurier</strong><br />Novota (3) – Thonhofer (4), Sonnleitner (3), Soma (3), Schrammel (3) – Kulovits (2), Heikkinen (3) – Hofmann (3) (87. Prokopic, 0), Burgstaller (3) (56. Nuhiu, 2), Grozurek (3) (71. Drazan, 3) – Alar (2)<br /><strong>Kronen „Zeitung“</strong><br />Novota (3) – Thonhofer (2), Sonnleitner (3), Soma (4), Schrammel (3) – Kulovits (4), Heikkinen (3) – Hofmann (4) (87. Prokopic, 0), Burgstaller (2) (56. Nuhiu, 3), Grozurek (2) (71. Drazan, 0) – Alar (3)
<br /><strong>NÄCHSTES SPIEL:</strong><br />MEISTERSCHAFT 2011/12, 29. RUNDE<br />RAPID vs Wr. Neustadt (Samstag, 07.04.2012, 18:30)]]></content:encoded>
			<category>Spielberichte</category>
			
			
			<pubDate>Mon, 02 Apr 2012 12:46:00 +0200</pubDate>
			
		</item>
		
		<item>
			<title>„Es ist ein richtungsweisendes Spiel!“</title>
			<link>http://www.forza-rapid.com/single-view/article/es-ist-ein-richtungsweisendes-spiel.html</link>
			<description>Wer im Duell zwischen der Admira und Rapid drei Punkte holt, ist mittendrin im Titelkampf. Für...</description>
			<content:encoded><![CDATA[<strong>MEISTERSCHAFT, SAISON 2011/12, 28. RUNDE</strong><br />Samstag, 31. März 2012, 18:30<br />Trenkwalder-Arena, SR Drachta<br />FC Trenkwalder Admira vs SK RAPID WIEN
<strong>GESPERRT:</strong><br />Harald Pichler (9. gelbe Karte)
<strong>GEFÄHRDET:</strong><br />Markus Heikkinen (8. gelbe Karte), Christopher Trimmel (4. gelbe Karte)
<strong>VERLETZT:</strong><br />Michael Schimpelsberger (Adduktoren), Christopher Trimmel (Muskelfaserriss), Markus Katzer (Muskelzerrung im rechten Oberschenkel)
<strong>KRANK:</strong><br />Helge Payer (Nebenhöhlenentzündung)
<strong>NICHT DABEI:</strong><br />Dominik Wydra (spielt mit den Amateuren in Horn)
<strong>INFOS:</strong><br />Der letzte Sieg in der Südstadt gelang Rapid am 11. Mai 2005, als Ferdinand Feldhofer mit seinem legendären Schultertor in der Nachspielzeit den 1:0-Sieg fixiert und damit Rapids 31. Meistertitel so gut wie sichergestellt hat.<br />Das letzte Spiel auf admiranischem Terrain war aus grünweißer Sicht ebenso packend, wie frustrierend – eine Aufholjagd von 0:3 auf 3:3 wurde durch eine äußerst umstrittene Elfmeter-Entscheidung zunichte gemacht, die Admira gewann mit 4:3.
In der Südstadt haben beide Mannschaften übrigens die Möglichkeit, die ersten Plätze in den „Neben-Tabellen“ zu ergattern: Admira steht knapp vor dem Sprung zum heimstärksten Team der Liga, Rapid könnte den ersten Platz in der Auswärts-Wertung ergattern.
Admira vs Rapid – das ist auch in puncto Gelbgefährdung ein interessantes Spiel. Gesperrt ist jeweils ein Spieler, hier Andreas Schrott (fünf Verwarnungen), dort Harald Pichler (neun Verwarnungen). Bei den Niederösterreichern sind gleich sechs Spieler gefährdet – Plassnegger, Schwab, Toth, Quedraogo, Hosiner und Palla. Im Lager der Hütteldorfer ist neben dem verletzten Christopher Trimmel auch Markus Heikkinen von einer Sperre bedroht. Die Kartenbilanz des Finnen bei Rapid liest sich äußerst interessant:<br />2007/08: 4 gelbe Karten in 28 Spielen<br />2008/09: 9 gelbe Karten in 32 Spielen<br />2009/10: 4 gelbe Karten in 28 Spielen<br />2010/11: 8 gelbe Karten in 30 Spielen<br />In der aktuellen Saison hält „Mika“ nach 22 Spielen schon bei acht Verwarnungen, hat aber noch einige Spiele Zeit, diese Statistik nach oben zu korrigieren. Wie kann man das interpretieren? Wird ihm jetzt gar das Tempo doch schon ein bisserl zu hoch?
<strong>ZUM SPIEL:</strong><br />Die Vorbereitung auf das Spiel bei der Admira hat Rapid großteils auf den Trainingsplätzen beim Happel-Stadion absolviert, während im Hanappi-Stadion ein neuer Rasen verlegt wird. Die verbesserten Trainings-Möglichkeiten werden aber nichts nützen, wenn Rapid so schlafmützig agiert, wie in den ersten Hälften beim 3:4 in der Südstadt vor einem halben Jahr und bei Innsbruck vor einer Woche. Peter Schöttel fordert: „Volle Konzentration!“
Sein Comeback nach einem Kreuzbandriss dürfte Thomas Schrammel feiern. Der 24-jährige Linksverteidiger war zuletzt in der 7. Runde beim 1:1 gegen Mattersburg (10. September 2011) mit von der Partie. Ebenfalls in der Startelf stehen wird wohl Ragnvald Soma, da Harry Pichler gesperrt ausfällt. Der Norweger wurde nach einer katastrophalen ersten Halbzeit in der Südstadt ausgewechselt und hat seit 29. Oktober dem keine einzige Minute in der Meisterschaft absolviert. Ein Griss wird es um die Plätze an den Flügeln und den Part als Solospitze geben...
<strong>MÖGLICHE STARTAUFSTELLUNG:</strong><br />Königshofer – Thonhofer, Sonnleitner, Soma, Schrammel – Heikkinen, Prager – Burgstaller/Prokopic, Hofmann, Drazan/Grozurek – Alar/Burgstaller
<strong>NÄCHSTES SPIEL:</strong><br />Meisterschaft 2011/12, 29. Runde<br />RAPID vs Wr. Neustadt (Samstag, 07.04.2012, 18:30)]]></content:encoded>
			<category>Match-Vorschau</category>
			
			
			<pubDate>Fri, 30 Mar 2012 16:14:00 +0200</pubDate>
			
		</item>
		
		<item>
			<title>Rapid verliert nach katastrophalem Start</title>
			<link>http://www.forza-rapid.com/single-view/article/rapid-verliert-nach-katastrophalem-start.html</link>
			<description>Viel schlimmer kann es eigentlich nicht gehen. Mit den ersten beiden Torschüssen führten die...</description>
			<content:encoded><![CDATA[Zweimal hatten die Rapidler in der bisherigen Saison in der Anfangsviertelstunde Tore kassiert: Barazite im ersten Happel-Derby der Saison (15.) und Hinum im Cupspiel gegen Ried (14.). In den ersten zehn Minuten klingelte es gar noch nie im Rapid-Tor. Das spricht für eine sehr konzentrierte Anfangsphase, die die Mannschaft charakterisiert.
Im Prinzip, denn nach 90 Sekunden nach Anpfiff war im Innsbrucker Tivoli-Stadion davon nichts zu sehen. Die Gastgeber griffen über die linke Seite an – Außenverteidiger Hauser spielte den Laufpass auf Burgic. Dessen Hereingabe versenkte der im Sechzehner unbedrängte Schreter per Volleyschuss zur Tiroler Führung (2.). Die Rapidler agierten in der gesamten Szene wie Statisten, hatten aber dafür einen schönen Blick auf einen gut vorgetragenen Angriff samt sehenswerten Abschluss. Die Rapid-Defensive benötigte eine gute halbe Stunde, um sich von diesem Schock wieder zu erfangen. Leider stand es zu diesem Zeitpunkt bereits 2:0 für die Hausherren. Deni Alar hatte nur vier Minuten nach dem Rückstand die große Ausgleichschance vergeben. Von Hofmann sensationell bedient, sah sich Alar im 1-gegen-1 Szabolcs Safar gegenüber und scheiterte am Routinier im Innsbrucker Tor (6.). Eine Riesenmöglichkeit, die das Blackout der Abwehr wieder ausgemerzt hätte, aber es kam anders, nämlich schlimmer.<br />Schiedsrichter Prammer erklärte Heikkinens Armhaltung zur unnatürlichen Handbewegung. Dass der Finne in einer unübersichtlichen Situation aus zwei Metern Entfernung angeschossen wurde, spielte in des Schiedsrichters Überlegungen offenbar keine Rolle. Bitter, dass sich diese Situation in Strafraumnähe abspielte und Schreter den fälligen Freistoß direkt verwertete. 2:0 für Wacker (11.).<br />Es war das dritte Gegentor in dieser Meisterschaft, dem ein Handspiel eines Rapidlers vorausging, und zum dritten Mal kann man, denke ich, über die Rechtmäßigkeit des Pfiffs streiten. Prinzipiell ein Freund der Schiedsrichter, hadere ich mit diesen Entscheidungen schon sehr, denn es waren dreimal spielentscheidende Situationen: In der Südstadt folgte der Elfmeter zum 4:3-Endstand; in Salzburg kamen die Bullen, ohne bis dahin gefährlich gewesen zu sein, zur Führung per Elfmeter; und nun das wichtige 2:0 für die Innsbrucker.<br />Aber es wäre ja noch viel Zeit gewesen, um das Spiel zu drehen. <br />Nach 20 Minuten war Peter Schöttel gezwungen, seine Mannschaft umzustellen. Thomas Prager musste verletzt aus dem Spiel, für ihn kam mit Atdhe Nuhiu ein Stürmer. Pragers Position nahm logischerweise Hofmann ein, Alar rückte etwas zurück, das 4-2-3-1 blieb unverändert.<br />Alternativ hätte sich in dieser Situation auch angeboten, Boris Prokopic ins Zentrum zu stellen und Hofmann oder Alar auf den rechten Flügel zu beordern. <br />Die Rapidler bekamen das Spiel allmählich unter Kontrolle, aber auch die starken Innsbrucker blieben gefährlich. Glasklare Torchancen blieben Mangelware. Die Einzige auf Seiten Rapids vergab Nuhiu nach einer halben Stunde. Der Stürmer scheiterte aus kurzer Distanz, aber schwierigem Winkel am ausgezeichneten Safar. <br />Ansonsten probierten es die Rapidler oft von der Strafraumgrenze, ließen bei den Weitschüssen aber etwas die Präzision vermissen. Die Bälle von Hofmann (17.), Prokopic (37.) und Heikkinen (45.) gingen allesamt relativ knapp am Tor vorbei. Der Anschlusstreffer vor der Pause blieb den Rapidlern aber verwehrt.
Die zweite Hälfte begann beinahe so katastrophal wie die erste. Zunächst brachten die beiden Innenverteidiger das Kunststück fertig, in ein und derselben Szene wegen Foulspiels verwarnt zu werden. Nachdem der Schiedsrichter nach Pichlers Foul noch den Vorteil abgewartet hatte, packte auch Sonnleitner die Grätsche aus. Für Pichler bedeutet die neunte gelbe Karte, dass er sich die „mühevolle“ Reise in die Südstadt am nächsten Samstag ersparen kann. Für Mario Sonnleitner war es erst die zweite gelbe Karte im laufenden Bewerb – eine wirklich beeindruckende Quote für einen Innenverteidiger! Allerdings hat er nun bereits doppelt soviele Verwarnungen wie letzte Saison kassiert...<br />Beim fälligen Freistoß konnte sich Lukas Königshofer auszeichnen und die endgültige Entscheidung verhindern.<br />Rapid kam im zweiten Durchgang nicht wirklich in die Gänge. Die Tiroler wirkten aggressiver und suchten im Konter die Vorentscheidung. So fiel der Anschlusstreffer in dieser Phase des Spiels eigentlich aus dem Nichts, war aber deshalb nicht weniger sehenswert. Die Rapidler kombinierten auf der rechten Seite, Alar setzte sich schließlich im Strafraum gegen zwei Innsbrucker Gegenspieler durch und Nuhiu verwertete das perfekte Zuspiel zum 2:1 (60.).<br />Peter Schöttel wollte die Offensive weiter verstärken und brachte Burgstaller für den soliden Grozurek, der in der ersten Spielhälfte die eine oder andere starke Szene hatte, nach der Pause aber kaum noch zu sehen war. Letzteres galt aber leider auch für Burgstaller, der sich nur durch ein übertrieben hartes Einsteigen gegen Safar in der Schlussphase des Spiels bemerkbar machen konnte...<br />Auf der anderen Seite ließen sich die Innsbrucker nicht wirklich vom Anschlusstreffer beeindrucken und fanden nur vier Minuten später ihrerseits eine Topchance vor. Perstallers Kopfball nach einem Freistoß zwang Königshofer zu einer tollen Parade (64.). Auch die nächste Strafraumszene gehörte den Hausherren, und wieder war es Perstaller, der sich hervorragend gegen die verwarnte und somit etwas vorsichtiger agierende Rapid-Innenverteidigung durchsetzte, dann aber den Ball über das Tor schoss (73.).<br />Rapid kam nicht mehr zurück. Nach Katzers Verletzung in der 80. Spielminute löste Schöttel die Viererkette auf und brachte mit René Gartler einen weiteren Stürmer. Dieser taktische Kniff erinnerte ein wenig an Peter Pacult, und überhaupt wirkte dieses Auswärtsspiel merkwürdig vertraut. Viel Engagement in der Offensive, zeitweises Chaos hinten, eigentlich untypisch für diese Saison, aber sehr bekannte Szenarien in den Jahren zuvor.<br />Die Aufgabe der Viererkette hatte übrigens auch dieses Mal keinerlei positiven Effekt. Die Hütteldorfer konnten für keine unmittelbare Torgefahr mehr sorgen.
Im Auswärtsspiel in der Südstadt steht die Mannschaft so wieder unter Druck. Bleibt zu hoffen, dass neben den bekannten Ausfällen und dem gesperrten Pichler nicht auch noch die in Innsbruck verletzt ausgewechselten Prager und Katzer ausfallen.
<img src="uploads/RTEmagicC_Spielerlupe_1e5209.png.png" alt="" width="300" height="81" /><br /><strong>Ein aufregendes Fußballspiel</strong><br />Das Spiel selbst zu analysieren, fällt mir angesichts des Spielverlaufs sehr schwer. Die Innsbrucker starteten praktisch mit 1:0, und als dann auch der zweite Torschuss gepasst hatte, konnten sie sich ganz auf ihre Stärke konzentrieren und spielten insgesamt eine hervorragende Partie. Auf der anderen Seite mussten die Rapidler nicht nur gegen einen starken Gegner, die eigene Verunsicherung aufgrund der frühen Gegentore und einen schrecklichen Spieluntergrund kämpfen. Das Letzterer beide Seiten betraf, kann man nur bedingt bejahen. Denn im Endeffekt kommt ein schlechter Boden jener Mannschaft entgegen, die gegen den Ball arbeitet, während die Mannschaft, die offensiv agieren will, sehr darunter leidet. Die Masse an ungenauen Zuspielen und Fehlern bei der Annahme verstärken diesen Eindruck. <br />Und wenn Peter Schöttel letzte Runde die Kapfenberger dafür gelobt hat, nicht mit elf Mann den eigenen Strafraum zu verteidigen, so gibt es heute ein Lob von mir an die Innsbrucker, die – abgesehen vom hilfreichen Spielverlauf – wirklich eine tadellose Partie gespielt haben. Viel Herz, viel Kampf, aber niemals unfair und spielerisch ansehnlich. Solche Teams sind ein Gewinn für die österreichische Liga. Mit der Sonne kommt anscheinend auch so etwas wie Spiellaune zurück in die Stadien. In Schweden werden sie übrigens ihre Saison am kommenden Samstag starten – nur so ein Gedanke...
<strong>RAPIDLER DES SPIELS:</strong><br /><strong>Lukas Königshofer</strong><br />War bei den Gegentreffern von seinen Kollegen im Stich gelassen worden und zeigte vielleicht auch dadurch beim ersten Eckball der Innsbrucker eine kleine Unsicherheit. Anschließend bewahrte Königshofer Rapid aber in einigen Situationen vor der Vorentscheidung zugunsten der Gastgeber und zeigte sich einmal mehr als sicherer und verlässlicher Rückhalt. In der Schlussminute auch im gegnerischen Strafraum zu finden, vielleicht klappt das ja irgendwann...
(famos)
<br /><strong>MEISTERSCHAFT 2011/2012  27. RUNDE</strong><br /><strong>FC Wacker Innsbruck – SK RAPID WIEN 2:1 (2:0) </strong><br />Tivoli-Stadion, 10.200 Zuschauer, SR Prammer<br /><strong>Torfolge:</strong> 1:0 (2.) Schreter, 2:0 (11. Freistoß) Schreter, 2:1 (60.) Nuhiu
<strong>Wacker Innsbruck (4-1-4-1):</strong> Safar – Dakovic, Bea, Svejnoha, Hauser (46. Bilgen) – Abraham – Schütz (67. Harding), Merino (40. Perstaller), Schreter, Wernitznig – Burgic<br /><em>Ersatzbank: Egger, Perktold, Wörgetter, Ildiz</em><br />Trainer: Walter Kogler
<strong>SK RAPID WIEN (4-2-3-1):</strong> Königshofer – Thonhofer, Sonnleitner, Pichler, Katzer (80. Gartler) – Heikkinen, Prager (21. Nuhiu) – Prokopic, Hofmann, Grozurek (61. Burgstaller) – Alar<br /><em>Ersatzbank: Novota, Soma, Schrammel, Kulovits </em><br />Trainer: Peter Schöttel
<strong>Gelbe Karten:</strong> Pichler (46. Foul), Sonnleitner (46. Foul), Nuhiu (90. Handspiel) bzw. Perstaller (53. Schwalbe), Abraham (59. Foul), Bilgen (90. Spielverzögerung)
<strong>Wichtige Vorkommnisse:</strong><br />Rapid ohne Payer (krank), Schimpelsberger, Drazan, Trimmel (alle verletzt)<br />Wacker ohne Hackmair, Köfler, Löffler, Fröschl, Bergmann (alle verletzt) und Kofler (gesperrt)<br />2´ 1:0 Schreter – Wacker geht mit dem ersten Torschuss in Führung<br />6´Alar vergibt im 1-gegen-1-Duell die große Ausgleichschance <br />11´ Schiedsrichter Prammer sieht eine unnatürliche Handbewegung von Heikkinen, den fälligen Freistoß verwandelt Schreter zum 2:0 (2. Torschuss)<br />21´ Wechsel bei Rapid: Prager muss verletzt raus, es kommt Nuhiu:<br />21´ Umstellung: Hofmann rückt zurück ins Zentrum, Alar zurück auf Hofmanns Position, und Nuhiu übernimmt den Part als Speerspitze<br />40´ Wechsel bei Innsbruck: Merino muss verletzungsbedingt raus, es kommt Perstaller<br />46´ Wechsel bei Innsbruck: Hauser muss verletzungsbedingt raus, es kommt Bilgen<br />60´ 2:1-Anschlusstreffer von Nuhiu (7. Meisterschaftstor), Vorlage Alar (2. Assist)<br />61´ Wechsel bei Rapid: Burgstaller für Grozurek, Prokopic geht nach links<br />80´ Wechsel bei Rapid: Katzer muss verletzungsbedingt raus, es kommt Gartler<br />80´ Systemumstellung: Schöttel löst die Viererkette auf
<br /><strong>STATISTIK:</strong><br />Torschüsse: 11 (5)/10 (5)<br />Ballbesitz: 47%/53%<br />Fouls: 22/25<br />Eckbälle: 6/7<br />Abseits: 2/3
<br /><strong>SPIELER-BEWERTUNGEN:</strong><br /><strong>Kurier</strong><br />Königshofer (3) – Thonhofer (3), Sonnleitner (3), Pichler (4), Katzer (4) (80. Gartler, 0) – Heikkinen (4), Prager (4) (21. Nuhiu, 3) – Prokopic (4), Hofmann (2), Grozurek (3) (61. Burgstaller, 3) – Alar (3)
<br /><strong>NÄCHSTES SPIEL:</strong><br />MEISTERSCHAFT 2011/12, 28. RUNDE<br />Admira vs RAPID (Südstadt, Samstag, 31.03.2012, 18:30)]]></content:encoded>
			<category>Spielberichte</category>
			
			
			<pubDate>Mon, 26 Mar 2012 13:00:00 +0200</pubDate>
			
		</item>
		
		<item>
			<title>Burgstaller gegen Wacker fraglich</title>
			<link>http://www.forza-rapid.com/single-view/article/burgstaller-gegen-wacker-fraglich.html</link>
			<description>Mit dem Spiel in Innsbruck startet Rapid eine kleine Auswärts-Tournee, die die Grünweißen eine...</description>
			<content:encoded><![CDATA[<strong>MEISTERSCHAFT, SAISON 2011/12, 27. RUNDE</strong><br />Sonntag, 25. März 2012, 16:00<br />Tivoli-Stadion, SR Prammer<br />FC Wacker Innsbruck vs SK RAPID WIEN
<strong>GESPERRT:</strong><br />-
<strong>GEFÄHRDET:</strong><br />Harald Pichler, Markus Heikkinen (beide 8. gelbe Karte)
<strong>VERLETZT:</strong><br />Michael Schimpelsberger (Adduktoren), Christopher Trimmel (Muskelfaserriss)
<strong>KRANK:</strong><br />Helge Payer (Nebenhöhlenentzündung)
<strong>FRAGLICH:</strong><br />Guido Burgstaller (nach Grippe)
<strong>INFOS:</strong><br />Im Duell der beiden Remiskönige – beide Mannschaften haben in der bisherigen Saison je zwölf Unentschieden auf dem Konto – hat Rapid die scheinbar besseren Karten. Einerseits fahren die Hütteldorfer mit einem Erfolgserlebnis ins „Heilige Land“, andererseits konnten die letzten beiden Auswärtsauftritte am Tivoli jeweils mit 3:0 gewonnen werden...<br />Innsbruck konnte keines seiner letzten drei Heimspiele gewinnen. Ein Umstand, der Rapid – nach Verlustpunkten Führender der Auswärtstabelle – Mut machen sollte!
<strong>ZUM SPIEL:</strong><br />Cheftrainer Peter Schöttel: „Natürlich fahren wir mit dem Ziel nach Innsbruck, zu gewinnen. Im vergangenen September haben wir am Tivoli einen schönen Erfolg feiern können. Allerdings haben wir uns im Dezember beim Heimspiel gegen die Innsbrucker sehr schwer getan und mussten uns mit einem Remis zufrieden geben. Es wird schwer werden am Sonntag – Innsbruck stellt eine sehr routinierte Mannschaft, hat in allen Formationen sehr erfahrene Legionäre und kann auf den Seiten auf junge, talentierte Österreicher setzen.“
Ob Schöttel Guido Burgstaller wird bringen können, entscheidet sich erst am Samstag, knapp vor der Abreise. Der Rapid-Coach hat gegen Kapfenberg zu seiner Beruhigung gesehen, dass er sich auf seine Ersatzleute verlassen kann – Alar, Grozurek, Prokopic und Thonhofer wurden von ihrem Chef jedenfalls ausdrücklich gelobt...
<strong>MÖGLICHE STARTAUFSTELLUNG:</strong><br />Königshofer – Thonhofer, Sonnleitner, Pichler, Katzer – Heikkinen, Prager – Burgstaller/Prokopic, Hofmann, Drazan/Grozurek – Alar
<strong>NÄCHSTES SPIEL:</strong><br />Meisterschaft 2011/12, 28. Runde<br />Admira vs RAPID (Samstag, 31.03.2012, 18:30)]]></content:encoded>
			<category>Match-Vorschau</category>
			
			
			<pubDate>Sat, 24 Mar 2012 09:51:00 +0100</pubDate>
			
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			<title>Und sie treffen doch noch!</title>
			<link>http://www.forza-rapid.com/single-view/article/und-sie-treffen-doch-noch.html</link>
			<description>Drei Stürmertore sorgten für einen verdienten 3:0-Erfolg Rapids gegen Kapfenberg. Deni Alar traf...</description>
			<content:encoded><![CDATA[Es war noch nicht das heiß ersehnte Spektakel, aber zumindest das Spielglück war uns wieder wohl gesonnen. Gegen die Mattersburger sprang der Ball quasi mit dem Pausenpfiff noch von einer Stange zur anderen, diesmal landete er zum selben Zeitpunkt genau vor den Füßen von Deni Alar – und das war wohl der Unterschied schlechthin zum Spiel am Samstag!<br />Zunächst musste Peter Schöttel ordentlich umstellen. Mit Christopher Trimmel (Muskelfaserriss), Michael Schimpelsberger (Adduktoren) und Guido Burgstaller (Grippe) fielen drei Stammspieler kurzfristig aus, und mit dem gelbgesperrten Christopher Drazan kam noch ein vierter dazu. So rutschte Boris Prokopic überraschend in die Startelf und bildete mit Steffen Hofmann und erneut Lukas Grozurek die Offensivphalanx hinter Solospitze Deni Alar, dessen Einsatz schon seit Tagen feststand.
Das Spiel selbst begann eher schleppend. Die Rapidler waren zwar mehr in Ballbesitz, nach vorne fehlte aber – wie schon die ganze Saison über – die letzte Entschlossenheit. Nach fünf Minuten setzte sich Alar zunächst stark durch, verzögerte dann einen Moment zu lange und verpasste somit die Abschlussmöglichkeit. Ebenso symptomatisch für die derzeitige Situation bei Rapid war eine Aktion von Boris Prokopic, der drei Minuten vor der Halbzeit eine große Gelegenheit vergab: Anstatt die Direktabnahme nach einer schönen Hofmann-Hereingabe, der ein selten gesehener, großartiger weiter Ball von Heikkinen voranging, zu riskieren, versuchte der Mittelfeldspieler, den Ball zu kontrollieren und musste schließlich den Ball mittels spektakulären Fallrückzieher Richtung Tor befördern. Warum einfach, wenn es auch so verdammt kompliziert geht?<br />Hier weitere vergleichbare Situationen zu beschreiben, würde wohl den Rahmen sprengen. Aber es ging auch anders! Nach 20 Minuten etwa, als Alar nach einer schönen Kombination über Prager und Hofmann aus schwieriger Position den Abschluss suchte und weit verzog. Zu seiner Verteidigung sei gesagt: Ohne Torschüsse fallen garantiert keine Treffer, und irgendwann geht so ein Versuch auch einmal ins kurze Kreuzeck.<br />Drei Minuten später rückte Thonhofer gut auf – Heikkinen hatte den öffnenden Pass gespielt – und Alar köpfelte die Flanke des Außenverteidigers deutlich am Tor vorbei. Nach 25 Minuten hatte Rapid also noch keine klare, eindeutige Torchance vorzuweisen, aber die Offensive kam immerhin schön langsam ins Rollen.<br />Etwas später zog Grozurek, bis dahin unauffällig, in die Mitte. Nach einem verzweifelten Aufheulen der Fans sah auch er den völlig freistehenden Thonhofer auf der rechten Seite. Dieser flankte – noch besser, als zehn Minuten zuvor – in den Strafraum, wo Alar noch besser als zehn Minuten zuvor positioniert war, den Ball aber viel zu zentral auf Torhüter Wolf köpfelte. Wer so wenige Torchancen herausspielt, muss eigentlich effizienter sein...<br />Beinahe wären wir wieder einmal für unsere Nachlässigkeit bestraft worden. Doch Markus Katzer, die Konstante im Rapid-Spiel der letzten Wochen, der Routinier, der alte Fuchs, der kleine Fußballgott, stand bei Kapfenbergs bester Torchance goldrichtig, ließ den Kopfball von Babangida nach einer Grgic-Ecke nicht über die Linie und ersparte sich und seinen Kollegen ein weiteres zermürbendes Pfeifkonzert zum Halbzeitpfiff.<br />Und wenn das Spielglück schon vorbeischaut, dann muss man es auch ausnutzen. Also erkämpften sich die Grünen den Ball am eigenen Sechzehner, Heikkinen – wieder Heikkinen! – prügelte den Ball Richtung Grozurek, und der Youngster nahm sein Herz in die Hand, schloss die Augen und marschierte los. Zwölf, dreizehn Meter hinter der Mittellinie begann die Reise, bis zum Sechzehner dribbelte der Ex-Amateur unbedrängt, ließ dann drei Gegenspieler blass aussehen, stand plötzlich alleine vor dem Tormann und schob den Ball an diesem vorbei. Von der Stange sprang der Ball zurück ins Feld, aber diesmal ging alles gut, weil Alar dort stand, wo ein Stürmer am liebsten steht – alleine vor einem weit geöffneten Tor. Halbzeitführung! Erstmals im Jahr 2012, man traut es sich kaum zu sagen...
Mit der Führung im Rücken lief der Ball Anfang der zweiten Halbzeit zwar etwas besser, aber die Mannschaft tat sich weiter schwer, in den gegnerischen Strafraum zu kommen. Noch einmal mussten die Hütteldorfer ihr Glück strapazieren. Es schien, als würden sie ganz genau wissen wollen, auf wessen Seite der Fußballgott an diesen Abend war. Aber ganz im Ernst: Die Attacke von Prokopic an Elsneg war genauso widerlich, wie sein Rotfoul im Derby, wie die Brutalo-Aktion von Hadzic an Trimmel, über die wir uns so sehr beschwert haben. Warum er in dieser Phase des Spiels, mit der Führung im Rücken, bei einem Gegner, der durch keine einzige unfaire Aktion aufgefallen war, so eine Grätsche auspackt, ist mir ein großes Rätsel. Noch ein größeres Fragezeichen ist allein die Tatsache, dass Schiedsrichter Hameter es bei einer gelben Karte beließ. <br />Eine Viertelstunde später ging es dann wieder einmal etwas schneller: Nach Ballgewinn in der eigenen Hälfte führte Hofmann den Ball in Richtung Strafraum. Sein Querpass landete bei Grozurek, der den mitgelaufenen Katzer in die Aktion einband. Der Linksverteidiger spielte den Pass an den Fünfmeterraum, wo Deni Alar die Aktion dankbar abschloss. Dass sich der Stürmer bei seinem zweiten Tor deutlich im Abseits befand, war der letzte Glücksjoker, den die Mannschaft an diesen Abend zog.<br />Mit der 2:0-Führung war das Spiel gelaufen. Die Kapfenberger waren an diesem Abend offensiv zu harmlos, um Rapid noch einmal richtig gefährlich zu werden. Ein einziges Mal musste Königshofer im gesamten Spiel eingreifen: Nathan Jr. schoss den Rapid-Goalie nach einer eher zufällig entstandenen Torchance mehr oder weniger an (65.). Und selbst, wenn in mancher Spielzusammenfassung ein Sonnleitner-Handspiel im Strafraum herbeiphantasiert wird, wäre es schwer vorstellbar, dass die Kapfenberger nach einem Anschlusstreffer nachlegen hätten können. <br />Rapid schaltete einen Gang zurück, Ausnahmen bestätigten aber die Regel. Der eingewechselte Kulovits packte in der 85. Minute seine Sense aus und erhielt völlig zurecht Gelb. Wieder stellt sich mir die große Sinnfrage. <br />Am Ende schlugen die Rapidler noch einmal zu: Ein Pichler-Schuss war noch abgeblockt worden, aber Christian Thonhofer hob den Abpraller volley zurück in den Strafraum. René Gartler, für Alar ins Spiel gekommen, nahm sich den Ball perfekt mit, blickte einmal kurz auf und jagte den Ball kaltschnäuzig zum 3:0 in die Maschen (93.). Knapp davor debütierte der eben erst 18 Jahre alt gewordene Dominik Wydra.
In Innsbruck heißt es nun am Sonntag: Nachlegen!
<img src="uploads/RTEmagicC_Spielerlupe_e56c54.png.png" alt="" width="300" height="81" /><br /><strong>Ein Arbeitssieg fürs Selbstvertrauen</strong><br />Das Ergebnis kann natürlich über einige Baustellen nicht hinwegtäuschen. Nach wie vor tut sich die Mannschaft sehr schwer, Druck aufzubauen. Trotzdem ist es wieder an der Zeit, bedingungslosen Optimismus zu versprühen! Wir haben am Mittwoch die Bestätigung erhalten, dass Deni Alar weiß, wo das Tor steht, und viel wichtiger – er selbst und der Trainer wissen jetzt ganz genau, dass er auch hineintrifft. Mit 90minütiger Verspätung wissen wir nun außerdem, was sich Peter Schöttel bei der Aufstellung von Lukas Grozurek gegen Mattersburg gedacht hat. Die Aktion vor dem 1:0 war schon ein starkes Stück und eine der schönsten Rapid-Aktionen der heurigen Saison! Christian Thonhofer machte seine Sache ebenfalls ausgezeichnet, und so ist mir trotz des vermutlich längeren Ausfalls von Michael Schimpelsberger (an dieser Stelle: Gute Besserung!) nicht bange um unsere starke Abwehr. <br />Kann die Mannschaft den Aufwärtstrend in Innsbruck bestätigen, könnte sie gleichzeitig Kontinuität in der Startelf erzwingen, was uns, glaube ich, sehr gut tun würde. Burgstaller wird wohl am Sonntag zurückkehren und Prokopic ersetzen. Das sollte es aber auch schon gewesen sein. 
<strong>RAPIDLER DES SPIELS:</strong><br /><strong>Deni Alar</strong><br />Erstmals seit dem Frühjahrsauftakt in Wr. Neustadt durfte der 22-Jährige wieder von Beginn an ran. Die mangelnde Spielpraxis war augenscheinlich, dass Deni Alar ein Vollblutstürmer ist ebenfalls. Zwei gute Kopfballgelegenheiten vergab er noch, ehe er beim Stangenschuss von Grozurek zur Stelle war. Das zweite Tor sollte dann auch Rechtfertigung genug sein, auch in Innsbruck wieder in der Startelf zu stehen.
(famos)
<br /><strong>MEISTERSCHAFT 2011/2012, 26. RUNDE</strong><br /><strong>SK RAPID WIEN – KAPFENBERGER SV 1919 3:0 (1:0) </strong><br />Gerhard-Hanappi-Stadion, 13.200 Zuschauer, SR Hameter<br /><strong>Torfolge:</strong> 1:0 (45.) Alar, 2:0 (60.) Alar, 3:0 (93.) Gartler
<strong>SK RAPID (4-2-3-1):</strong> Königshofer – Thonhofer, Sonnleitner, Pichler, Katzer – Heikkinen (86. Kulovits), Prager – Prokopic, Hofmann (90. Wydra), Grozurek – Alar (84. Gartler)<br /><em>Ersatzbank: Novota, Soma, Patocka, Schrammel</em><br />Trainer: Peter Schöttel
<strong>KSV 1919 (4-5-1):</strong> Wolf – Pitter, Gerson, Vulin, Prettenthaler – Elsneg (68. Felfernig), Grgic (85. Sand), Lovin (80. Erkinger), Sencar, Babangida – Nathan Jr.<br /><em>Ersatzbank: Kostner, Taboga, Kuljic, Wendler</em><br />Trainer: Thomas von Heesen
<strong>Gelbe Karten:</strong> Prokopic (54. Foul), Kulovits (90. Foul) bzw. Vulin (39.), Felfernig (74.), Pitter (90.)
<strong>Wichtige Vorkommnisse:</strong><br />Rapid ohne Payer, Burgstaller (beide krank), Schimpelsberger, Trimmel (beide verletzt), Drazan (nach der 5. gelbe Karte gesperrt) <br />KSV 1919 ohne Hanek, Schönberger (beide krank), Weinicki (verletzt)<br />41´ Tor von Prokopic wird wohl zurecht wegen Abseits nicht anerkannt<br />43´ Katzer rettet auf der Linie<br />45´ 1:0 durch Alar nach herrlichem Solo und Stangenschuss von Grozurek<br />54´ Prokopic bekommt für brutales Foul nur Gelb<br />60´ das 2:0 durch Alar hätte wegen Abseits nicht zählen dürfen<br />93´ 3:0 Gartler
<br /><strong>STATISTIK:</strong><br />Torschüsse: 12 (7)/2 (1)<br />Ballbesitz: 52%/48%<br />Fouls: 18/18<br />Eckbälle: 5/3<br />Abseits: 2/3
<br /><strong>SPIELER-BEWERTUNGEN:</strong><br /><strong>Kurier</strong><br />Königshofer (3) – Thonhofer (3), Sonnleitner (3), Pichler (2), Katzer (3) – Heikkinen (3) (86. Kulovits, 0), Prager (2) – Prokopic (3), Hofmann (3) (90. Wydra, 0), Grozurek (2) – Alar (2) (84. Gartler, 2)
<br /><strong>NÄCHSTES SPIEL:</strong><br />MEISTERSCHAFT 2011/12, 27. RUNDE<br />Wacker Innsbruck vs SK RAPID WIEN (Sonntag, 24.03.2012, 16:00)]]></content:encoded>
			<category>Spielberichte</category>
			
			
			<pubDate>Thu, 22 Mar 2012 18:16:00 +0100</pubDate>
			
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